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Samstag, 16. Januar 2021

Die Zeit der Schnecke

Es hat schon irgendwie etwas Symbolhaftes, wenn ich jetzt während des Mega-Super-Duper-hardest Lockdown ever mit einer Schnecke zusammenhause. Vielleicht kann ich sie ja dazu dressieren, mir beim Tanzen zuzuschauen. In den Tierboten von Angela Kämper steht zu Schnecken folgendes: "Du hast jetzt sehr viel mehr Zeit zur Verfügung, als du es dir bislang vorstellen konntest. Voreilige Schlüsse, übereilte Maßnahmen und schnelle Umsetzungen scheinen dich momentan eher haarscharf an deinem Ziel vorbeizuführen, als dir den gewünschten Erfolg zu bringen. Lass dir Zeit, deine nächste Wegetappe in Ruhe, Schritt für Schritt zu gehen." Anders geht es gerade auch gar nicht. Zwischendurch fand ich ein altes Tagebuch aus der Zeit der Reiher. Tja, nun bin ich definitiv in der Zeit der Schnecke angekommen. 

Mein neues Forschungs-Projekt in diesem Jahr ist aber sehr gut geeignet, um es mit Weile anzugehen, da ich es eh immer mit einer Woche befriste und dann wieder Pausen einlege, damit vor jedem Selbstexperiment dieselben Voraussetzungen geschaffen sind. Deshalb weiß ich gar nicht, ob ein Jahr überhaupt dafür reicht oder es länger dauern wird. Auch einen neuen Workout-Tracker habe ich dafür geschaffen. Früher hatte ich das Kästchen-Ausmalen, aber das ist mir jetzt schon zu aufwendig. Und eine App zum Tracken habe ich zwar ebenfalls, aber da muß ich erst alles genau eingeben und dann habe ich noch nicht mal einen einzigen schnellen Überblick. Deshalb nun Smileys - den Mund zu malen, kriege ich gerade noch hin. Und so sehe ich auf einen Blick, ob die Woche gültig ist oder nicht. Zu Schnecken bedeutet eben auch, den Energieaufwand auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Ok, es ginge sicher noch minimalistischer, aber dann würde ich es nicht mehr ernst nehmen. Außerdem ist es nett, mal freundlich angelächelt zu werden. 

PS: Die Schnecke hat heute zum ersten Mal etwas vom Apfel geknabbert. Hat wohl doch Hunger bekommen vom vielen Schlafen - oder was die sonst so in ihrem Haus treiben...

Freitag, 15. Januar 2021

Schneckenpost

So, >>Problem gelöst. Wozu besitze ich denn die phantastischen Kühlschrankboxen von Tchibo, sogar mit Lüftungsschlitzen? Zur Zeit habe ich sowieso keine Verwendung dafür, da ja der Kühlschrank kaputt ist und ich nichts lange lagern kann darin. Also habe ich aus einer der Boxen schnell mal ein Meta-Haus für die Schnecke gebaut. Zugegeben, die perfekte Wohnlandschaft für Schnecken sieht wahrscheinlich anders aus, aber sie muß ja nur ein paar Monate zum Überleben reichen. Die Schnecke hat sich dann kurz schon mal aus dem Haus getraut und ihr Winterquartier erkundet. Ausführen, wie in einem Artikel stand, werde ich sie aber nicht. Ich habe auch nicht den Eindruck, daß sie an Auslauf so brennend interessiert ist. Sie bewegt sich pro Tag ungefähr zehn Zentimeter. 

