ThingsGuide

Mittwoch, 15. September 2021

Geheime und offene Briefe

Die "Bild" hat ein >>neues Geheimpapier aus dem Finanzministerium aufgetan, aus welchem starke Anhaltspunkte hervorgehen, daß es ab Herbst wohl vor allem im Bereich Großveranstaltungen und Messen wieder zu neuen Beschränkungen und Teil-Lockdowns kommen wird - und dies allein aufgrund der Inzidenz. Nun ja, mich wundert sowas alles nicht, denn es ist ja bekannt, wie es im letzten Jahr lief und was da alles versprochen wurde. Natürlich kann man davon ausgehen, daß es für bestimmte Branchen wieder zu Einschränkungen kommen wird, an erster Stelle vermutlich wie immer der Kulturbereich, und wenn trotz gegenteiliger Versprechungen auch diesmal nicht neue Parameter zur Bewertung herangezogen werden, sondern ausschließlich die Inzidenz, würde es mich ebenfalls nicht wundern. Es würde mich nicht einmal wundern, wenn es in drei Jahren kaum noch eigenständige Kultur gibt. Bleibt mehr Zeit und Geld für die großen Tech- und Industriekonzerne über, was diese sicherlich freut. Es bleibt nur abzuwarten, ob die Menschen das tatsächlich als angemessenen Ersatz empfinden. Könnte aber durchaus sein, daß die Mehrheit inzwischen mit pädophilen Plattformen wie Netflix und Co. zufrieden ist und mehr Horizont gar nicht braucht und will. Das würde dann auch zum Wissensstand passen. 

Von dem, was unsere Politiker so von sich geben, glaube ich inzwischen gar nichts mehr, selbst wenn ihnen zwischendurch mal die Wahrheit entschlüpft, wie letztens Jens Spahn, als er meinte, wenn wir die Geimpften testen, dann ist die Pandemie nie zuende. Je größer das Lügengebäude, um so schwerer wird es halt, sich nicht hier und dort zu verplappern. Aber wie der eine Moderator im Bild-Video richtig bemerkt, ist es doch seltsam, wie direkt vor der Wahl gesagt wird, daß es keine neuen Lockdowns mehr geben wird. Denn wenn die Bevölkerung tatsächlich so hinter allen Maßnahmen steht und sogar noch härtere und strengere möchte, wie behauptet wird, müßte man ja eigentlich vor der Wahl genau das Gegenteil versprechen. 

Seltsam ist es auch, daß entgegen der Aussage Jens Spahns und den offiziellen Zahlen sämtlicher Länder der restlichen Welt, die Zahlen in Deutschland so ganz anders aussehen, was Infektionen bei Geimpften betrifft. Da fragt man sich schon, ob das Virus in Deutschland irgendeine Sonderform ist und woher es so genau weiß, wann es in Deutschland und wann in einem anderen Land ist. Oder ob man den Zahlen überhaupt trauen kann. Die ganze Pandemie hindurch wurde ja bereits die sehr mangelhafte Erhebung von belastbaren Zahlen bemängelt. Ein Unding ist auch, daß bis heute nicht die Todesursachenstatistik 2020 vorliegt, obwohl das ebenfalls enorm wichtige Zahlen im Zusammenhang mit den getroffenen Maßnahmen wären, die eigentlich möglichst zeitnah vorliegen sollten. Stattdessen wird genau während einer Pandemie, wo diese Zahlen also wirklich wichtige Informationen wären, die Veröffentlichung bis nach der Wahl verschoben. Genauso absurd wie der Intensivbettenabbau während einer Pandemie. 

Was die verschiedenen Zahlen der Pandemie betrifft, kann ich wärmstens das Video "Die Pandemie in Rohdaten" empfehlen, das ich mich selbst lange gesträubt habe anzuschauen, da es über fast anderthalb Stunden geht und so scharf bin ich auf Zahlen und Statistiken nun wirklich nicht. Doch da das Video ständig von Youtube gelöscht wurde, habe ich doch mal reingeschaut und konnte dann nicht mehr aufhören bis zum Ende. Ähnliche Videos mit diversen Statistiken gibt es ja wie Sand am Meer, aber herausragend an diesem Video ist, daß hier wirklich gut verständlich erklärt wird, woher die Zahlen stammen, wie diese gewichtet und geprüft werden und wie die Verarbeitung erfolgte, man bekommt also nicht nur irgendwelche Graphen und Zahlen vor die Nase gehalten. Warum es allerdings ständig zensiert wurde, kann ich nicht nachvollziehen, denn im Grunde beschreibt hier nur jemand, der bereits seit Jahren beruflich mit Datenverarbeitung zu tun hat, wie er aufgrund einer Meinungsverschiedenheit angeregt wurde, sich mit den Zahlen genauer zu befassen, wie bei ihm dadurch diverse Fragen aufgeworfen wurden und welche Schlußfolgerungen er selbst daraus gezogen hat. Außerdem berichtet er von seinen bisherigen beruflichen Erfahrungen, wie in der Politik mit Zahlen umgegangen wird und beschreibt sehr verständlich den Trick, mit welchem die Pharmaindustrie gerne das Ergebnis von Studien besser aussehen läßt, als es ist. Der Trick ist allerdings nicht neu - >>er wird bereits im Buch "Die Wissenschaftslüge" von einem Schulmediziner erklärt (jedoch nicht so gut wie im Video)

