ThingsGuide

Sonntag, 17. November 2019

Klickvieh im unendlichen Facebook-Nirvana

Da das Facebook-Instagram-Problem noch immer nicht gelöst und meine Bloglink weiterhin gesperrt ist, hatte ich, nachdem ich mehr als 30 Tage geduldig abwartete, mal den Kundensupport angeschrieben. Inzwischen mehrere Male. Keine Reaktion, weder eine Antwort noch sonst irgendeine Änderung. Ich fürchte so langsam, Facebook besteht tatsächlich nur noch aus Robotern und Algorithmen. Oder sie haben es einfach nicht mehr nötig, sich um Kunden zu kümmern, weil sie keine brauchen. Aber so ist das, wenn man Unternehmen zu mächtig werden läßt: irgendwann ist man halt nur noch Klickvieh. Allerdings glaube ich ja immer noch an ausgleichende Gerechtigkeit. Jeder Hype ist mal vorbei. Meine Recherchen im Internet ergaben, daß sowas wie bei mir wohl massenhaft vorkommt und es inzwischen sogar Rechtsanwälte für solche Fälle gibt. Diese sind der Meinung, daß Facebook es wegen anhängiger Rechtsverfahren direkt darauf ankommen läßt. Es werden selbst Kochrezepte oder künstlerische Seiten, bzw. Beiträge gesperrt. Es wird sogar der Rat gegeben, neben der Facebook-Seite immer auch ein Blog für solche "Notfälle" zu führen. Das ist ja bei mir sowieso der Fall und die Seite ist für mich eher nur ein Tool für das Blog wegen der Leute, die sich über Facebook informieren möchten. Aber trotzdem blöd, zumal ja auch mein Account bei Instagram davon betroffen ist. Und Antworten vom Support erhält man anscheinend generell nicht. Jedenfalls gibt es nur ganz wenige, die irgendwie mal dieses unverhoffte Glück hatten, im Gegensatz zu der großen Masse von Leuten, die gesperrt wurden, ohne jemals Gründe dafür erfahren zu haben.

Ich versuche es aber weiter und ihr könnt mich sogar dabei unterstützen, falls ihr der Meinung seid, daß dies ungerecht ist oder ihr euch ärgert, weil ihr keine Blogbeiträge über Facebook mehr erhaltet. Es dauert nicht länger als eine Minute. Kopiert dazu einen Link von meinem Blog, entweder die Blogadresse selbst oder einen Beitragslink, und versucht ihn über Facebook zu teilen. Dann erscheint eine Warnmeldung mit einem Link, wo ihr einen Fehler melden könnt - unter "teile uns das bitte mit". Wenn ihr darauf klickt, erscheint ein Formular, in welches ihr eintragen könnt, daß mein Blog sicher ist und kein Spam, am besten auf Englisch (unten seht ihr entsprechende Screenshots). Und abschicken. Vielleicht bewegt sich beim Facebook-Mikado dann mal jemand. Vielen Dank!