Schneckenquartier

Schneckenquartier2

Schneckiger Mitbewohner

Vorgestern schmückte ich den Weihnachtsbaum ab und entsorgte ihn. Und während ich den ganzen Schmuck abschüttelte und noch mal sorgfältig nach Glastropfen suchte, die man leider sehr leicht übersieht, fiel mir ein Schneckenhaus entgegen. Dies war definitiv kein Baumschmuck! Das Schneckenhaus erschien mir aber leer, deshalb dachte ich, ich hätte für meinen Weihnachtsbaum eine Schnecke aus ihrem Haus vertrieben. Ich legte es auf meine Küchenanrichte. Heute nun komme ich in die Küche und stelle fest, daß das Haus sich bewegt hat. Es klebt jetzt an meinem Eierkocher. Upps! Da wohnt wohl doch noch jemand drin. Anscheinend hat die Schnecke die ganze Zeit in meinem Weihnachtsbaum überwintert. Tja, was mache ich nun mit ihr? Findet sie überhaupt noch Futter so ohne Baum? Kann man sie raussetzen, wenn es draußen gefriert? Muß ich ihr ein Kohlblatt hinlegen? Fragen über Fragen...

Edit: Interessant, habe mich gerade ein wenig über Schnecken belesen und gelernt, daß sie das 10-15fache ihres eigenen Körpergewichts anheben, sowie Pappe durchfressen können. Alle Achtung! Da sieht man ihre Langsamkeit gleich mit anderen Augen. Aber so langsam, wie es scheint, sind sie gar nicht. Sie fressen fast alles an Obst und Gemüse und außerdem soll man sie ab und zu draußen ausführen, wenn man sie in der Wohnung hält. *lol*

Edit: Ach ja, und sie fangen an, ihr eigenes Haus aufzuessen, wenn sie zu wenig Calcium bekommen. Außerdem baden sie gerne, mitsamt Haus. Das ist dann quasi Hausputz und Körperpflege in einem. 

Edit: >>Hier gibt es eine genaue Anleitung zum Schnecken-Überwintern. Aber wo kriege ich jetzt eine große lichtdurchlässige Tupperdose her?

Donnerstag, 14. Januar 2021

Als wäre es gestern gewesen...

Man kann direkt noch den Bahnhof ohne Center und den "Alles vom Fisch"-Laden sehen. Dann das Café Nord, bzw. genauer Tanzcafé Nord und den Thuleclub. Irgendwie war es früher zu DDR-Zeiten normal, daß es fast überall Clubs und Tanzcafés gab, und nicht nur vereinzelt irgendwo im Szene-Viertel. Die sind inzwischen fast ausgestorben, genauso wie Spielplätze. Vielleicht aus denselben Gründen, weil Kinder und Jugendliche statt draußen zu spielen oder zu tanzen und zu feiern, heute lieber vor Computer und Spielkonsole sitzen. Auf der anderen Seite dann die Löffelerbse. Nur die Grilletta habe ich nicht gesehen, die müßte es zu dieser Zeit aber auch noch gegeben haben. Falls jemand nicht weiß, was eine Grilletta ist - so hießen Burger in der DDR. Aber so ein Grilletta-Imbiß war nicht nur ein lumpiger Burger-Imbiß wie jetzt bei uns, sondern es gab sie in wirklich unzähligen Varianten eine lange Speisekarte voll. Ich habe sie meist mit Ananas gegessen. Die Schönhauser Allee war damals meine "Einkaufsmeile".  Manchmal träume ich heute noch, daß ich sie rauf oder runter spaziere. Vom Café Nord träume ich aber seltsamerweise überhaupt nicht, obwohl ich dort jeden Samstag und manchmal auch sonntags war, aber nie freitags. Deshalb haben mich meine Kumpels, wenn "Die da" von den Fantastischen Vier lief, immer damit aufgezogen, mit dem Finger auf mich gezeigt und laut mitgesungen: "Freitags ist sie nie da!" *lol* Im nachhinein bereue ich das ja ein bißchen und denke mir, vielleicht hätte man doch konsequent alles mitnehmen sollen was geht. Sowas kommt nie wieder.

Mittwoch, 6. Januar 2021

Verrückte Sachen, die ich mache, wenn ich allein zu Hause bin...

