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Sonntag, 30. Dezember 2018

Mein Wunsch- und Zielplaner

Getreu dem Motto "Ziele sind Wünsche mit festem Termin" habe ich mir meinen eigenen 5-Jahres-Wunsch- und Zielplaner entworfen, der auch rechtzeitig zum neuen Jahr fertig geworden ist. Ob dieser nun unabhängig von Kalendarien und To-Do-Listen, die bei mir völlig zwecklos sind, meinen Bedürfnissen entspricht, wird sich herausstellen. Ich habe fünf Jahre Zeit, es auszuprobieren, oder auch länger, da er ja nicht auf ein bestimmtes Jahr festgelegt ist. Aber wenn man so lange von einem Buch begleitet werden soll, finde ich es eine gute Sache, tatsächlich eines zu kaufen, das man immer wieder gerne anschaut und gerne zur Hand nimmt, auch wenn es teuer ist. Innen am Einband ist eine Postkartenmotivation befestigt und zwischendrin schreibe ich mir immer mal wieder die genau für mich hilfreichen Sprüche auf. Das ist ebenfalls ein Vorteil gegenüber fertig gestalteten Kalendern oder Journalen, zu deren Inhalten man teilweise keinen wirklichen Bezug hat. Die Tagesübersichten mußte ich zum Schluß etwas komprimieren, da durch die extra Monats-Planer nicht mehr genügend Platz war. Im Nachhinein denke ich mir, daß es sowieso völlig ausreichend gewesen wäre, immer zwei Tage zusammenzulegen, was auch die Wahrscheinlichkeit verringert, daß Kästchen leer bleiben. Aber das kann ich ja dann beim nächsten Mal so machen. Vermutlich kommen mir während der Benutzung noch ganz andere Ideen und Änderungen in den Kopf. Dafür ist es gut, daß ich das Tab-Heft aus einem Moleskine-Kalender aufgehoben habe, welches in die Einstecktasche paßt und in welchem ich damals schon verschiedene Gedanken und Ideen notiert habe. Dort gibt es dafür jetzt einen extra Tab. Und zwischendrin sind ebenfalls noch einige halbe oder ganze Seiten frei, auf denen ich Bachblütenmischungen oder andere Dinge notieren kann.

Die Mond- und Biorhythmenübersicht ist etwas sehr kompakt und wenig übersichtlich geraten, denn ich wollte den Mood- und Energietracker auf einem Blick dabei haben. Am wichtigsten ist eh vor allem der Mond im Widder für mich. An Widdermondtagen schaffe ich mehr als an allen anderen zusammen, deshalb ist es immer gut, sie zu wissen, auch im Voraus, weil mir selbst das Putzen an diesen Tagen viel leichter von der Hand geht. In den Monatsplanung für Januar ist, wie man sieht, schon etwas eingetragen, allerdings nicht sehr viel und besonders wenig Sport. Das liegt daran, daß ich quasi zur Zeit null Motivation und Null Bock auf gar nichts habe, ganz besonders nicht auf Tanzen. Ich finde es auch irgendwie Quatsch und sinnlos erschöpfend, dann wie blöd gegen den Strom paddeln zu wollen. Stattdessen gibt es ja genug andere Dinge, die ebenso mal Zeit brauchen, wie z.B. die Bücherstapel mit denen ich weiterkommen will. Und natürlich ist es ebenfalls Quatsch, sich für so einen Monat zuviel vorzunehmen, denn schließlich sollen die Ziele ja realistisch sein. Deshalb ist mein Ziel für Januar nur, meinen Status zu halten, denn von vorne anfangen will ich ganz bestimmt nicht. Aber so völlig ohne Motivation und Energie ist selbst den Status zu halten eine Herausforderung, denn ab und zu muß man sich dann trotzdem mal aufraffen. Und mit Disziplin stehe ich ja eher auf dem Kriegsfuß, weil ich Motivation viel wichtiger finde. Doch wenn diese abhanden gekommen ist, muß halt Disziplin einspringen und aushelfen, oder sagen wir besser Ausdauer (das Wort hört sich irgendwie freundlicher an), aber natürlich auf eine gesunde Art und Weise ohne sich dabei selbst zu verleugnen. Und das ist eine Frage, die mich gerade sehr beschäftigt: Wieviel Disziplin als Ersatz für Motivation ist eigentlich noch gesund?