Einen offenen Brief an die Politik dagegen schrieben viele Ärzte, Künstler und andere, darunter einige illustre Persönlichkeiten wie der Virologe Klaus Stöhr, Paul van Dyk und Jörg Thadeusz, in welchem die Fragen gestellt werden, die sich wohl jeder schon gestellt hat, der einen eigenen Kopf zum Denken hat und diesen auch benutzt. Ich befürchte allerdings, daß sie keine Antwort erhalten werden, erst recht nicht vor der Wahl:

>>"Expertenrat: Welche konkreten Maßnahmen plant Ihre Partei, dass die künftige Corona-Politik begleitet wird durch einen Expertenrat, der sich aus allen betroffenen Disziplinen zusammensetzt: Expertinnen und Experten aus Medizin, Statistik, Virologie und Epidemiologie, aber auch Soziologie, Verhaltenspsychologie, Pädagogik, Kultur, Ökonomie, Politologie sowie Juristinnen und Juristen?...

....Warum ist das Robert-Koch-Institut – anders als beispielsweise die Datenschutzbehörden - keine unabhängige Behörde, sondern dem Bundesministerium für Gesundheit unterstellt?...

...Enquetekommission: Was tut Ihre Partei dafür, dass der nächste Bundestag eine Enquetekommission einsetzt zur Untersuchung der Versäumnisse, die es bei der Bewältigung der Corona-Krise gegeben hat und weiterhin gibt, und zur Ausarbeitung von institutionellen, strukturellen, gesundheits- und rechtspolitischen Vorschlägen für Reformen und Veränderungen?...

...Bürgerrechte: Welche Ideen für ein Konzept hat Ihre Partei, wie es sich vermeiden lässt, dass Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten hinter verschlossenen Türen Entscheidungen über Corona-Maßnahmen treffen, die tief in das Leben und in die Grundrechte der Bürger eingreifen? Wie lassen sich Transparenz, demokratische Prozesse, öffentliche Kommunikation und verhältnismäßige Abwägungen besser gewährleisten?"

Sonntag, 12. September 2021

Libertango

Ich frage mich ja immer, wenn ich Aufnahmen dieses Stückes mit Dirigenten sehe, wie die Dirigenten es schaffen, ihre Tanzanwandlungen beim Dirigieren zu unterdrücken. Beim unten verlinkten Beispiel sind die eindeutig zu sehen. Die darunter verlinkte Version ist vor allem optisch sehr ansprechend. 

Es waren bestimmt fünfzehn Male, die ich heute zu diesem Stück getanzt habe. Ich finde, man kriegt davon nie genug. Als ich abends nach verschiedenen Versionen auf Youtube suchte, hätte ich gleich weitermachen können. Irgendwie ist diese Musik wie das Leben - ein ständiger Wechsel von Weichheit und Härte, Schwäche und Stolz. Aber das war im heutigen Programm noch nicht alles. Dazu kam noch Flamenco und nur wenig sonstiger Freestyle, so drei bis vier Lieder. Eigentlich wollte ich nur "ein Stündchen" tanzen und ein paar Einfälle durchprobieren und bevor man sich versieht, sind schon wieder vier Stunden um. 


Donnerstag, 9. September 2021

Viel zu tun

Wow, was für ein traumhafter Spätsommertag war das heute! Da wird man leider auch ein wenig wehmütig mit dem Wissen, daß es vielleicht einer der letzten Sommertage war. Und für den Herbst bin ich in diesem Jahr noch überhaupt nicht bereit. 

In meinem Online-Tanzstudio läuft in diesem Monat ein Move Marathon. Wenn ich dabei mitmache, hätte ich aber fett zu tun, denn es geht um 72 Moves, die es zu lernen gilt. Finde ich ganz schön viel, auch wenn die Moves-Videos eher kürzer sind. Dabei komme ich schon kaum mit der Verarbeitung meiner eigenen Videos hinterher. Das kostet einfach enorm viel Zeit, alleine um noch einmal alles anzuschauen, die ich gar nicht mehr so gewillt bin zu opfern, denn Ideen habe ich bereits derart massig gesammelt, daß ich jahrelang gut damit versorgt wäre.