Die Einschläge kommen näher, schrieb mir eine frühere Kollegin vorgestern. Ich höre die Einschläge noch nicht, spüre aber Einschnitte. Und ich frage mich, ob die Regierung tatsächlich glaubt, im Februar wieder lockern zu können, wenn doch jede anständige und ordentliche Grippewelle mindestens bis März/April dauert. Es ist ziemlich ersichtlich, daß so eine Art von Lockdown das Virus nicht aufhalten kann. Solange die Leute weiter in rappelvollen Öffentlichen zur Arbeit fahren, die eben in vielen Fällen nicht im Home Office stattfinden kann, lacht sich das Virus ins Fäustchen. Aber immerhin ist so ein andauernder Lockdown die beste Zeit, um sich mit Werken der Weltliteratur wie "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" auseinanderzusetzen, die man immer schon lesen wollte, aber nie dazu gekommen ist. Jedenfalls ich habe bisher immer nur den ein oder anderen Ausschnitt gelesen oder gehört. 

Normalerweise mache ich nie Neujahrsvorsätze, aber die angebotene Lesung im rbb-Kulturradio hat mich nun doch mal zu einem Vorsatz inspiriert. Ich will alle 329 Folgen hören und die Zeit dabei jeweils bewußt für eine Entspannung zu nutzen, entweder auf meiner Fakirmatte oder mit einem gemütlichen Rückenstretch. Dabei schlage ich dann gleich zwei Fliegen mit einer Klappe, nämlich endlich mir mal wirklich Zeit für Entspannung und Regeneration zu nehmen, was gerade jetzt sicher nicht schadet, und gleichzeitig mehrere Tausende Seiten unangestrengt kennenzulernen. Ich habe gemerkt, daß es kein Buch ist, das man eben mal schnell beim Putzen hört, man muß sich schon darauf einlassen. Außerdem ist es die perfekte Gelegenheit, in diesem Jahr die Proust-Biographie begleitend zu lesen, die noch bei mir herumliegt. Gestern bin ich allerdings erstmal auf meinem Nagelbett eingeschlafen und mußte dann die Hälfte nachhören. Vielleicht hält so ein netter Rückenstretch wacher. Ich bin gespannt, ob ich das so fünf Tage in der Woche durchhalten werde. Irgendwie habe ich aber den Eindruck, daß es mir tatsächlich leichter fällt, fünfmal in der Woche ein leichtes Workout durchzuhalten als geballte Entspannung, weird...

Zumindest sollte ich mich für diesen Zweck wieder ein bißchen mehr auspowern als jetzt. Ich merke, daß ich langsam zappliger werde, wie ein Pferd im Rennstall, also spätestens wenn die Weihnachtsdeko entsorgt ist, wird weitergetanzt. Die Weihnachtsdeko macht mich irgendwie so lähmend besinnlich. Und obwohl ich über Weihnachten und Silvester lustlos und vollgefressen herumlag, also nach meinem subjektiven Empfinden, habe ich gerade Mörder-Muskelkater. Es ist mir schon häufiger passiert, daß ich rein subjektiv das Gefühl habe, eigentlich gar nichts zu tun, und mich darüber wundere, woher der Muskelkater kommt. Wenn ich dann genauer hinschaue, stelle ich fest, daß ich zwischendurch immer wieder kurz irgendwelche Übungen einbaue. Dies kriege ich aber gar nicht so richtig mit, weil das völlig spielerisch spontan passiert und weder ein richtiges, noch ein geplantes Workout ist. Schwitzen will ich nämlich auf keinem Fall, wenn ich keine Lust habe. Das Ende vom Lied ist Muskelkater und gleichzeitig ein schlechtes Gewissen, weil ich denke, ich tue nichts. Vor einigen Tagen ist mir aufgegangen, wie bekloppt es eigentlich ist, wenn man sowohl ein schlechtes Gewissen als auch Muskelkater hat - ich meine, eines von beidem würde ja nun völlig ausreichen, entweder schlechtes Gewissen, weil ich nichts mache, oder Muskelkater, weil ich etwas mache. Beides zusammen zu haben ist der reinste Irrsinn. 

