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Freitag, 16. August 2019

Pfifferlingsdiät und Wohnen mit Wespen

Ab heute gibt es dann mal eine Pfifferlings- und Pflaumenkuchendiät. An so viel Pfifferlingen esse ich einige Tage. Der Pflaumenkuchen geht zum Geburtstag sowieso weg. Beim letzten Mal ist für mich gar kein Kuchen mehr übrig geblieben. Außerdem hatten sie diesmal im Supermarkt wieder die Paloma-Limonade und sogar eine neue Sorte, nämlich Wassermelone. Die habe ich natürlich gleich mitgenommen, aber noch nicht probiert.

So nach und nach dürften nun wohl auch meine Mitbewohner wieder ausziehen, denn die leben eh nur bis September. Irgendwie scheint es sich bei den Wespen herumgesprochen zu haben, daß man bei mir gut nisten kann und jetzt waren sie bereits drei Jahre bei mir, mit einem Jahr Pause dazwischen. Dazu brauche ich noch nicht mal ein extra Insektenhotel, denen reicht auch das Dach. Mein Vogelhotel kann ich so langsam in ein Wespenhotel umdeklarieren. Im Internet stand zwar, daß Wespen nicht an den Standort eines früheren Nestes zurückkehren, aber da sieht man mal wieder, was man von Infos aus dem Internet zu halten hat. Glücklicherweise sind meine Untermieter ja sehr friedlich, ja, sie machen noch nicht einmal etwas kaputt, so wie die Vögel. Mich ignorieren sie völlig und auch mein Essen. Ich glaube, so im Austausch für ihre Behausung, quasi als Miete, suchen sie sich das Futter woanders. Nur neulich balgten sich zwei Wespen im Flug um eine Blütenpollenkugel und fielen mir dabei genau auf die Brust. Etwas lästig dagegen ist es, wenn ich spätabends die Balkontür aufmache, denn mindestens eine Wespe kommt dann immer in mein Zimmer geflogen. Dort fliegt sie aber nicht umher, sondern läßt sich irgendwohin fallen und krabbelt herum - gerne auch auf dem Bett. Und Wespen mögen es überhaupt nicht, wenn man sich auf sie drauflegt, so viel weiß ich schon. Immerhin habe ich es in diesem Sommer ganz ohne Wespenstich geschafft, da ich inzwischen schlauer bin. Am nächsten Morgen liegen diese Wespen immer tot irgendwo herum. Manchmal habe ich den Eindruck, die verwechseln mein Zimmer mit einem anderen Licht, in das sie eigentlich hineinfliegen sollen.

In einer Info meines Vermieters habe ich übrigens gelesen, daß es inzwischen auf einigen Höfen bereits Wildblumenwiesen für die Insekten gibt. Bei mir leider nicht. Hier holen sie immer noch alle naselang das ohrenbetäubende Mähmonster heraus und raspeln alles zentmeterkurz ab. Dennoch hat man den Eindruck, daß mit dieser Unsitte inzwischen langsam aufgeräumt wird und mehr Bewußtsein dafür entsteht, wie nützlich die sogenannten "Unkräuter" eigentlich sind.

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Kommentare:

  1. ....... städtische Wildblumenwiesen in unserem ordentlichen Deutschland?? Das wäre ja echt unglaublich! Hier gibt es nicht nur totgepflegten Rasen, sondern auch tote Steingärten - allerdings weniger in der City, sondern mehr in den äußeren Vororten und in den Umlandgemeinden.

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