Gestern abend saß ich wieder Stunden an der Durchsicht der letzten Videos und nebenbei lief der History Channel mit einer Sendung, in welcher irgendwelche Antiquitätenjäger durch Amerika gondeln. Ich weiß nicht, wie die heißt, aber zwischendurch bekam ich immer mit, welches "Super-Zeug" sie als nächstes ergattert hatten. Komisch, dachte ich, für mich sieht das einfach nur alles wie Schrott aus. Ich würde das in die Tonne kloppen. Seltsam, was die Leute so alles sammeln. Doch dann befanden sie sich im Haus eines ehemaligen Tänzer-Ehepaars, in welchem nun der Sohn lebte. Das erste bemerkenswerte Fundstück war die Tapete eines Zimmers, die aus bunten Einladungen zu Tanzveranstaltungen bestand. Die eine Antiquitätenjägerin war so verliebt in die Tapete, daß sie diese sofort in Streifen von den Wänden riß. Da früher Mehlgemisch verwendet wurde, ging das auch sehr einfach. Doch darunter war noch eine viel bessere Tapete, nämlich eine mit Noten und Tanzschritten, ich glaube, für den Square-Dance. Schließlich fanden sie ein Regal, welches bis oben hin gefüllt mit Ordnern war, in welchen das Tänzer-Ehepaar fein säuberlich alle ihre Choreographien und Fotos archiviert hatte. Und das war wirklich viel, da sie neben Aufführungen in der Gemeinde auch Kindern Unterricht gegeben hatten. Was für ein unglaublicher Schatz! Da beginnt das Tänzer-Herz zu hüpfen und ich stellte mir vor, wie spannend es wäre, darin zu stöbern. Der Sohn meinte dagegen nur: "Ach, das interessiert doch niemanden." Na ja, die Antiquitätenjägerin sah das anders und kaufte das gesamte Lebenswerk dieses Paares auf. 

Irgendwie hat das Tanzen auch etwas Tragisches an sich, weil es so flüchtig ist, noch flüchtiger als anderes. Da gibt jemand sein Herzblut und seinen Körper dafür und es bleibt weiter nichts, als verstaubtes Papier und ein paar Fotos. Man kann das nicht mal mit Büchern, Romanen oder Bildern vergleichen, denn diese tragen das Leben in sich selbst. Choreographien dagegen müssen erst wieder zum Leben erweckt werden, brauchen neue Körper, damit sie etwas erzählen. Und früher wurde natürlich nicht so viel gefilmt wie heute. Und trotzdem sind auch Videos und Filme, zumindest für den Tänzer selbst, vermutlich nur eine müde Erinnerung eines einmaligen Moments, der vergangen ist. 

Moves Marathon Month

Montag, 6. September 2021

Politisch-musikalische Verirrung

Na ja, daß man mit dem Musik-O-Mat keine ernsthaften Ergebnisse bekommt, ist einem ja doch von vornherein klar. Meinen Musik-Geschmack sollte ich beim Wählen mal schön weglassen. 

Musik-O-Mat

Die Ergebnisse des Wahl-O-Mats kommen der Sache schon näher. An der Spitze steht mit 75 Prozent die Tierschutzallianz und als erste der großen Parteien Die Linke mit 68,2 Prozent. Das Schlußlicht ist die AfD mit 36,4 Prozent. Allerdings wundere ich mich, daß die SPD mit 54,5 Prozent noch so weit oben bei mir vertreten ist. Eigentlich sollten die sich ebenfalls unter "ferner liefen" einreihen. Ich habe das Gedächtnis eines Elefanten und wenn man das Gegenteil dessen macht, wofür man angeblich steht und was man erzählt, dann vergesse ich das nie. Bei der FDP dagegen weiß man wenigstens, was man kriegt, weil es auch genauso drauf steht und gesagt wird - die sind nicht so eine getarnte Venusfliegenfalle für eine frustrierte Mittel- und Unterschicht. 

Die ÖDP übrigens, die Ökologisch-Demokratische Partei, hat mich letztens zu einem Meeting eingeladen. Es ging direkt um Projekte und mögliche Verbesserungen in Berlin, mit Vortrag und Diskussion. Allerdings hätte ich mir zur Teilnahme eine App herunterladen müssen. Und daran ist dann meine politische Mitwirkung gleich schon wieder gescheitert. 

Meine Mutter (87) hat seit Jahren nicht mehr gewählt, weil sie meint, es gibt gar nichts mehr, was man noch wählen kann. Ich hatte sie mehr oder weniger überredet, wenigstens nun bei der Bundestagswahl zu wählen, aber sie ist jetzt bereits wieder ein "Wackelkandidat", weil sie nach dem Triell im Fernsehen nur die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen hat, da diese "drei merkwürdigen Gestalten" doch nicht wählbar seien. "Die Baerbock quasselt ja jeden in Grund und Boden!" Außerdem ist diese mit ihrem abartig unmoralischem Gerede über unsolidarisches Verhalten von Ungeimpften eh schon bei ihr unten durch. Ich habe ihr dann versucht zu erklären, daß sie sich nicht zwischen diesen drei Gestalten entscheiden muß, sondern daß sie auch eine Partei wählen kann, die sie als Opposition stark im Bundestag vertreten haben möchte. "Achso, hm, stimmt." Außerdem könne sie natürlich auch eine kleinere Partei wählen, um diese zu unterstützen, natürlich auf die Gefahr hin, daß diese die Prozenthürde nicht schafft. "Aber man kennt ja diese Parteien alle gar nicht und weiß nicht, was dahinter steckt." Ich habe ihr darauf angeboten, über mich am Telefon den Wahl-O-Mat zu befragen und ich las ihr alle Punkte vor, erklärte diese und loggte die Antworten ein. Als ich ihr die Frage stellte, ob Cannabis legalisiert werden solle, sie so: "Hm, wofür braucht man Cannabis?" Und sie ist strengstens für eine Besteuerung digitaler Dienstleistungen. Bei ihr kamen dann ellenlang nur kleine Parteien, sogar die Piraten waren noch vor der ersten großen Partei vertreten. Dies war Die Linke mit 62,3 Prozent. Und das Schlußlicht bei ihr ist die FDP mit 39,5 Prozent. Ob sie aber wählen wird, steht weiterhin in den Sternen. 