Bei Youtube kriegt man, wenn man häufiger Tanzvideos schaut, ab und zu solche Videos in die Empfehlungen gespült wie: "Du weißt, daß du ein Tänzer bist, wenn..." Darin zeigen Tänzerinnen, was sie alles so im Alltag für verrückte Sachen machen. Also dabei kann ich echt locker mithalten. Wenn es nur danach ginge, wäre ich der Super-Tänzer.

Um dem Muskelkater auf den Grund zu gehen, habe ich mal aufgeschrieben, was ich alles so für verrückte Sachen mache, ohne groß darüber nachzudenken(aber psst, das bleibt unter uns!):

Ich stehe beim Zähneputzen gerne auf einem Bein - auf Zehenspitzen

Wenn ich durch die Fensterscheibe nach unten auf die Straße schaue, mache ich Arabesques (das Bein wird nach hinten angehoben) und ergötze mich an meinen stahlharten Pomuskeln (die sind natürlich nicht stahlhart, aber bei Arabesques eben schon)

Beim Telefonieren absolviere ich Tendus oder marschiere mit höchstmöglich gehobenen Beinen umher

Wenn der PC auf meinem Schreibtisch zu langsam ist, lasse ich auf dem Schreibtischsessel meinen Kopf zwischen die Beine hängen

Wenn ich eine Tür durchquere, hänge ich mich kurz mal im Türrahmen aus, und wenn ich im Sommer den Balkon betrete oder verlasse, hänge ich mich an eine Klimmzugstange

Falls ich irgendwo unten auf dem Boden bin, versuche ich, ohne Abstützen hoch zu kommen

Beim Einschlafen liege ich meist in einer halben Taube (also der Yoga-Stellung), allerdings nicht in der korrekten Position, das wäre etwas zu unbequem, sondern mehr gekippt - das finde ich in der Tat sehr bequem, da ich früher gut und gern auf dem Bauch schlief, was jetzt aber nicht mehr so richtig geht, und auf diese Weise kann ich meinen Oberkörper bequem auf meinem Oberschenkel ablegen

Steht in der Küche etwas auf dem Herd und ich komme nicht weg, hänge ich mich an meine Küchenspüle, mache ein paar Drehungen und Bodyrolls, oder klemme mir meinen rechten Arm über den Rücken in die linke Achsel

Auch sehr beliebt zwischendurch - auf allen Vieren durch die Wohnung laufen, Beinkreisen, Beinheben in jeder Variante, Kicks, den Tänzer machen (Yoga), mit gegrätschten Beinen Vorbeugen und die Arme nach oben ziehen, spontane Squats mit Bodenberührung oder in den Limbo gehen und mich von da nach vorne rollen lassen

Beim Fernsehen ein Bein in die Luft halten

Ich versuche gerne einiges in der Hocke zu machen, allerdings bleibt es meistens bei Bügeln, Reparaturen, Staubsaugerreinigung oder Reinigung größerer Gegenstände.

Wenn ich mich mit Colorieren und Studieren beschäftige (wie unten mit dem Yoga-Anatomie-Malbuch), sitze ich im Winter gerne auf dem Bett statt am Schreibtisch, da es hier gemütlicher ist und ich von Kerzen und der Ofen-Attrappe umgeben bin - dabei sitze ich in einem Schneidersitz mit aufgestelltem Bein, zum Malen von kleinen Details eigentlich unbequem, aber wenn ich voll konzentriert bin, gewöhne ich mich schnell daran.

Tja, und das Lesen ist ein ganzer Roman für sich - ich habe ja überlegt, ob ich bei Instagram eine Fotoreihe beginnen soll mit dem Motto "100 Arten, ein Buch zu lesen", ich bin aber zu faul dazu und ich möchte auch nicht wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses ganz gesperrt werden.