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Kommentare:

  1. Ich finde es faszinierend, wie akribisch Sie planen - das ist mir nicht erst seit dem Übergang in den Ruhestand völlig abgegangen. Möglich, dass ich einfach zu oft erlebt habe wie meine schönen Pläne blitzschnell durchkreuzt wurden, oft nicht einmal in böser Absicht, aber eben doch endgültig .... und dann musste es von vorne angegangen werden. Sehr mühsam, wenig produktiv.
    Sie machen das ja wohl nicht erst seit diesem Jahr - wie sieht es denn retrospektiv aus? Haben Sie da mal geprüft ob (und wie) sich die verschiedenen Vorhersagen, deren Einfluss Sie als relevant ansehen, tatsächlich ausgewirkt haben? So wie es angegeben war? Ich frage, weil ich einmal gelesen habe, dass keiner der bekannten & einschlägig Tätigen eine wirklich passende Vorhersage gemacht hat ....

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  2. Ich plane eigentlich überhaupt nicht und schon gar nicht akribisch - in den vergangenen Jahren habe ich nichts derartiges getan. Genau deshalb habe ich diesen Planer für mich selbst entworfen, der eben großzügige und weite Zeiteinheiten ohne Termin hat und ohne Kalender funktioniert, weil ich Kalendarien und To-Do-Listen strikt ignoriere und halt im Leben dauernd etwas dazwischen kommt. Weiterhin entspricht er meinem Bedürfnis, tägliche kleine Erfolge, erreichte Ziele und Schritte zu dokumentieren, um motiviert zu bleiben, wenn ich gerade ungeduldig bin, etwas, das ich bisher nur sporadisch im Yoga-Tagebuch getan habe. Von welchen Vorhersagen reden Sie? Ich treffe keine Vorhersagen, sondern unterteile große Ziele einfach in viele kleine Schritte, die mir für mein jeweiliges Energielevel gerade realistisch erscheinen. Ob sich dieses Energielevel über den Monat so hält oder plötzlich einbricht, bzw. hochschnellt kann ich natürlich nicht hundertprozentig vorhersagen, aber dafür sind ja die lockeren Zeiteinheiten da.

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    1. Da habe ich die Art wie Sie einteilen völlig missverstanden - ich dachte nach der Lektüre ihres Beitrages es ginge darum verschiedene Aktivitäten zu koordinieren, jetzt verstehe ich das so: Sie planen nichts langfristig, sondern nehmen den jeweiligen Tagesstand als neuen Ausgangspunkt um von da weiter zu planen?

      Mit "Vorhersagen" meinte ich die angesprochenen Mondphasen in Sternzeichen - die sich mit dem Biorhythmus zu einer Aussage ihrerseits verbinden, woraus Sie Folgerungen für ihr/e Verhalten / Energielevel / Motivation herleiten.