Sonntag, 5. September 2021

Die Kunst, ein Egoist zu sein

>>Den Beitragstitel habe ich mir vom gleichnamigen Buch von Josef Kirschner geklaut, das mir heute wieder beim Aufräumen in die Hände gefallen ist. Und ich finde, da stehen gerade für die jetzige Zeit ziemlich wertvolle Dinge drin. Allerdings ist es etwas wirr und unstrukturiert geschrieben, weshalb ich mir meine eigenen strukturierten Gedanken dazu gemacht habe:

1. Jeder Mensch besitzt ein Ego und ist ein Egoist, denn das Ego wirkt stets sowohl bewußt als auch unbewußt.

2. Das Ego an sich ist erst einmal etwas grundlegend Gutes, denn es ist unser Instinkt, der für das Überleben und die Erfüllung unserer Bedürfnisse sorgt und sofort Alarm schlägt, wenn irgendwo ein Mangel herrscht oder eine Gefahr auftaucht. 

3. Die meisten Menschen leben ihr Ego unbewußt, d.h. sie identifizieren sich damit und werden dadurch von ihrem Ego angetrieben bis hin zu sehr schädlichen Verhaltensweisen. 

4. Schädliche Verhaltensweisen können sich in aktiver und passiver Form zeigen. Ein aktiv negativer Egoist mißbraucht, manipuliert und unterdrückt andere zur Erfüllung seiner eigenen Bedürfnisse, sei es Sicherheit, Selbstwert oder Materielles. Dies sind auch die Menschen, die gerne Egoismus bei anderen als etwas Negatives kritisieren. Und auf sie springen besonders leicht passiv negative Egoisten an, d.h. Menschen, die sich unterwerfen, opfern und ihre eigenen Bedürfnisse verleugnen. Die Angst haben, als Egoist zu gelten. Allerdings tun sie das eben auch aus Egoismus, nämlich um Bedürfnisse wie Sicherheit, Zugehörigkeit, Anerkennung usw. zu stillen. 

5. Sobald man sich seines Egos bewußt wird, es annimmt und integriert, erkennt man dessen destruktiven Verhaltensweisen, die sowohl aktiv als auch passiv zu emotionaler Abhängigkeit, Frustration und Energieverlust führen. Das ist die Chance für einen neuen positiven Egoismus. Denn wenn man sieht, welchen Preis man dafür bezahlt, daß man sich auf diese Weise Sicherheit oder anderes verschafft, möchte man nicht mehr dahin zurück und macht damit die Bahn frei für wahre Selbstverwirklichung, die ebenfalls ein menschliches Bedürfnis ist.

6. Auf positive Weise gelebt äußert sich das Ego jetzt in der Entscheidung zu einer radikalen Übernahme der Verantwortung für sich selbst, statt die Verantwortung anderen zu überlassen und sich dadurch abhängig zu machen. Dies geschieht durch konsequente Selbstfürsorge, die aber anderen dieses Recht auf Selbstfürsorge und Selbstverantwortung genauso zugesteht, da die eigene Bedürfniserfüllung nicht mehr primär auf dem Verhalten anderer beruht.

7. Aus der Fülle der inneren Freiheit heraus, hat man mehr zu geben und gibt automatisch mehr, als wenn man sich selbst beschränkt, ignoriert und klein hält, um anderen zu gefallen, oder aber Angst haben muß, seine Macht über andere zu verlieren. Es kommt also allen zugute. Gleichzeitig kann man aber auch konsequent 'Nein' sagen, wo es darum geht die eigene Energie zu beschützen, und gibt somit anderen die Chance, ebenfalls mehr Verantwortung für sich selbst zu übernehmen.

8. Kurz gesagt: negativer Egoismus ist durch destruktive Verhaltensweisen gekennzeichnet, wie Dominanz, Unterwerfung, Machtmißbrauch, Manipulation, Aufopferung, Selbstverleugnung - positiver Egoismus dagegen ist reine Selbstfürsorge, die nicht Erwartungen an das Verhalten oder die Meinung anderer primär zur Grundlage, bzw. als Ziel hat, und genau deshalb sich selbst als auch anderen maximalen Respekt und Freiheit schenkt. 