Facebook2

Facebook3

Freitag, 15. November 2019

Pussybässe, Hüftwärmer und Lebensunlust

Zur Zeit pflege ich eine sehr innige Beziehung zu meiner Wärmflasche, die zudem ein Schaf ist. Diese kommt fast überall mit hin, sogar mit ins Bett, weil mir selbst dort kalt ist. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, daß mir das nochmal passiert. Ansonsten ist meine Hauptbeschäftigung, mir Sorgen zu machen. Es ist definitiv nicht meine Lieblingsbeschäftigung, aber irgendwie kann ich gerade nicht anders. Dabei ist es nicht einmal der wiederhergestellte Zahn, der mir jetzt Sorgen macht, sondern mein einer kleiner Schneidezahn, auf dem sich die Zahnärztin bei der letzten Behandlung so heftig abgestützt hatte und von hinten gezogen hat, daß er jetzt schon seit Wochen herummuckert. Es sind keine starken Schmerzen und er war auch schon vorher ziemlich schmerzempflindlich gegenüber Druck, hat sich aber immer wieder beruhigt. Ich kann es aber gar nicht verstehen, warum man einfach keine Zahnärzte mehr findet, die umsichtig mit den Zähnen anderer umgehen. Gerade Zahnärzte müßten doch eigentlich am besten wissen, daß Zähne lebendig sind und von starken Krafteinwirkungen traumatisiert und gereizt werden können. Von meiner früheren Zahnärztin, die in Rente gegangen ist, kenne ich sowas nicht. Die hat immer ganz genau geguckt, wo sie sich abstützt und hat eher den Kiefer genommen oder sie hatte eine ganz spezielle "Schwitzkasten"-Technik, bei der sie den Kopf umfaßt und an ihre Brust gedrückt hat. Das mag vielleicht auch nicht jeder, aber den Zähnen ging es hinterher gut.
Meine neueren Erfahrungen mit Zahnärzten sind eher so, daß ich jetzt wieder viel mehr Angst selbst vor einfachen Behandlungen habe, aber gar nicht so sehr vor der Behandlung an sich, sondern vor allem daß man sich bei der Behandlung wie so ein Dummy fühlt, an dem ohne Umsicht "herumgefuhrwerkt" wird und die Zähne hinterher noch mehr weh tun. Ich empfinde das als sehr übergriffig und dazu kommt teilweise sogar noch verbaler und emotionaler Druck, wenn man mal etwas sagt oder etwas ablehnt. In zwei Wochen habe ich den nächsten Termin, wo der neu aufgebaute Zahn abgeschliffen wird, dann muß ich eine Woche mit Provisorium herumlaufen und dann habe ich den letzten Termin, wo ich eine richtige provisorische Langzeit-Krone bekomme. Bei meiner alten Zahnärztin hätte ich mir wegen solcher Termine kaum Gedanken gemacht, denn ich weiß ja, was passiert und daß das alles kein Problem ist. Aber wegen der letztgenannten Gründe belasten mich diese Termine enorm und das dauerhaft. Eigentlich kein guter Zustand, aber im Moment komme ich da auch nicht raus, wenn ich wieder einen vernünftigen Zahn haben möchte. Dazu kommt, daß ich inzwischen daran zweifle, ob es überhaupt noch Zahnärzte gibt und diese zu finden sind, die nicht nur handwerklich, sondern auch menschlich etwas draufhaben. Für eine Odyssee durch sämtlich Zahnarztpraxen Berlins habe ich irgendwie auch keine Nerven mehr. Ich frage mich, ob es anderen genauso geht, oder ob nur ich dieses schlechte Zahnarzt-Karma gerade habe. Vielleicht liegt es aber auch einfach an meiner hochsensiblen Persönlichkeit und anderen macht das alles gar nichts aus. Und wenn ich nicht so von meiner früheren Zahnärztin "verhätschelt" worden wäre, wüßte ich noch nicht einmal, daß es auch anders geht.

Dabei weiß doch ganz besonders ich, daß es Schlimmeres gibt, was passieren könnte und sowas eigentlich Luxus-Sorgen sind. Aber wenn solche Gedanken nicht wirklich helfen, denke ich manchmal - am besten alle Zähne raus und ich bin alle Sorgen los. Heutzutage gibt es ja genug Alternativen. Doch vermutlich ist es nur eine Illusion, daß man dann alle Sorgen los wäre, und es wäre wohl ziemlich kopflos, das Kind mit dem Bade auszuschütten, denn schließlich habe ich, neben den gefüllten, noch 15 völlig unangetastete und gesunde Zähne im Mund. Das finde ich für mein fortgeschrittenes Alter gar nicht soooo wenig, zumal ich nicht die unkaputtbaren Zähne meiner Großmutter geerbt habe. Diese war mit 86 zwar dement, hat aber alle ihre echten Zähne mit ins Grab genommen. Nur leider sind gefüllte Zähne eben immer geschwächt und gerade wenn man älter wird oder spezielle medizinische Therapien hinter sich hat, die auf die Knochen gehen, machen diese Zähne zuerst Probleme, wenn sie brüchiger werden und durch die Füllungen manche Zahnareale zu dünn sind und nicht mehr richtig versorgt werden. Wenn mich das alles so richtig ankotzt, dann frage ich mich schon manchmal, ob es das ist, wofür ich überlebt habe und ob es nicht besser wäre, ich hätte bereits alles hinter mir und müßte mich nicht mehr mit solchem Sch... beschäftigen. Das alles vergällt mir nicht nur das Essen im Moment, sondern meine ganze Stimmung.

