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Dienstag, 21. Juni 2022

Nicht zu fassen

Am gestrigen Nachmittag telefonierte ich mit einer Bekannten und diese erzählte mir, daß ihre Schwester mit starken Knochen- und Bauchschmerzen eine Woche im Krankenhaus war. Wegen Verdacht auf Darmkrebs hat man ein CT gemacht und nichts weiter gefunden als eine beginnende Gürtelrose. Und die Ärzte haben ihr alle die Bank hindurch gesagt, daß die von der Corona-Impfung kommen könne. Die Ärzte scheinen das also schon längst sehr genau zu wissen. Meine Bekannte ist seit der letzten Impfung ebenfalls nicht mehr so richtig "auf dem Posten", wie sie sich ausdrückt, hat jetzt aber so viel Angst, auch Gürtelrose zu bekommen, daß sie sich nun noch gegen Gürtelrose impfen lassen will. Na ja, ich sag mal so, wenn das Immunsystem dreimal mit dem Toxin einer Virusinfektion getriggert wurde und dadurch geschwächt ist, ist die Wahrscheinlichkeit, doch noch eine Gürtelrose zu bekommen, mit einer Impfung obendrauf vermutlich höher als ohne Impfung. Kennt man ja von der Grippe. Aber es will nun mal jeder selbst seine Erfahrungen machen, also soll das auch jeder tun.

Und das ARD-Fernsehen überraschte mich. Die haben doch tatsächlich eine kritische Doku über die Recycling-Lüge gezeigt. Ich dachte, sowas läuft dort gar nicht mehr. Genau das, was ich seit Jahren sage und schreibe, nämlich daß Plastik-Recycling nichts anderes ist als die uneingeschränkte Erlaubnis für die Industrie, weiter unnötige Plastikverpackungen zu verwenden. Daß gerade mal fünf Prozent des gesammelten Plastikmülls tatsächlich zu neuen Verpackungen recycelt wird, das ist mir dagegen selbst neu. Doch hat wahrhaftig irgendjemand daran geglaubt, daß durch Plastikrecycling kein Mikroplastik oder andere Emissionen in die Umwelt gelangen? 

Leider schaut die Politik inkl. der Grünen, bei denen das besonders auffällt, bei sich selbst, der Industrie und den Großkonzernen selten bis gar nicht hin. Die Konzerne dürfen weiter die Umwelt zerstören, bekommen kaum Vorgaben oder Grenzen, während der Bürger die ganze Zeit konsumieren und dabei gleichzeitig den Karren aus dem Dreck ziehen, bzw. das Schlimmste verhindern soll. Oder für unnütze Alibis herhalten soll. Es ist erstaunlich, wie viele Menschen  dazu bereit sind, die Schuld auf sich zu nehmen und es vollkommen richtig finden, alleine verantwortlich gemacht zu werden. Und das, weil man unter den Entscheidungsträgern anscheinend zu feige ist, dort anzusetzen, wo der Ursprung des Müllproblems einer wachstums- und gewinnorientierten Gesellschaft ist. 

Ich denke, die Menschen, die tatsächlich an Nachhaltigkeit und Gesundheit interessiert sind, die machen es so ähnlich wie ich und kaufen gar nichts mehr in Plastikverpackungen, wenn es nicht unbedingt nötig ist, schon aus gesundheitlichen Gründen. Plastikverpackungen nehme ich hauptsächlich bei Flaschen, weil mir Glas zu schwer zum Schleppen ist, aber die Flaschen sind ja sowieso Mehrweg, außer der Sirup. Die kleine Saftmosterei aus Pankow, die noch vorzüglich schmeckenden Sirup in Glasflaschen angeboten hat, hat man ja leider durch Behördenakribie erfolgreich vom Markt gedrängt - und was sonst so in Glasflaschen angeboten wird, schmeckt künstlich und hat kaum noch etwas mit Sirup zu tun. Ab und zu eine Zahnpastatube, die ich mir aber häufig auch selbst in einem kleinen Einmachglas anrühre. Käse gibt es schon einige Sorten in Papier. Leider erhält man Kokosjoghurt noch nicht in Gläsern, so wie es generell in Biomärkten viel zu viel Plastik gibt, was gar nicht zusammenpaßt, wie ich finde. Die meisten trennen brav ihren Plastikmüll, um sich ihres schlechten Gewissens zu entledigen, denn sie sind schließlich schuld am Plastikmüll, während die Industrie ja nur deren Gier nach Produkten in Plastikverpackungen befriedigt. Daß die Industrie aber selbst ein schönes Schnäppchen macht, wenn sie billige Plastikverpackungen und -verbindungen z.B. in der Kosmetik verwendet, die man sich auf die Haut und ins Haar schmiert und die dann später im Grundwasser landen, die Produkte aber trotzdem teuer verkauft und dadurch eine nette Gewinnmarge hat, darüber redet man nicht. Dabei gäbe es einige Produktgruppen, in denen Plastik überhaupt nicht nötig wäre, weil es andere Alternativen gibt. Wenn ich darüber schrieb, hat man mich unter Recycling-Jüngern wahrscheinlich für einen Spinner gehalten. Ich habe auch bei Trendraider irgendwann aufgehört, immer wieder auf die Plastikverpackungen in der Box und die Recyclinglüge hinzuweisen, weil ich mir selbst schon blöd vorkam. Doch so langsam scheint es auch anderen aufzufallen. 

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