Aber hier noch ein paar Ausschnitte aus dem Buch:

"Was immer auch von der Notwendigkeit geredet wird, sich der Mitwelt anzupassen, es sollte niemanden darüber hinwegtäuschen, daß nur wir selbst für uns verantwortlich sind. Es mag für einige Zeit Befriedigung bringen, unsere Ideen, unsere ganze Arbeitskraft und unseren Leistungswillen für Ziele einzusetzen, die andere festgelegt haben. Wenn wir aber nichts mehr zu geben haben, wird sich niemand mehr um uns kümmern....Deshalb ist es das Recht jedes einzelnen, sich seiner eigenen Wünsche und Ziele, seiner wahren Bedürfnisse und Freuden bewußt zu werden und sie sich jeden Tag zu erfüllen. Damit er sich nicht eines Tages sagen muß: Ich habe gelebt, aber es war nicht mein Leben....

...Wir leben in einer Zeit, in der immer mehr Menschen immer weniger Zeit für jene Dinge haben, die für sie wichtig sind. Das hat verschiedene Gründe. Zwei davon sind:

- Sie machen sich so sehr vom Urteil anderer abhängig, daß sie selbst nicht mehr unterscheiden können, was für sie wirklich wichtig ist und was nicht. Sie halten vieles nur deshalb für wichtig, weil andere es für wichtig halten.

- Sie weichen wichtigen Problemen aus, weil sie Angst haben, sie nicht bewältigen zu können. Als Alibi beschäftigen sie sich eifrig mit Nebensächlichkeiten. So, als könnte die Erledigung von tausend Nebensächlichkeiten die Lösung eines wichtigen Problems ersetzen...

...Heilverkünder aller Art, Politiker, Werbeleute und überhaupt alle, die eine einzig richtige Wahrheit zu verkünden haben, machen sich das zunutze. Sie wissen genau, was den Menschen fehlt. Es ist die Fähigkeit, für sich selbst zu denken und zu erkennen, was für sie richtig ist. Wer sich auf diese Weise von anderen leiten läßt, kann niemals das Leben führen, das er führen möchte....Denn er lebt unter dem Zwang, alles als Unrecht anzusehen, was andere ihm nicht erlauben....

...Um zu erkennen, was für uns wichtig, was weniger wichtig oder was nutzlos ist, müssen wir zu allem, was in unserem Leben eine Rolle spielt, eindeutig Stellung beziehen. Unabhängig von den Wertmaßstäben anderer müssen wir unsere eigenen Wertmaßstäbe finden...

...Verzichten Sie lieber auf etwas, ehe Sie sich damit erpressen lassen....Wenn jemand Sie veranlassen möchte, etwas zu tun, was Sie nicht für richtig halten, und sich dabei auf Ihre Ehre, auf Fairneß oder Ihre Ehrlichkeit beruft, sollten Sie sich nicht scheuen, darauf zu verzichten, in seinen Augen als ehrenhaft, fair oder ehrlich zu gelten. Es geht darum, auf einen kurzfristigen oder scheinbaren Vorteil zu verzichten, um sich einen dauerhaften Vorteil zu sichern. Dieser dauerhafte Vorteil ist die Sicherheit in Ihrem Revier. Dieser Vorteil sollte jeden notwendigen Verzicht rechtfertigen....Verzicht wird nur allzuoft als Schwäche ausgelegt. Hier jedoch soll gezeigt werden, wie er als wirkungsvolles Instrument der Verteidigung nutzbringend eingesetzt werden kann....Schließlich wendet er (der Erpresser) die versteckte oder die offene Drohung an. Irgendwo kommt in solchen Fällen immer der Punkt der ausschlaggebenden  Konfrontation, an dem es sich entscheidet: Er oder ich..."

Die drei Prinzipien zur Verteidigung des eigenen Reviers:

1. "Ich bin für jeden, egal, welche Art von Autorität er für sich in Anspruch nimmt, ein gleichwertiger Partner und lasse mich durch kein Ritual der Unterwerfung einschüchtern."

2. "Für jeden und alles, was sich mir als einzige Autorität auf irgendeinem Gebiet anbietet, suche ich nach Alternativen....Viele Menschen unterwerfen sich willig allen möglichen Diktaturen, nur weil sie zu bequem sind, nach Alternativen zu suchen. Sie schimpfen, aber kaufen. Sie jammern, aber liefern sich doch ohne Gegenwehr den Leuten aus, die sich ihre Abhängigkeit zunutze machen."

3. "Ich verteidige mich gegen die Unterwerfungsversuche von Autoritätspersonen durch umfassende Information...Gleichgültig, was wir sind und welche Schulbildung wir haben, niemand kann uns daran hindern, beispielsweise den Zahnarzt aufzufordern, uns die Details eines Röntgenbildes zu erklären, ehe er unsere Zähne behandelt."

