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Mittwoch, 28. Januar 2026

Mehr Paprika

Die >>Straßenbahnen fahren immer noch nicht alle in Berlin. Überall reinstes Chaos. Im Fernsehen berichtet jemand, daß er anderthalb Stunden auf Glatteis laufen muß. Jemand kommentierte in den sozialen Medien dazu: "Der Senat zeigt einmal mehr, wie er die Menschen mit wenig Geld verachtet." Na ja, im September sind Berlin-Wahlen, bin gespannt, wie sich dieser Winter mit den Komplettausfällen dort auswirkt. Zum Glück muß ich nirgends hin. Und hellsichtigerweise habe ich mich gleich in der letzten Woche mit Vorräten eingedeckt. Ich sehe jetzt aber auch häufiger den Supermarkt-Lieferdienst vor dem Haus stehen. Damit behelfen sich anscheinend einige Nachbarn. 

Heute gab es bei mir Paprikapfanne - ausschließlich in Rot. Ich liebe geschmorte Paprika. In meiner Kindheit gehörte gefüllte Paprika zu meinen Lieblingsgerichten, aber ich habe festgestellt, daß ich das Fleisch dazu gar nicht brauche. Paprika mit Tomatensoße ist schmackhaft genug. Vielleicht ist das ja so ein Überbleibsel von meinen adligen ungarischen Vorfahren. Es ist wieder ein früherer Verwandter dazugekommen, aber aus einer ganz neuen Linie. Die Linie mit den meisten übereinstimmenden Samples ist der Aba-Clan, ein paar historische Verwandte gibt es ebenfalls unter den Báthorys. Zufällig stieß ich in einer Mediathek auf einen biografischen Film über die "Blutgräfin" Elisabeth Báthory. Das interessierte mich natürlich, >>denn sie ist als größte weibliche Serienmörderin in das Guinnessbuch der Rekorde eingegangen. Ob ich mit ihr auch verwandt bin, weiß ich nicht, denn die Samples bei MyTrueAncestry stammen aus einem Grab in Rumänien, also nicht von ihr, denn ihre sterblichen Überreste dürften wohl in Ungarn geblieben sein. 

Der Legende nach hat sie junge Mädchen gefoltert und getötet, um in ihrem Blut zu baden und sich so selbst ihre Jugend zu erhalten. Viele Historiker sind aber der Meinung, daß sie Opfer einer Intrige wurde. Der Film hat diese Variante aufgegriffen, war aber teilweise etwas wirr. Eine Hexe wurde zur Vertrauten der Gräfin. Die Gräfin nahm psychedelische Pilze zu sich, war deshalb nicht immer zurechnungsfähig und erstach deshalb tatsächlich im Affekt eine Zofe. Außerdem badete sie in roten Kräutern, was beobachtet und für Blut gehalten wurde. Aus den daraus entstehenden Gerüchten spann man eine Intrige, indem man Mädchen tötete und die Leichen in ihrer Burg ablegte, dann die Burg stürmte und die Leichen als Grund nahm, die Báthory zu verhaften und lebenslänglich einzusperren. Im Film wird ihr auch eine Affäre mit dem Maler Caravaggio nachgesagt. Ich weiß nicht, ob es dafür historische Indizien gibt. Aus der Reihe "Lost Sheroes – Frauen, die in den Geschichtsbüchern fehlen" kann man sich hier einen Podcast über sie anhören: https://www1.wdr.de/mediathek/audio/cosmo/lost-sheroes/audio-elisabeth-bathory-serienmoerderin-oder-opfer-einer-intrige-100.html

Aber nun zum nagelneu "ausgegrabenen" Verwandten: Es ist Johann Corvinus, Graf von Hunyadi,  Ban von Kroatien und Slawonien sowie Herzog von Slawonien, Troppau, Leobschütz, Glogau und Liptau, geb. 2. April 1473 in Buda, gest. 12. Oktober 1504 in Krapina. Er starb bereits mit 31 Jahren. Und mit ihm endete dann auch schon die Linie der Hunyadi: >>"Mit C. und seinem einzigen Sohn Kristóf, der ein Jahr nach ihm starb, hatte der großartige Aufstieg der Hunyady sein Ende gefunden. Die Begründung einer „nationalen“ Dynastie scheiterte an dem mangelnden Durchsetzungsvermögen C.s und an dem Widerstand der von Bakócz geführten Magnatenpartei."


Hunyadi

Bathorys

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