Am Montag hatte ich den letzten Termin, wo nur der Zahn angeguckt wurde, und da es zeitlich günstig war, hatte ich mir vorher vorgenommen, hinterher ins Kino zu gehen um mich mit dem Film "Das perfekte Geheimnis" etwas abzulenken. Aber selbst bei diesem Termin war ich so durch den Wind, daß ich es hinterher völlig vergaß und es mir erst wieder einfiel, als ich fast zuhause war. Auf diesem Nachhauseweg traf ich drei Jungs, die wohl gerade aus der Schule kamen und die ein Handy vor sich her hielten, aus welchem lautstark Musik klang. Im Vorübergehen hörte ich, wie ein Junge zum anderen sagte: "Das sind doch Pussybässe!" Aha, wieder ein neues Wort gelernt, das habe ich vorher so noch nicht gehört.

Der einzige Lichtblick gerade ist der wöchentliche Tanzkurs, der genügend Lerninhalte hat und anstrengend genug ist, um mich wenigstens für kurze Zeit mal abzulenken. In der letzten Woche erstand ich extra für meinen Rücken und die kältere Jahreszeit einen fantastischen Hüftwärmer von Powolle.de. Nicht nur daß der Hüftwärmer aus Fleece ist, mollig warm und dabei durch die leichte A-Linie sogar noch gut aussieht und nicht so gequetscht wie irgendwelche Tubes - das beste ist der lange Klettverschluß, mit welchem man ihn einfach um die Hüfte wickeln kann ohne oben oder unten hineinschlüpfen zu müssen oder sonstige Verrenkungen. Ich habe ihn am Mittwoch ausprobiert und selbst bei der "Bodenakrobatik" hat alles super gehalten. Guter Kauf!

Hüftwärmer

Mittwoch, 30. Oktober 2019

Harte Landung

Am Freitag habe ich mal ein bißchen Astronaut gespielt und es war verdammt realistisch. Ich lag angeschnallt kopfüber auf einem Sessel, eine dicke Schutzbrille auf den Augen und von lauten Triebwerksgeräuschen umgeben. Ein Triebwerk, nämlich das des speziellen, wie es bei der Kinderzahnärztin immer hieß, Traktorbohrers, hat mir in dieser Lage solche Vibrationen ins Hirn gehämmert, daß mir schwindlig wurde und ich kurzzeitig dachte, ich werde bewußtlos. Natürlich war ich betäubt und es hat nicht weh getan, aber wenn man so kopfüber liegt, scheinen die Vibrationen dieses Bohrers direkt ins Gehirn abgeleitet zu werden. Da ich mich aber nicht weiter bemerkbar machen konnte und diese Zahnärztin sowieso nicht viel Geduld mit irgendwelchen Ängsten oder Zipperlein hat, habe ich nur die Augen zusammengekniffen und dachte, die werden schon merken, wenn ich tatsächlich bewußtlos werde. Aber immerhin die Zahnärztin hatte ihren Spaß. Ich glaube, sie fand es so richtig gut, mal knifflig herausgefordert zu werden.

