ThingsGuide

Montag, 27. Januar 2020

Totale Erschöpfung

Nach langer Zeit der Anspannung kehrt so langsam wieder Ruhe ein -  prima. Doch wie meistens, bleibt es dann nicht bei Ruhe, sondern man fällt sogleich in die Lethargie der totalen Erschöpfung. Zur Zeit würde ich am liebsten nur noch auf den Fernseher starren oder schlafen. Wenn ich doch noch ab und an ein paar Yogaübungen mache, einige Seiten lese oder ein Wusel-Computerspiel spiele, dann nur, weil ich mir sage: "Das geht doch nicht!" Wieso eigentlich? Und wieso muss es jetzt schon wieder so viel länger hell sein? Das finde ich direkt störend. Wahrscheinlich macht es weniger schlechtes Gewissen, wenn man bei Dunkelheit so unlustig ist. Aber ist irgendwie schon auffällig, daß ich, seit ich hochdosiert Vitamin D nehme, denn Winter fast zu kurz finde und gerne mehr davon hätte, während ich früher im Februar/März schon auf dem Zahnfleisch gekrochen bin und mehr Licht kaum erwarten konnte. Auf diese Weise mag ich eigentlich diese dunkleren und kühleren Tage genauso wie Regenwetter, weil man sich dann nicht so genötigt und unter Druck gesetzt fühlt, irgendetwas besonderes mit ihnen anfangen zu müssen, bzw. nicht das Gefühl hat, etwas zu verpassen. Letztens träumte ich, wie ich auf einer Art Roller, im Grunde sah das Teil aus, wie diese Transportroller aus dem Supermarkt, im rasenden Tempo den Bürgersteig entlanggerast bin, und dabei jede Menge Leute überrollte, die links und rechts von mir quasi wie Kegel umkippten. Ich hoffe, ich habe nicht wirklich so eine überfahrende Persönlichkeit, aber so oder so ist davon im Moment nicht viel zu merken. Das Tempo fehlt völlig.

Donnerstag, 23. Januar 2020

Theorie und Praxis

So langsam fühle ich mich ein bißchen wie der Ansager vom Dienst im Contemporary-Kurs. Das liegt daran, daß ich mir gleich nach den allerersten Malen begonnen habe, die Ballettpositionen anzuschauen und in Form von Eselsbrücken zu merken, was anscheinend ziemlich gut gelungen ist. Ich dachte mir damals, da die Kursleiterin ständig nach irgendwelchen Positionen fragt, ist es von Vorteil, diese "Theorie" gleich abzuhaken, damit der Praxisfluss nicht zu sehr gestört und unterbrochen wird. Allerdings bin ich da anscheinend ziemlich alleine, denn wenn die Kursleiterin jetzt nach den Positionen fragt, bin ich es meistens schlussendlich, die antwortet. Im letzten Semester hatte ich es einmal nicht gehört, daß die Kursleiterin eine Frage stellte und alle standen und guckten und guckten und standen und ich dachte nur ungeduldig bei mir: Was is nun? Warum tanzen wir nicht? Gerade wegen dieser lästigen Pausen würde ich am liebsten sofort antworten, aber ich halte mich erst höflich zurück, um anderen ebenfalls eine Chance zu geben, oder vielleicht auch, damit es nicht zu auffällig wird. Doch gestern passierte, was passieren mußte - meine Tarnung ist aufgeflogen. Die Kursleiterin stellte eine Frage und sofort zeigte eine Mittänzerin auf mich mit der Feststellung: "Du weißt es!" Daß ich Lehrer anbettle irgendetwas mitmachen zu dürfen und am liebsten immer sofort selbst auf die Fragen antworte, das kenne ich so von mir aus der Schulzeit nicht. In der Schule hatte ich zwar meist gute Zensuren, war allerdings ziemlich faul und unbeteiligt im Unterricht. Die guten Zensuren sind mir quasi ohne viel Zutun passiert. Wenn ich jetzt auf meine alten Tage auf einmal zum Streber mutiere, liegt das aber nicht daran, daß ich gute Zensuren bekommen möchte, denn Zensuren gibt es zum Glück gar keine, sondern der Grund ist einzig und alleine, daß ich so schnell wie möglich in das Vergnügen des Tanzens kommen und so wenig wie möglich darin unterbrochen werden möchte. Und wenn ich jetzt so an die Schulzeit zurückdenke, erinnere ich mich auch daran, daß ich doch im Grunde immer froh war, wenn es irgendeinen Streber gab, der den Lehrer beschäftigt gehalten hat, damit ich in Ruhe träumen konnte.