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    2. Nein, ganz umgekehrt: Ich überlege mir grob, was ich im Jahr erreichen möchte und nehme mir jeweils für den Monat kleinere realistische Aufgaben und Schritte vor, wöchentlich ungefähr unterteilt noch einmal, wobei die Wochenaufgaben manchmal natürlich auch eigenständig und der Situation geschuldet sind. Alles aber völlig ohne Termine, denn ich hasse Termine! Die Tagesübersicht dient alleine dem Festhalten des Erreichten, also was sonst im Tagebuch verschwinden würde, aber hier halt viel übersichtlicher und kürzer der schnellen Motivation dient.
      Was an Mondphasen und Biorhythmen in meine Planungen einfließt ist sehr gering, beruht dann aber nicht auf den Vorhersagen anderer, sondern auf meinen eigenen Erfahrungswerten. Ich beobachte die Mondläufe und Biorhythmen seit ungefähr meinem zwanzigsten Lebensjahr und dabei hat sich z.B. die Sache mit dem Mond im Widder als so offensichtlich herauskristallisiert, daß ich das bei Bedarf nun tatsächlich mit berücksichtige (wenn auch nicht penibel), weil es für mich einfach funktioniert. Aber wenn es für mich funktioniert bedeutet das nicht automatisch, daß es für andere ebenfalls funktioniert. Im Grunde ist es fast das einzige, außer noch Mondpausen und mehrfach-kritische Tage im Biorhythmus, die für mich genauso relativ verläßlich sind. Alles andere beobachte ich nur, deshalb habe ich auch aus dieser alten Gewohnheit heraus die Übersicht auf einer Doppelseite mit dem Energietracker, was aber eher wenig mit meinen Planungen zu tun hat.

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  3. Seit ich denken kann, sind alle meine Versuche, auch nur einen einfachen Kalender zu führen, gescheitert. Und glaube mir, ich habe es oft probiert. Ziele habe ich durchaus. Aber ich habe sie bislang nicht in Zeiträume gepresst. Vielleicht ist das der Grund, weshalb ich nur so langsam voran komme.

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    1. Dann geht es dir genauso wie mir. Und genau deshalb habe ich es aufgegeben, Kalender zu kaufen, weil die mir überhaupt nichts bringen, sondern habe mir dieses Teil gestaltet, das eben ohne Kalender auskommt, weshalb man durchaus mal ein Jahr oder einen Monat überspringen kann, ohne daß das Buch halb leer bleibt. Außerdem ist es halt nicht nur ein Planer sondern gleichzeitig Tagebuch, so daß ich mit den kleinen Erfolgen, die man sonst schnell vergißt oder nicht würdigt mehr motiviert bleibe. Es macht halt z.B. schon einen Unterschied und einen Fortschritt aus, ob man eine Yogahaltung 12 Atemzüge oder 30 Atemzüge hält, aber wenn man es nur am Rande zur Kenntnis nimmt, übersieht man den Fortschritt und ist schneller entmutigt.

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  4. Vielen Dank, dass Sie ich die Mühe gemacht haben mir das nochmal in kleinen Schritten zu erläutern. Natürlich hätte ich jetzt wieder viele Fragen zu den Zielen - aber ich will ihre Geduld nicht überstrapazieren ... vielleicht ein andermal.
    Was ich gut finde ist, wie Sie die Ziele festhalten ohne feste Termine zu setzen, das macht das Frustrationspotenzial doch gleich wesentlich kleiner.
    Die Erläuterungen zum Biorhythmus / zu Mondphasen im Verbund mit Sternzeichen und ihre Einschränkung hinsichtlich der Relevanzbeschränkung finde ich beachtenswert, da ich ansonsten nur Menschen kenne die da einen Absolutheitsanspruch haben.

    Es bleibt hier nur die Frage offen, ob ihre Beobachtungen tatsächlich kausal sind oder ob es möglicherweise eine gewünschte Verbindung ist die Sie (nicht ganz unvoreingenommen) so interpretieren. Egal wie: Wenn es ihnen hilft hat es ja seinen Zweck erfüllt.
    Dass der Mond einen Einfluß, beispielsweise über die Gravitation, auf manche Gegebenheiten hier auf der Erde hat ist ja durchaus wissenschaftlich akzeptiert. Wenn auch manche (laienhafte) Über-Interpretation das leider untergehen läßt, weil Kritik sich natürlich erstmal daran festmacht.

    Ich wünsche Ihnen viel Glück und Erfolg bei der Erreichung ihrer Ziele im neuen Jahr, da werden Sie bestimmt hier Einiges zu berichten haben ....

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    1. Danke sehr, ich hoffe doch, daß ich etwas zu berichten haben werde...

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