Nicht nur, da ß sie bei jeder Bewegung unangenehm in den Bauchmuskel piekst, wenn man sie glücklicherweise mal nicht merkt, vergißt man den Schlauch reißt sich beim Aufstehen fast alles raus, weil die Leine irgendwo hãngen bleibt oder die Flasche irgendwo befestigt ist. Von der Drainage hängt auch ab, wann ich nach Hause komme und bisher läuft das Wundwasser, läuft und läuft, war ja auch eine große OP. Mir wurde gesagt, ich könnte auch mit Drainage nach Hause, aber dort müßte ich mich ja selbst versorgen, selbst einkaufen, Essen machen und alles mit Schmerzen und Strippen. Da bleibe ich lieber hier und das Zimmer ist trotz Brustpanzer von der Temperatur noch erträglich.
Samstags gibt es nur Eintopf, aber der Kohlrabieintopf hat immerhin besser geschmeckt, als der, den ich vor vier Jahren hier schon einmal gegessen habe. Vielleicht haben sie einen neuen Koch. Ich glaube, wenn man mich zwei Wochen lang ins Krankenhaus sperren würde und mich mit vier Mahlzeiten am Tag, dazwischen Obst und Waffeln, die ich von meinem Bruder bekomme, mästen würde, kann man mir bald mit reinem Bauchfett die doppelte Körbchengröße verpassen.
from ❀Tänzerin zwischen den Welten (...oder ein Blumenkind im Asphaltdschungel) http://ift.tt/1CRoaOy

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