"Weil so viele Menschen andere zuviel und sich selbst zuwenig respektieren,...fällen Politiker Entscheidungen in der Gewißheit, daß keiner von denen, deren Interessen sie vertreten sollen, sie zur Rechenschaft ziehen wird. So groß der Schaden auch ist, den sie angerichtet haben. Keine noch so militante Revolution ist denkbar, die uns mehr nützt als die Revolution der entschlossenen Selbstbehauptung jedes einzelnen von uns. Nach seinen Möglichkeiten. Nach seinen Fähigkeiten....Weil niemand daran interessiert ist, uns die optimalen Voraussetzungen für die Selbstentfaltung zu schaffen, muß jeder einzelne es selbst tun. Weil niemand für unser Glück die Verantwortung übernehmen kann und will, müssen wir sie selbst übernehmen."

Donnerstag, 2. September 2021

Die Susi

Die Susi wohnte mit ihren Eltern in der Wohnung unter der Wohnung meiner Eltern und mir. Obwohl zwei bis drei Jahre jünger als ich, habe ich viel mit ihr gespielt, bzw. wir haben viel mit ihr gespielt, denn wir waren eigentlich ein Trio infernale. Sie, immer schon vorlaut und frühreif, passte gut zu uns. Ab und zu mußte sie allerdings auch darunter leiden, daß sie jünger war, z.B. als wir mehrere Bögen neue Teddybären-Briefmarken gegen ihre viel wertvolleren Briefmarken eintauschten. Sie merkte den Betrug erst, als ihre Eltern sie darauf aufmerksam machten, und sie wurde bitterböse - aber das nützte ihr nichts. 

In meiner Kindheit zählte es zu den schönsten, aber leider sehr seltenen Momenten, wenn meine Eltern beide abends nicht zu Hause waren. Selten bedeutet, daß so ein Höhepunkt vielleicht allerhöchstens einmal im Jahr zu erwarten war. Und obwohl unsere riesige Wohnung mit über hundert Quadratmetern abends und nachts durchaus recht unheimlich sein konnte, genoß ich das Alleinsein mehr, als daß ich mich deshalb verdrießen ließ. Ich behalf mir immer damit, daß ich überall, wo es zu dunkel wurde und wo ich sowieso nicht hinwollte, eben nicht hinging, im großen Wohnzimmer dagegen und dem dunklen Korridor, Diele usw. brannten alle Lichter. Außerdem war ja noch meine Katze da, die bei dem eventuellen Auftreten eines Monsters oder Einbrechers sich sofort hinter dem Ofen verkrochen und mich meinem Schicksal überlassen hätte. Aber zumindest wäre ich gewarnt gewesen. Sobald meine Eltern weg waren, tanzte ich erst einmal buchstäblich auf den Tischen, bzw. überall dort, wo ich nun viel Platz dafür hatte, wie dem großen Wohnzimmer. Da ging es dann auch schon mal über Stühle und Sofa, mit Hechtrollen hinauf und hinunter. Toben oder tanzen war bei uns in der Wohnung sonst eher ungern gesehen, außer in meine kleinen Zimmerchen, welches glücklicherweise über einem Hausflur lag, so daß ich mit meinem Getanze niemanden belästigen konnte. Sobald ich mich genug ausgetobt hatte, holte ich Limo und Eiscreme hervor, die ich mir heimlich schon vorher besorgt hatte, und die es nun als Nachtisch zum Broiler gab, den mir regelmäßig meine Mutter zum Abendessen kaufte, wenn sie nicht kochen würde. Dazu dann verbotenerweise jedes Fernsehprogramm, welches ich wollte. Natürlich nur bis Mitternacht, denn dann war damals noch Sendeschluß. Ich fand übrigens diesen Testton des Fernsehers immer sehr gruselig, weshalb ich auch sofort den Fernseher ausmachte, bzw. mich bemühte, vor dem Testton beim Fernseher zu sein (Fernbedienungen gab es noch nicht). So im Nachhinein denke ich manchmal, wie gut, daß diese Abende nicht wöchentlich vorkamen, denn sonst wäre es sicher böse mit mir geendet - oder aber es hätte nicht mehr so viel Spaß gemacht.