Der Zahn ist jetzt wurzelbehandelt und als kleiner Stummel wiederaufgebaut. Das Problem ist nur, daß eine provisorische Krone erst nach einem halben Jahr von den Kassen bezahlt wird und dieser Aufbau mich so viel Geld gekostet hat, daß ich mich gar nicht traue, darauf zu kauen, weil dann alles für die Katz war, wenn ich das Teil verliere. Aber ein halbes Jahr lang nur Suppen und Brei essen? Ich habe jetzt schon genug davon. Ich kriege immer mehr Hieper, ganz besonders auf ungesunde Sachen wie Brot - Honigbrot, Marmeladenbrot, Käsebrot, Fischbrot.. Aber gerade an Brot habe ich mir alle meine bisher beschädigten Zähne ausgebissen. Ich habe jetzt vollkommen entnervt kurzerhand meinen Brotbackautomaten in die Tonne gekloppt und mir geschworen, daß dies das letzte Mal war, zumal ich eh lieber im Backofen backe und dann auch die Kruste nicht ganz so hart und dick wird wie im Automaten. Zudem verreise ich im Dezember und möchte nicht am Hotel-Buffett verhungern. Deshalb habe ich gesagt, ich möchte so schnell wie möglich ein Provisorium, nur muß ich dieses dann ebenfalls selbst zahlen. Das wird in diesem Jahr ein wirklich teures Weihnachtsgeschenk für mich. Und vernünftig aussehen soll es natürlich auch noch. Die Sorgen nehmen also noch immer kein Ende.

Wenigstens habe ich inzwischen das neue Kabel und Telefon und Internet funktionieren damit, allerdings ist es noch nicht richtig verlegt und es sieht hier aus wie Kraut und Rüben, weil es durch zwei offene Türen provisorisch verläuft und alles an Kabeln und Router verstreut auf dem Teppich herumliegt.

SpaceOddity-Freestyle

Donnerstag, 24. Oktober 2019

Über den Boden fliegen und ganz neue Seiten

Die letzte Nacht war mal wieder eine 444-Nacht, d.h. ich bin aufgewacht und habe um 4:44 h unwissentlich auf die Uhr geschaut. Der Kurs gestern nach den Ferien war super, weil ich dadurch, daß der Rücken besser ist, viel schöner mitmachen konnte und es dann natürlich auch gleich mehr Spaß macht. Allerdings hat sich der Rücken nach dem Kurs wieder ein bißchen wie vom Laster überfahren angefühlt, ich hoffe jedoch, wenn ich ihm zwischendurch genug Ruhe gönne, daß er sich dann schnell beruhigt und das nur noch die Nachwehen sind. Die Kursleiterin wollte mir erst verbieten, die eine etwas schwierigere Bewegung auf dem Boden mitzuüben, weil man dazu mit den Füßen auf den Boden kommen muß. Das fand ich gar nicht gut, aber ich konnte sie überzeugen, daß ich inzwischen die Füße wieder auf den Boden bekomme, wenn ich es auch nicht lange halten kann. Dann durfte ich doch mitmachen und mit Hilfestellung habe ich es sogar einmal richtig hinbekommen, allerdings hatte ich hinterher keinen Schimmer, was ich eigentlich da gemacht habe. Wir waren gestern insgesamt nur zu dritt, was natürlich für einen Schüler toll ist, wenn so viele Kapazitäten für persönliche Hilfestellungen vorhanden sind. Später zu Hause fiel mir auf, daß es früher in der Schule nie vorgekommen ist, daß ich einen Lehrer angebettelt habe, etwas mitmachen zu dürfen. Eher das Gegenteil war der Fall. Das war wohl eine wirkliche Premiere.