Aber in der Theorie war ich schon immer besser als in der Praxis und das erst recht beim Tanzen. Von daher muß ich mir sicher keine großen Sorgen machen. Gerade diesmal werde ich wohl bei einigen Sachen in der Choreo passen müssen, da ich noch nicht den Körper eines Regenwurms habe. Die eine Sache ist tatsächlich sowas, wo ich sonst, wenn ich das in einer Youtube-Choreo sehe, immer sofort weiterklicke und denke: "Ja, ja, macht mal alleine." Das andere schwierige, das wir gestern gemacht haben, kann man vielleicht mit üben noch hinkriegen, allerdings ist es mir schleierhaft, wieso die Kursleiterin behauptet, das würde ohne jedes bißchen Abdrücken vom Boden funktionieren. Wir liegen mit einer Seite auf dem Boden und sollen uns quasi einmal um die Schulter herumdrehen, nur indem wir mit Rücken und Beinen einen Bogen nach hinten bilden und wieder einklappen. Allerdings sind die physikalischen Gesetzmäßigkeiten so, daß beim Liegen auf dem Boden zwischem diesem und meinem, von Masse und Schwerkraft nach unten gezogenem Körper, Reibung entsteht, die es eindeutig erschwert und mehr Kraftaufwand erfordert, sich nach vorne und hinten zu biegen. Deshalb würde das ohne jedes Abdrücken vielleicht im leeren Raum funktionieren, aber mit der Bodenreibung passiert auf diese Weise bei mir nur, daß ich wie ein Fisch auf dem Trockenen zappel. Also entweder erzählt die Kursleiterin Quark oder aber mir fehlen irgendwelche spezifischen Muskeln für diese Art Schlangenfortbewegung.

Neu war auch, daß wir diesmal einige Male ziemlich frei, fast ohne jede Vorgabe, tanzen durften. Zur Zeit habe ich sowieso gerade irgendwie eine größere Affinität zu Freestyle, jedenfalls habe ich viel weniger Lust, Choreos zu machen und zu üben. Allerdings habe ich das vermutlich eh mehr deshalb gemacht, weil ich befürchtete, beim Freestyle zu sehr in der Komfortzone zu bleiben und keine neuen Bewegungsabläufe zu lernen. Im Moment ist mir das aber irgendwie egal, vielleicht weil ich der Meinung bin, daß ich im Contempotrary-Kurs genug neues lerne. Freestyle zu Hause - kein Problem! Sieht ja niemand und wenn es noch so verkorkst aussieht. Sind dann aber andere um einen herum, kostet es doch etwas mehr Überwindung, gerade und insbesondere auf dem Boden, weil man ja dort nicht gerade in seinem Element ist, wenn man nicht schon ein paar Jahre an diese Form der Bewegung gewöhnt ist. Und ohne eine aussagekräftige Musik, die mich führt, finde ich es ebenfalls noch mal schwieriger. Aber alleine der Gedanke an den vielen leeren Platz, den ich vor mir habe, ist dann so elektrisierend, daß mir alles andere eigentlich egal wird. Hauptsache Raum spüren!

