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Samstag, 17. Januar 2026

Zeichnerisches Experiment

Weihnachten ist noch nicht vorbei. Vorgestern träumte ich, daß ich als Dank dafür, daß ich irgendwo mitgeholfen hatte, eine riesengroße Stolle geschenkt bekam. Und "riesengroß" ist nicht übertrieben, denn sie war so groß wie eine Kinderbadewanne. Ich aß auch gleich im Traum die Hälfte davon auf. Und ich erhielt heute noch Weihnachtsgeschenke. Als wir in einer Runde zusammensaßen und über die neuesten Trump-Nachrichten sprachen, warf meine Mutter sichtlich irritiert und etwas unsicher eine Frage in den Raum, nämlich: "Aber sagt mal, das was der Trump da macht - ist das eigentlich nicht dasselbe, was Putin auch macht?" Ich mußte so lachen! So sieht es aus, wenn manche wegen der merkwürdigen Berichtserstattung der öffentlichen Medien beginnen, an ihrer eigenen Intelligenz zu zweifeln. 

Ansonsten war ich in den letzten Tagen mit einem kleinen zeichnerischen Experiment beschäftigt, denn ich wollte es mal genau wissen. Als Referenz diente das Bild einer Statue aus dem Buch "Geschichte der Hexenprozesse" von Hans-Jürgen Wolf (bezahlter Link), welches ich gerade lese. Die Statue zeigt die Geliebte eines Grafen, welche er am Portal einer Kirche hat verewigen lassen. Der Graf selbst wurde mit 15 Jahren an eine alte Gräfin verheiratet, die so geizig und häßlich war, daß sie angeblich immer einen Schleier trug. Ich dachte ja, sowas gab es nur umgekehrt, also daß junge Mädchen an alte häßliche Grafen verheiratet wurden. Aber wie man sieht, ging es auch so rum. Er nahm sich also eine Geliebte, ein Mädchen, das um Arbeit vorsprach, und diese ist wohl mit der Zeit etwas übermütig geworden, weshalb sie schließlich im Kerker landete. 

Die obere rechte Zeichnung ist mit Bleistift und Buntstift, sowie normal mit der rechten Hand gezeichnet. Die linke Zeichnung daneben ist auch mit der rechten Hand, aber mit Zeichenblöcken gefertigt. Das wird schon etwas schwieriger, da diese breit sind und keine richtige Spitze haben.  Für feine Gesichtszüge eine ziemliche Herausforderung. Auf dem unteren Bild sieht man rechts eine Zeichnung, die ebenfalls mit Blei- und Buntstift gemacht ist, aber diesmal mit der linken Hand! Und links dann noch mal eine Steigerung der Schwierigkeit mit Zeichenblöcken und linker Hand. Ich muß ja sagen, mir gefällt tatsächlich diese letzte und schwierigste Zeichnung am besten, obwohl das Gesicht überhaupt keine Ähnlichkeit mehr hat. Trotzdem finde ich die Dynamik schöner. Ich wünschte, ich könnte mit der rechten Hand so zeichnen. Allerdings mit links zu zeichnen ist verdammt anstrengend, vor allem das Festhalten des Skizzenbuchs mit der rechten Hand. Das kann ich gar nicht richtig - das Skizzenbuch rutschte beim Zeichnen immer hin und her. Das Ergebnis dieses Experiments finde ich aber recht interessant. 

Zeichnung1

Zeichnung2

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