Wie oben erwähnt habe ich mit dem Yoga-Anatomie-Malbuch begonnen, Vokabeln zu pauken, wobei mich die Vokabeln dabei gar nicht so sehr interessieren, sondern halt mehr die "Körper-Landkarte". Ich hatte erst Zweifel, ob es mir Spaß machen würde, sowas auszumalen, besonders inspirierend finde ich unförmige Muskeln nicht, aber erstaunlicherweise macht es mehr Spaß als ich dachte, gerade weil man sich beim Ausmalen sehr genau mit den Details beschäftigt und auch mal knobeln muß. Ansonsten würde man nur einen kurzen Blick auf das Bild werfen, wobei einem die Feinheiten der Anatomie entgehen. 

Anatomie-Malen

Montag, 4. Januar 2021

Mammut-Lesungs-Tip

Das rbb-Kulturradio beginnt ab heute mit einer Mammut-Lesung des Romans "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" von Marcel Proust. Es sind 329 Folgen des mehrere tausend Seiten umfassenden Werkes. Die Lesung läuft von Montag bis Freitag jeweils um 11:10 h.

https://www.rbb-online.de/rbbkultur/radio/programm/schema/sendungen/lesung.html

Die Folgen kann man auch in der ARD-Audiothek für jeweils 30 Tage nachhören:

https://www.ardaudiothek.de/lesung/auf-der-suche-nach-der-verlorenen-zeit-in-swanns-welt-1-44/84362236

Sonntag, 3. Januar 2021

Neujahrskarten

Nee, nicht die mit der Post, aber ich habe wie jedes Jahr mal einen kleinen Blick in die Karten gewagt. Bei dieser Gelegenheit lese ich mir auch gerne nochmal durch, was im letzten Jahr so kam. Im letzten Jahr hatte ich im großen Zigeunerblatt gleich zweimal Traurigkeit im eigenen Haus und überwältigende Ereignisse. Damals konnte ich nicht wirklich etwas damit anfangen, aber so im Rückblick paßt es ziemlich gut, vor allem das zweimalige. In diesem Jahr habe ich das Unglück im eigenen Haus, allerdings scheint mich dieses gar nicht so sehr zu tangieren, es wirkt eher so, als würde ich leichtfüßig darüber hinwegschlittern. Na mal schauen. 

Apropos Schlittern - in Berlin hat es in der Nacht geschneit und erst in meinem letzten Eintrag hatte ich von Schnee geunkt. Allerdings ist es bisher nicht so viel Schnee, daß es tatsächlich während eines Lockdowns interessant wird. 

Ansonsten stehen die Karten sehr auf Pause und Erholung. Ich habe noch drei aus meinem neuen Yoga-Orakel gezogen -

Das Hauptthema für dieses Jahr:

Muladhara (Wurzelchakra), aufrecht

You have arrıved in a place where you are very grounded in life. Your ideal home is in the process of manifestation, and you are setting roots where you are. This reflects the deep healing work you have done to undo the ancestral ties that were previously holding you back. When you heal your personal lıfe, you heal the lives of all of those who came before you and all who came after you. Ancestral hardships such as poverty, immigration, war, slavery, and abuse have come to an end, and you have set the path for a new way of being for all of your ancestors to come. Thank you for doing this work and anchoring deeply within. It is only when you heal the root that the tree can grow.

Ereignisse in diesem Jahr:

Tamas (density, dullness and invertia), aufrecht

Yon are in a period of hibermation, which is sometimes needed to blossom into a butterfly. Your body isbetween lines of a poem, notes of a song, steps of a dance, Use this time to fully rejuvenate your system, allowing proper rest and food. Know when it is time to emerge from your cocoon and show the world the gifts you have been cultivating. Stillness is only balanced when followed by action.

Und der wichtigste Rat für dieses Jahr:

Kapha (Earth Dosha, grounding, nuturing, and heavy), aufrecht

You are grounded into Earth’s energy and carry its subtle calmness, which makes others naturally gravitate toward you. You bring peace, understanding, and comfort to your community and are the shoulder anyone can lean on. You embody Earth’s wisdom and are anchored to her vast life force. You may have created a life or are envisioning one that will bring you great contentment and stability—a true home surrounded by people you love. You do not need to search for more—the deepest peace you will find is where you are. Just remember never to became to attached in anything, as all is temporary.