An einem dieser seltenen Abende hatte ich gerade ausgelassen mit meinem Tanzprogramm begonnen, als es draußen anfing laut zu donnern. Mir egal, juckt mich nicht, so lange ich ein Dach über dem Kopf habe. Kurze Zeit später klingelte es an der Tür. Nanu? Meine Eltern hatten mir ausdrücklich verboten, jemanden hereinzulassen, aber neugierig war ich trotzdem. Erstmal durch den Briefschlitz schmulen - vor der Tür stand die Susi und bettelte: "Bitte laß mich rein! Meine Eltern sind nicht zuhause und ich habe Angst vor dem Gewitter!" Fand ich nicht so toll, aber wegschicken konnte ich sie auch nicht, obwohl mir meine Eltern gesagt hatten, ich soll niemanden hereinlassen. Also machte ich auf und bespaßte jetzt die Susi mit meinen Tanzkünsten und einigen Kissen- und Hindernisläufen. Zum Glück war sie immer ein dankbarer Abnehmer meiner Ideen und so tobten wir sehr schnell zu zweit herum. Da ihre Eltern unter uns nicht da waren, bekam es niemand mit, und irgendwelche Ängste konnte ich bei ihr nicht mehr feststellen. Als sie sich sehr spät nachts schließlich verabschiedete, hatte ich so ein bißchen das Gefühl, daß sie die Angst vor Gewitter nur vorgeschoben hatte, weil sie mich oben herumtanzen hörte und mitmachen wollte, statt allein zuhause zu sitzen. So wurde also aus einer Allein-Party eine Zu-Zweit-Party. Aber man sieht, auch damals war ich bereits die Königin aller Alleinparties.

Montag, 30. August 2021

Ablenkung erwünscht

Seit dem Wochenende stürmt es mal wieder nicht nur tüchtig auf der Sonne, sondern wie meist gleichzeitig, bzw. etwas zeitversetzt, in meinem Kopf und jetzt auch noch im Bein. Meine Elektronik ist aufgrund der elektromagnetischen Aktivitäten wohl ziemlich im Eimer, denn nach zwei Nächten mit lebhaften und umtriebigen Träumen, die mir das Gefühl von Zeitlosigkeit gaben, war ich heute morgen etwas desorientiert. Ich wußte nicht mehr, ob es Sonntag oder Montag ist und bin auch nicht schnell drauf gekommen. Im Gegenteil glaubte ich tatsächlich erst, daß sonntags ist, und bekam einen Schreck, weil ich gestern eine Email geschrieben hatte, in der ich einen schönen Sonntag wünschte. Oh Gott, dachte ich, was muß der Email-Empfänger von mir halten, wenn gestern gar nicht Sonntag gewesen ist? Obwohl, eigentlich ist es nicht schlimm, einen schönen nächsten Tag zu wünschen. Ein schönes Wochenende wünscht man ja auch, beruhigte ich mich. Bis ich feststellte, daß heute Montag ist und alles gut. Aber abends beim Kochen ging es vorne los: ich wußte nicht mehr, ob  Montag ist oder schon Dienstag. Mir war mehr wie Dienstag und ich mußte nachschauen. In meinen Träumen landete ich an einem Bahnhof, der sich "Westend" nannte, aussah wie ein Schloß mit langen Bogengängen, und in welchem es von Leuten wimmelte. Später war ich auf der Suche nach einer Bekannten und erfuhr, daß sie umgezogen ist, und zwar in eine Straße namens "Am Strohhalm". In der zweiten Nacht träumte ich wieder von einem Zumba-Kurs, der losging, und von zwei absolut identischen Geschenkpäckchen, die ich vom Zumba-Instructor erhielt. Klingt jetzt gar nicht nach langen Träumen, aber das ist quasi nur die Kurzzusammenfassung, die ich mir gemerkt habe.

An solchen Tagen wie heute bin ich zu nix zu gebrauchen und kann so gut wie nichts tun, außer essen. Und wenn ich den ganzen Tag gegessen habe, brauche ich dringend irgendeine andere leichte Ablenkung - Bücher sind für den Kopf zu anstrengend, im TV läuft nichts Vernünftiges und dann lande ich meist bei Youtube. Früher habe ich zur Ablenkung immer massenhaft Tanzvideos geschaut, aber das habe ich mir nun strengstens verboten, da ich schon zu viele Videos runtergeladen oder abgespeichert habe. Stattdessen klickte ich auf Rezept-Videos und jetzt bekomme ich nur noch Rezept-Videos angezeigt. Auch nicht viel besser, wenn man nichts anderes als essen kann. Ich habe mir vorgenommen, mir ausschließlich die bereits vorhandenen Tanzvideos oder meine eigenen anzuschauen. Das dann allerdings mit Konzentration, d.h. zur leichten Ablenkung ist das nicht so geeignet. Nachdem ich letztens tatsächlich mal wieder einige alte Zumba-Choreos übte, die ich seit einem Jahr nicht mehr getanzt habe, und die ich mir vorher erst auf den alten Videos ganz in Erinnerung bringen mußte, stellte ich so im Vergleich von den neuen und den alten Videos fest, daß die jetzigen tatsächlich besser aussehen und das völlig ohne Übung. Das heißt, daß es anscheinend doch etwas bringt, wenn man nur freestyle herumhopst und herumspielt. Hätte ich nicht erwartet. Dafür dachte ich aber beim Anschauen der alten Videos auch: Oh Gott, hoffentlich habe ich das nicht veröffentlicht! Na ja, egal - so waren sie dann wenigstens zur Belustigung gut. 