Donnerstag, 16. Januar 2020

Der Zumba-Verein

scheint nicht mehr zu existieren. Bzw. den Verein gibt es noch, das Zumbatraining aber nicht mehr. Jedesmal wenn man dort hinkommt, ist alles dunkel und still. Man trifft nur hin und wieder verwirrte Leute, die sich ebenfalls darüber wundern. Auf der Homepage jedoch kein Sterbenswort darüber, dort wird der Kurs immer noch aufgeführt, aber sonst null Infos - das ist natürlich  die beste Methode, einen Kurs ganz sterben zu lassen (stammt vielleicht daher der Begriff "Sterbenswort"?). Wenn der Verein einen neuen Instructor sucht, brauchen sie dann wahrscheinlich jemanden, der bereits eine Meute von "Followern" hat, die überall mit ihm hintingeln. Jeder andere ohne das hätte es doppelt schwer dort wieder irgendetwas zum Laufen zu bringen, weil der Kurs nur noch als "Fake"-Kurs bekannt ist und die Leute die Infos auf der Homepage nicht mehr ernst nehmen. Schade um die leerstehende Turnhalle und den vielen schönen Platz.

Da bleibe ich natürlich weiterhin beim Contemporary-Kurs, hier lerne ich wenigstens auch etwas. Nur das "richtige" Tanzen zur Musik vermisse ich manchmal, obwohl ich das ja relativ gut zu Hause machen kann, jedenfalls besser als Contemporary. Ich habe in der Nähe aber eine Tanzschule entdeckt, wo man per Stempelkarte Zumba tanzen kann. Falls also die Sehnsucht zu groß wird, sollten ich mir das mal anschauen. Die bieten sogar zweimal die Woche an, sind aber leider von Montag und Donnerstag, auf Montag und Mittwoch geswitcht, so daß für mich wieder nur ein Termin in Frage kommt. Dieser Mittwoch ist sowas von überschätzt!

Gestern ging es mit dem Contemporary-Kurs weiter und wir waren insgesamt acht Leute, also eine deutliche Steigerung. Eine Mittänzerin vom letzten Mal war dabei, ich habe aber gesehen, daß die anderen beiden vom letzten Mal sich ebenfalls angemeldet haben. Ich bin ja mal gespannt, wieviele von den Neuen dabeibleiben. Aber der Gedanke, daß es beim ersten Mal ja sicher erstmal chillig wird, mit eher einfachen Sachen am Anfang, so wie bei mir damals, war ein Irrtum. Es ging gleich richtig zur Sache - neue Bodenchoreo gleich mit schwierigeren Elementen und von der Tanzchoreo haben wir ebenfalls schon richtig viel gemacht und sogar auch bereits ohne die Kursleiterin. Ich kriege echte Adrenalinschübe, wenn ich mir so schnell eine Choreo merken soll. Dazu fand ich einige Sachen sehr knifflig, also weiß ich jetzt gleich wieder, was ich wohl in der nächsten Zeit zuhause üben muß. Nun wäre es nur noch schön, wenn ich so langsam wieder ich selbst werden würde um mich besser fokussieren zu können. Im Moment stecke ich fest.

Dienstag, 14. Januar 2020

Vulkanische Aktivitäten

Es brodelt und brodelt und brodelt. Wahrscheinlich bin ich zu beschäftigt damit, zu verhindern, Lava zu spucken und ein Feld der Verwüstung zu hinterlassen. Deshalb ist es hier so still.

Dance through life 1/2020:

1/2020

Freitag, 3. Januar 2020

Teatime

Die Vorweihnachtszeit fiel ja quasi bei mir aus - ich hatte weder Adventsgesteck und auch Räuchermännchen & Co. wurden nicht herausgeholt, da einfach viel zu wenig Besinnlichkeit und dafür zuviel Zahnarzt und andere Ärgernisse. Trotzdem habe ich die Weihnachtsdeko kaum vermisst, was vielleicht an dieser schönen Bernsteinkerze liegt, die ein so zauberhaftes Licht gibt, daß ich sie fast Tag und Nacht zu brennen habe. Leider verliert sie nur gerne den ein oder anderen Bernstein. Seit ich diese Kerze besitze kann man deshalb hin und wieder auf dem Boden meiner Küche Bernstein finden.

Teatime