Später habe wir mit der Tanzchoreo weitergemacht und sollten ganz ohne Ansage, Vormachen und ohne Einzählen alleine tanzen, dabei aber gleichzeitig auf den anderen achten. Oh weh! Die Choreo ist dabei nicht das Problem, die habe ich weitestgehend drauf. Aber es hat schon seine Gründe, warum ich Paartanz sehr viel weniger mag. Es ist einfach zu viel Information für mich, wenn ich noch auf jemand anderen achten soll als nur auf die Musik. Und die Musik, zu der wir tanzen, ist auch keine wirkliche Hilfe, um irgendwie synchron zu bleiben, da es keine richtige Struktur und keinen Anfangspunkt gibt. Dazu stehe ich gerne ganz am Ende der Halle, wo ich in der Richtung, in der wir teilweise tanzen, niemanden vor mir habe. Das gefällt mir, denn so lenken mich andere weniger ab. Allerdings muß ich dann natürlich doch ständig nach hinten gucken, wie weit der oder die Mittänzer sind. Ich kann mir aber kaum vorstellen, daß es so gewollt ist, daß man dauernd nach hinten guckt. Eigentlich sollte ich mich darauf verlassen können, daß die anderen sich dann an mir orientieren.
Aber der Kursleiterin hat es gefallen. Sie meinte, sie ist stolz auf uns. Na das hört man doch gerne von seinen Lehrern! Und das, obwohl es sich immer noch weniger wie über den Boden fliegen anfühlt, als vielmehr über den Boden kriechen. Und dennoch habe ich das Gefühl, daß alleine schon dadurch, daß man es tut, sich Dinge im Körper verändern. So als würde der Körper denken: "Halt mal! Was sind das denn für komische Bewegungen, die die da plötzlich dauernd macht. Die kenne ich ja gar nicht! Achtung, Achtung an alle! Generalversammlung! Wir brauchen ganz dringend eine Umstrukturierung."

Heute ließ mir die Sache mit der verdrehten Figur keine Ruhe und ich wollte ihr auf den Grund gehen. Erst probierte ich auf dem Wohnzimmerteppich, wo ich aber wieder nur zur Seite plumpste, bis ich begriff, daß ich gar nicht über die Schulter rolle, sondern mit der Schulter nur einen Halbkreis auf dem Boden schiebe oder rutsche. Über die Schulter gerollt bin ich zuerst, aber die Kursleiterin meinte, das sei etwas anderes und diese Verdrehung, die wir machen sollen, ist einfacher (also wenn man erstmal weiß, wie). Das geht auf Teppich natürlich nicht, weshalb ich in die Küche ging und dort probierte. Links bekam ich es auch sofort richtig hin, aber rechts ging erstmal überhaupt nichts. Irgendwann habe ich es rechts doch hinbekommen, das war aber eine schwere Geburt, wie man auf dem Video sieht. Verstehe ich gar nicht, warum das so ist, vielleicht habe ich auf einer Seite irgendein Muskeldefizit. Auf dem Video halte ich auch noch ein paar Selbstgespräche mit mir, aber das ist normal und kein Grund zur Besorgnis.

Bodenturnen

Mittwoch, 23. Oktober 2019

Skyfall

Eigentlich wollte ich diesen Eintrag bereits gestern posten, aber da war dann das Handy-Budget tatsächlich schon aufgebraucht und keine Verbindung zum Internet möglich. Heute habe ich erstmal verschiedene alte umts-Karten getestet, um zu sehen, ob man damit noch eine Verbindung bekommt, was natürlich nicht funktionierte, bis ich sah, daß ich einen Vodafon-Hotspot in der Netzwerkliste habe und darüber ganz einfach Surftickets bestellen kann. Ich habe ein Wochenticket bestellt, in der Hoffnung, bis dahin habe ich das Kabel und es läuft wieder alles. Besonders viel Spaß macht das aber nicht - total langsam und ständig Verbindungsabbrüche. Es erinnert mich jetzt total an die Zeit, als man noch mit einem quiekenden Modem surfte und dann nicht mehr telefonieren konnte. Trotzdem wußte ich gar nicht, daß es sowas gibt. Mit dem Chaos komme ich nun anscheinend erstmals in Verbindung mit der neuesten Technik, die ich bisher noch nicht kannte. Hätte aber meinetwegen nicht sein müssen. Es war alles gut so, wie es war. Und meine Nerven brauche ich noch für andere Dinge:

Das Chaos hat mich fest im Griff und breitet sich immer mehr aus. Nicht nur, daß ich immer noch nur Suppen und Brei esse, da ich nichts richtig kauen kann, so habe ich jetzt auch kein Telefon und Internet mehr. Telekom sei Dank, da sie mich zwangsgekündigt haben, damit ich einen neuen Tarif abschließe. Das habe ich auch getan, zu genau demselben Preis wie der frühere Tarif, nur brauche ich, wie ich vermute, ein neues Kabel für den Router (jedenfalls hoffe ich, daß es nur daran liegt). Mit dem alten Kabel geht gar nichts mehr.  Außerdem muß ich die Wand wieder aufstemmen und das Loch für das Kabel vergrößern, da der Stecker größer ist und ich die Telefondose nicht im Zimmer habe, in welchem auch mein Router steht. Und diese ganzen Aktivitäten quasi für nichts, weder die noch ich haben irgendeinen Vorteil davon. Bestellen kann ich das Kabel aber auch noch nicht, weil ich erstmal den Zahnarztbesuch überstanden haben muß, um zu Hause anwesend zu sein. Mein Handy-Internettarif ist ebenfalls bald down. Falls also kein Lebenszeichen mehr kommt - vermutlich bin ich nicht an derr Wurzelbehandlung gestorben, sondern nur von der Welt abgeschnitten. Komischerweise lassen mich aber trotz des ganzen Ärgers solche Dinge (von denen es zur Zeit noch einige mehr gibt, da irgendwie im Moment fast alles schief läuft), wenn es keine körperlichen Probleme sind, gerade relativ kalt. Wirklich den Kopf zerbreche ich mir nur über meine Gesundheit, die mich ebenfalls noch jede Woche vor neue Überraschungen stellt - alles andere kann warten.

Wenn ich mich nicht bewege, fühlt sich mein Rücken immerhin relativ normal an, weshalb ich mir dachte, ich könnte es doch wieder mit dem Tanzen probieren. Ich wollte mal die Choreos aus dem Kurs durchgehen, weil ich das Gefühl hatte, einiges vergessen zu haben. Nun kann ich die Sachen auf dem Boden eh nicht ohne Unterbrechung durchtanzen, da der Platz fehlt, also mache ich das nur so andeutungsweise oder in kleinen Teilen. Aber sobald ich auf dem Boden getanzt hatte, begann der Rücken, bzw. das Becken erneut stärker zu schmerzen - doof. Zu allem Überfluß sieht man in der Küche auf dem Boden liegend den ganzen Dreck, der an den Unterseiten von Schubladen und Schränken klebt. Kaum bin ich oben, fange ich dann erstmal an zu putzen. Trotzdem hatte ich noch Lust zu tanzen und habe einiges an Freestyle gemacht, aber nur lyrisch, irgendwie passt das zur Zeit besser, das Locker-Flockige kann ich gerade nicht so richtig. Dabei ist mir aber aufgefallen, daß ich schon viel schneller und mehr auf dem Boden tanze, und das ohne daß es mich so schwerfällig fühle und es so anstrengend ist wie früher. Also entweder habe ich bereits mehr von den nötigen Muskeln entwickelt oder es ist tatsächlich reine Gewohnheitssache und ich hab inzwischen überall genug Schwielen. Jedenfalls verändert sich etwas. Ok, ich weiß, es sieht immer noch aus wie ein Unfall, aber für mich fühlt es sich schon ganz anders an. Wenn es jetzt noch wieder schmerzfrei ginge, wäre es perfekt. Obwohl nein, perfekt wäre es, wenn ich außerdem genug Platz dafür hätte. Aber nun möchte ich bitteschön auch eine Rolle als Vorspann-Tänzerin im nächsten Bond-Film. Und ich beantrage, daß alle Tänzerinnen und auch alle Bond-Girls Schurwoll-Boots tragen. *lol*

Skyfall