Sonntag, 29. August 2021

Japan steigt aus, Neuseeland gibt auf,

und die Deutschen wandern aus. Man findet in den sozialen Netzwerken jetzt jede Menge Tipps zum Auswandern und trifft auch viele, die bereits emigriert sind. Besonders beliebt ist wohl Ungarn, das allen politischen Flüchtlingen aus Deutschland und Europa Asyl angeboten hat. Auch Dänemark natürlich, wo inzwischen Covid-19 künftig nicht mehr als eine Pandemie, die in einem hohen Grad die Gesundheit der Bevölkerung bedroht, definiert wird, und mit dem 10. September alle Beschränkungen aufgehoben werden. In den USA bekommt man wegen der Schulpflicht in Deutschland Asyl, außerdem gibt es viele Optionen in Mittel- und Südamerika oder Afrika. Weiterhin ist wohl Irland recht entspannt und beliebt und seltsamerweise auch Rußland. 

>>In Japan dagegen steigt man ganz aus aus der selbstgemachten Pandemie und fordert ab sofort alle Ärzte auf, Ivermectin einzusetzen. >>Nach dem Vorlegen von Indien hat man da keinerlei Bedenken: "Ivermectin attacks nerve and other cells of parasites. It is not clear why it works against the coronavirus. "This is still a guess, but it could be blocking a protein the virus needs in order to replicate," Kitasato University professor Hideaki Hanaki said. "Hundreds of millions of people take ivermectin every year, so it is unlikely to cause frequent, heavy side effects," Hanaki said. He will continue his research into ivermectin's effectiveness against the coronavirus under Omura's guidance.", >>auch wenn die Pharma-Lobby anderes behauptet. 

>>Neuseeland dagegen sieht seine Null-Covid-Strategie als gescheitert an. Nun ja, jeder der ein bißchen wirkliches medizinisches Wissen und Erfahrung hat, wußte das von Anfang an, aber es ist auch bezeichnend in einer pandemischen Panik, daß man da gerne auf Leute hört, die sich irgendetwas in ihrem Kopf zurechtspinnen und die Natur als einen Gegner ansehen, mit dem man einen totalen Krieg führen muß. Letzten Endes führt man dabei aber immer einen Krieg gegen sich selbst.

Zudem ruft jemand auf Twitter auf: "Ihr müsst Euch beeilen, wenn Ihr die Vorhersagen von Jens & C0 "JEDER Ungeimpfte wird sich diesen Winter infizieren" wahr machen wollt. In 17 Monaten ist es nur 3,9 Mio Menschen gelungen einen pos.Test zu bekommen, jetzt sollen es in einem Winter 30 Mio werden. Das wird schwer." (Vielleicht gibt es aus diesem Grund wieder die Schulpflicht, damit die Vorhersage ansatzweise wahr sind, denn der größte Teil der Ungeimpften sind die Kinder.)

Na ja, jeder weiß ja inzwischen, wass man von den Aussagen unserer üblichen Verdächtigen zu halten hat. Klabauterbach hat sich bereits komplett blamiert, als er log, die Impfung sei nebenwirkungsfrei und damit sogar selbst behauptete, daß das Paul-Ehrlich-Institut lügt. Die EMA und all die anderen Institutionen, die Arzneimittel und Impfungen auf Nebenwirkungen überwachen, lügen dann wahrscheinlich auch. Wirkliche Aufklärung sieht anders aus und genau das wird auch von immer mehr Ärzten und sogar Arzneimittelherstellern bemängelt. Denn jeder echte und moralisch integere Mediziner weiß, daß bei allen Impfungen Nebenwirkungen auftreten, sogar bei Tetanus & Co., die Frage ist halt nur, wieviele Fälle es sind, und ob das Risiko insgesamt kleiner ist als der Nutzen. Sicherlich kann man davon ausgehen, daß die gesammelten und sogar ausgewerteten Zahlen solcher Meldesysteme niemals ganz der Realität entsprechen. Das liegt zum einen daran, daß es immer eine hohe Dunkelziffel gibt, die nicht gemeldet wird, und zum anderen nicht alles, das gemeldet wird, auch kausal etwas mit der Impfung zu tun hat. Mit viel Glück kann man davon ausgehen, daß sich beides vielleicht gegenseitig ausgleicht. >>Dennoch sind Statistiken immer mit Vorsicht zu genießen, was aber keineswegs heißt, daß man sie ignorieren sollte. 

Und zum Abschluß noch ein hübscher Tweet, der die Intensivbetten-Politik mit der "Reise nach Jerusalem" vergleicht: "Übrigens, wenn man Angst hat, die Krankenhauskapazitäten reichen nicht, warum werden dann Krankenhäuser geschlossen? Betten abgebaut? Das ist ja mit den Krankenhausbetten wie mit der "Reise nach Jerusalem" ... Wenn ein Patient entlassen wird meldet man sein Bett ab, damit man die 75% Auslastung behält und Fördergelder kassiert." 

Ich weiß nicht, wo diese Reise enden wird, aber in Jerusalem sicher nicht.