Freitag, 1. Januar 2021

Du dich auch! Und danke für den Fisch!

Gestern hat der letzte Tag des Jahres nochmal alle Register gezogen, mich zu sabotieren, also quasi genauso wie es das ganze Jahr über lief. Allerdings hat sich dieses vergangene Jahr bei mir hauptsächlich, neben Tanzverbot und irrsinnigen Hysterikern, über die Technik ausgetobt. So viel an Technik, wie mir in diesem Jahr kaputt gegangen ist und so viel Zeit, die ich ständig aufwenden mußte und immer noch muß, um wieder irgendetwas zu reparieren oder am Laufen zu halten, hatte ich ehrlich gesagt noch nie in einem Jahr. Los ging es schon im Januar, als mir alle zwei Tage die Glühbirnen zersprangen. Allerdings habe ich den Verdacht, daß ich das damals noch selbst war, da ich sehr unter Druck stand. Man kennt ja diese psychokinetischen Phänomene... 

Doch dann ging es munter das ganze Jahr über weiter von großen Geräten, Handy bis hin zu Uhren, diverse Fernbedienungen - sogar nagelneue, Pfeffermühlen, mein Schnurlostelefon hat neuerdings eine Macke und geht plötzlich aus, wenn ich es nur anfasse - ich muß dann eine Stunde warten, bis es wieder ansprechbar und geladen ist, und Win 10 hat mich nahezu in den Wahnsinn getrieben. Ich habe nicht mehr mitgezählt, wie oft ich es wiederherstellen mußte. In den letzten Monaten ging es, weil ich das Windows Update jetzt wirklich radikal bis zum letzten geblockt habe. Ich kann nicht mal mehr über den Microsoft Store updaten, aber dafür habe ich endlich einigermaßen Ruhe. Leider habe ich aber immer noch dieses gräßliche 2004er Upgrade drauf. Wenn ich zu 1903 zurückwollte, welches am problemlosesten lief, muß ich den ganzen Computer platt machen und das ist mir wieder zu viel Aufwand, wenn ich mich eh schon nur noch mit solchem Sch... beschäftigen muß. Und auch anderes, wie der Fire-Stick und das NAS haben mich mit Kleinigkeiten dauernd geärgert, die nicht mehr so funktionieren wie früher. Bei der Fritz-Box bin ich gerade so knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt, da mit dem neuesten Update kein WPA-TKIP mehr gibt und ich damit dann meine PS 3 in die Tonne kloppen könnte. Zum Glück hatte ich das vorher schon mitbekommen, daß die nur mit dieser Verschlüsselung WLAN-Zugang bekommt und zum Glück habe ich diesmal vor dem Update genauestens das Kleingedruckte gelesen - und deshalb nicht zu schnell geupdatet. Ich gehöre nicht zu den Technikjüngern, die den einzigen Sinn ihres Lebens darin sehen, sich von jedem Gerät ständig die neueste Version zu kaufen, mal abgesehen davon, daß ich die neueren Versionen der PS auch nicht wohnzimmertauglich finde. Wirklich abartig finde ich es aber, wenn genau solche Technikjünger, die gar kein eigenes Leben mehr haben und nur noch für die neueste Softwareversion leben, für die das alles ihr Beruf ist, mit welchem sie Stunden über Stunden verbringen, mich dann quasi dazu zwingen und nötigen wollen, es ihnen gleich zu machen - nur daß ich für die viele Zeit, die dabei drauf geht, eben nicht bezahlt werde! Und selbst dann wüßte ich nicht, ob ich sie opfern würde wollen.

