Heute war wohl der wärmste Tag in dieser Woche, am Wochenende wird es schon wieder kälter, und deshalb habe ich ihn auch gleich genutzt, um meine Vorräte aufzufüllen. Und obwohl es den ganzen Tag naß und dunkel gewesen ist, fand ich diesen leichten Nieselregen im Gesicht total schön, zumal er sich nach der Kälte von der Temperatur schon fast wie Frühlingsregen anfühlte. Im Supermarkt fiel mir wiederholt ein Vater mit seinem Sohn auf, die zusammen einkauften. Der Junge war vielleicht sieben oder acht Jahre alt. Zuerst standen sie am Gemüsestand, der Junge hielt dem Vater einen eingepackten Brokkolikopf entgegen und bettelte: "Bitte Papa, ich möchte einmal nur zuhause essen. Bitte, bitte." Der Vater schien davon nicht so viel zu halten und schaute auf sein Handy. Später sah ich sie wieder und hörte den Vater fragen: "Sollen wir einen Schokoladenpudding mitnehmen?" Und der Junge ohne zu überlegen: "Nö!" Der Vater: "Wirklich nicht?" Und der Junge nochmal: "Nö!" Man weiß gar nicht, ob man lachen oder weinen soll, wenn man Kinder sieht, die ihre Eltern darum anbetteln, einmal zuhause Gemüse essen zu dürfen und keinen Schokoladenpudding aufgenötigt bekommen wollen. Ich weiß ja nicht, wo sie sonst immer essen. Vielleicht bei McDonald's? Seit Bill Gates wieder in McDonald's investiert und denen >>die Kartoffeln für die Pommes liefert, würde ich dort nicht mehr essen. Genauso wenig wie diesen >>Apeel-Mist, der von Gates finanziert wurde.
Außerdem hatte ich letzte Nacht etwas beunruhigende Träume, denn mir wurde gleich zweimal in einer Nacht sinngemäß gesagt, daß eine schwere Zeit bevorsteht. Das Wort war nicht "schwer", sondern irgendwas mit "un-", fällt mir aber nicht mehr ein, vielleicht "ungemütlich". Beide Male stand ich auf einem belebten Bahnhof und zuerst sagte es mein Vater zu mir, danach eine sehr große Frau mit Locken, deren gekräuselten Enden wie Licht leuchteten. Beide Male lachte ich darüber und umarmte die Frau, weil sie sich anscheinend Sorgen machte. Ich selbst nahm es nicht so ernst. Aber jetzt, wenn ich wach bin, denke ich bei mir, wenn man es gleich zweimal gesagt bekommt, sollte man es vielleicht doch ernst nehmen. Bleibt die Frage, ob es sich auf mich persönlich bezieht oder das Kollektiv. Bahnhöfe stehen in meinen Träumen meist für die Öffentlichkeit. Danach hatte ich einen weiteren Traum, in welchem ich eine dunkle Straße entlangging, unweit von meinem Zuhause, aber mich darüber wunderte, daß die Straßenlaternen komplett abgedimmt waren und kaum Licht gaben. Nur eine einzige altertümliche Laterne leuchtete mit knallrotem Licht. Und ich schimpfte vor mich hin, daß sie jetzt schon an der Straßenbeleuchtung sparen, aber dafür irgendwo rotes Licht hinstellen. Öffentliche Straßen in der Dunkelheit stehen in meinen Träumen immer für das kollektive Unbewußte. Und das sieht wohl rot, warum auch immer. Rot kann ja sowohl positive Emotionen als auch negative Emotionen symbolisieren, aber als Alarmsignal ein Übermaß von ihnen.
Manchmal fällt mir dieser legendäre Auftritt von Michael Jackson bei "Wetten daß?" wieder ein:

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