Gestern also schlug das vergangene Jahr noch einmal so richtig zu, als ein Programm abstürzte und die Datenbank-Datei im Eimer war. Natürlich sichere ich immer regelmäßig, sowohl automatisch als auch händisch, allerdings stellte sich heraus, daß die automatische Sicherung nicht funktioniert hatte. Und die letzte händisch gesicherte Version ist vom 17.9.2020. Klingt jetzt nicht soo schlimm, allerdings hatte ich genau im Oktober sehr viel Text eingegeben, der jetzt weg ist. Ich habe erstmal nur versucht, die einzelnen Datensätze zu rekonstruieren und nachzutragen, wozu ich mehrere Stunden brauchte, da zudem der NAS-Zugriff wieder extrem langsam war. Danach hatte ich auch bereits vom letzten Tag des Jahres die Schnauze voll, vor allem da ich mich außerdem darüber ärgerte, wie Promis und Medien glamouröse Silvesterparties feiern, welche wir mitbezahlen, während wir Loser nichts mehr dürfen, geschweige denn Mittel dafür zur Verfügung gestellt bekommen. Wie soll man da keine Aggressionen bekommen? Ich duschte also gegen 17 Uhr und stieg in meinen Pyjama. Ich glaube, ich war noch nie in meinem Leben so früh bettfertig, noch nie! Als könnte ich es diesmal nicht erwarten! Dennoch ging ich nicht ins Bett, sondern ich dröhnte mich mit schwarzen Weihnachtskomödien und Feuerzangenbowle zu. Schlafen wäre sowieso nicht gegangen, da man hier vom Böllerverbot schon seit Weihnachten kaum etwas merkt - sifft euch die Lungen mit Feinstaub voll, bis sie euch, so ohne vorhandene Abwehr, Corona oder etwas anderes wegfrißt, who cares. Das erinnert mich an den alten Witz mit Bart: Treffen sich zwei Planeten. "Na, wie geht's?"  - "Nicht so gut, ich habe Homo sapiens." - "Ach, das ist nicht weiter schlimm, das geht vorbei."

Mir ist sehr bewußt, daß ich wohl noch eher zu den Privilegierten des vergangenen Jahres gehöre, mit solchen "Pillepalle"-Problemen, aber die ständige Aufregung hat mich irgendwie trotzdem unglaublich erschöpft. Gerade jetzt, wo das Jahr vorbei ist, fühle ich die Erschöpfung enorm. Vielleicht liegt das zum Teil aber auch an zu viel Zucker im Dezember. Das ganze Jahr komme ich wunderbar mit minimalsten bis keinem Zuckerverbrauch aus und fühle mich prächtig dabei. Doch im Dezember winken dann wieder Tradition und Weihnachtskindheitsvisionen, so daß man dann doch ein paar Lebkuchen, diesen und jenen Süßkram kauft - nur so für den Geschmack (der eigentlich gar nicht schmeckt) und im Endeffekt ist es doch immer zu viel. Zu Weihnachten bekommt man natürlich obligatorisch Süßkram geschenkt, so daß für einen Januar im Zuckerkoma ebenfalls gesorgt ist. Also Zuckerkoma ist natürlich übertrieben, weil ich nicht Massen von Zucker auf einmal konsumiere, aber es ist eben trotzdem mehr als sonst und ich merke einfach, daß es mir damit nicht gut geht. Es fühlt sich tatsächlich wie eine Art Koma an, ganz anders als sonst, wenn ich nur Spuren zu mir nehme und den Zucker hauptsächlich über Obst aufnehme. Aber ich bin auch zu faul, mich auf die Suche nach einem Waisenhaus zu machen, um den armen Waisenkindern das ganze Zeug überzuhelfen, deshalb verbrauche ich es doch nach und nach. Wenn es zu eklig ist, habe ich es aber schon manchmal weggeschmissen. Zum Beispiel habe ich als Goodie bei einer Bestellung eine Zuckerstange bekommen. Die hängt jetzt an meinem Weihnachtsbaum. Da sieht sie hübsch aus. Aber alleine bei dem Gedanken, daran zu knabbern, rollen sich mir vor Ekel die Zehennägel hoch. Also wird sie wohl im Müll landen. Zucker ist wirklich eine echte und fiese Droge, weil man, wenn man erst mal abhängig ist, gar nichts mehr schmeckt außer Zucker und das auch noch oder gerade deshalb schmackhaft findet. Und daß die vielen körperlichen Probleme am Zuckerkonsum liegen sollen, möchte man natürlich erst gar nicht wissen, also wird wie immer bei Süchtigen alles an Hinweisen abgewehrt und schön geredet, damit man auch ja nichts ändern und verzichten muß. Lieber nimmt man Knochenverfall, Zahnverfall, entzündliche Erkrankungen, Dickleibigkeit, Mangelerkrankungen, Säureablagerungen und vieles mehr in Kauf - man kann ja eh nichts dagegen tun, das ist nunmal so. Dieser Brauch in unserer Gesellschaft Schokolade und Zuckerzeug als Zeichen der Liebe oder Wertschätzung zu verschenken, ist schon ziemlich abartig, wenn man sich bewußt macht, daß man eine Droge und schleichende Vergiftung verschenkt, da nur die wenigsten gelernt haben, tatsächlich bewußt und achtsam mit so einer Droge umzugehen. 

Mir kam beim Sehen der Weihnachtsfilme plötzlich so der Gedanke, was wohl passieren würde, wenn es genau jetzt, während des Lockdowns, richtig fett schneien würde. Da müßte man ja die Kinder quasi zuhause anbinden, damit sie nicht zu Hauf zu den wenigen Hügeln der Stadt rennen! Und ob Erwachsene dann noch etwas auf Kontaktbeschränkungen geben würden, ist auch die Frage... Mit meinem Neujahrstee aus dem Trendraider-Adventskalender habe ich für das neue Jahr den Spruch "Sei Realist, versuche das Unmögliche" gezogen. Na schauen wir mal - zur Zeit reicht es nicht mal für das Mögliche. 

Mittwoch, 30. Dezember 2020

Die Küchenpannen des Jahres

Für den Dezember gibt es mal kein Video mit Tanzausschnitten. Ich habe nicht so viel getanzt - es würde trotzdem für ein kurzes Video reichen, aber es wäre kaum neues dabei und ich will hier auch niemanden langweilen. Da der Dezember ein Monat der Rückblicke ist, ich aber nicht wirklich Lust habe, auf dieses Jahr zurückzublicken, starte ich lieber stattdessen eine lustige Rückschau auf meine besten Küchenpannen. Wenn sie keine ernsthaften Schäden hinterlassen, kann man ja ruhig darüber lachen. Und bei dieser Gelegenheit möchte ich mir selbst und meinem bruch- und verletzungsresistenten Luxuskörper danken, daß ich außer blauen Flecken, schmerzverzerrtem Gesicht und Muskelkater in diesem Tanzjahr keine negativen körperlichen Folgen zu beklagen hatte. Dafür nehme ich dann auch gerne in Kauf, daß er selten das macht, was ich will, und das Tempo einer Schnecke an den Tag legt, na ja, jedenfalls nicht jenes, welches mir vorschwebt. Um so wichtiger ist es, sich immer mal wieder bewußt zu machen, daß er das nicht macht, um mich zu ärgern, sondern um mich zu schützen und damit dafür sorgt, daß ich das Tanzen auch weiterhin genießen kann. Danke also für alles! 

Und meinen Lesern danke ich für die treue Begleitung durch die Höhen und Tiefen meiner sportlichen und sonstigen Transformation. Happy New Year!

Hier noch ein paar Zahlen - das Jahr begann ich mit 

64,6 kg -  24,4 Prozent Fett -  38,7 Prozent Muskeln    

Und ich schließe es mit

63,1 kg - 23,0 Prozent Fett - 40,6 Prozent Muskeln

Das Perfide ist ja, daß ich im letzten halben Jahr bis kurz vor Weihnachten bei 62,9 kg lag. Die Zahl jetzt ist mit "Weihnachts-Bonus". 

Küchenpannen 2020