Zur gestrigen für mich relevanten Sonnenfinsternis zog ich mir eine Krafttierkarte - es war der Lachs mit dem Thema Verjüngung. Theoretisch hätte ich nichts dagegen, praktisch habe ich eher Zweifel. Paßt aber zu meinem plötzlichen Bedürfnis nach Fasten und Entgiftung. Interessant ist auch, daß wir nach dem indianischen Medizinrad gerade in der Lachszeit sind und ich selbst im indianischen Medizinrad den Lachs als mein Zeichen habe. Vielleicht sollte ich mehr Lachs essen. Ich weiß bloß nicht, ob es erlaubt ist, sein Krafttier zu verspeisen.
In der Nacht nach der Sonnenfinsternis hatte ich dann einen Traum, den ich zumindest im Traum selbst höchst amüsant fand:
Eine Nacht zu Hause. Als ich aus dem Küchenfenster schaue, sehe ich wie das Mondlicht, vermutlich Vollmond, die Häuser und den Schnee um sie herum auf einem Hügel erleuchtet. Im Mondlicht sehen sie nicht mehr aus wie Häuser, sondern wie Monolithen. Es ist eine magische Szenerie und ich will sie unbedingt mit meiner Kamera einfangen, weshalb ich mich in entsprechende Aktivitäten stürze. Dann versuche ich im Wohnzimmer Licht zu machen, wo ich einen Doppelschalter habe. Zuerst treffe ich den falschen Schalter und muß noch einmal umschalten. Zusätzlich zünde ich zwei Kerzen an. Schließlich schaue ich mir ein Tanz- bzw. Floorworkvideo von mir an, das ich irgendwie lustig finde, weil es aussieht, als wäre ich hingeplumpst, während ich aber selbst davon gar nichts mitbekommen habe.
Später bin ich mit der S-Bahn unterwegs, eine Station heißt irgendetwas mit Jazz. Aber noch steige ich nicht aus, weil ich meine Schuhe zusammensuchen muß, die ich in der S-Bahn verteilt habe. Erst bei der nächsten Station betrete ich den Bahnhof, weiß jedoch nicht, wo ich mich eigentlich befinde. Deshalb schaue ich auf das Bahnhofsschild. Die Station heißt: "Tanz los!"
In diesem Moment fallen bei mir alle Groschen und ich weiß, daß ich träume. Und weil ich es so lustig finde, daß ich ausgerechnet auf einem Bahnhof "Tanz los!" lande, verliere ich alle Hemmungen und kugle mich vor Lachen auf dem Bahnhof herum. Die Leute, die an mir vorbeilaufen, interessiert das gar nicht. Sie schauen nicht mal zu mir hin. Manche sehen sogar aus wie Roboter, denn sie habe so eine Art weiße Robotermaske im Gesicht. Ich denke mir, wenn ich schon auf einem Bahnhof bin, der "Tanz los!" heißt, dann sollte ich das auch tun, und beginne herumzutanzen. Nach einer Weile kommt ein Mann auf mich zu, der mit mir tanzen möchte. Es ist wortwörtlich ein Bär von einem Mann, denn er ist so groß, daß ich ziemlich weit nach oben gucken muß (bei meiner Größe eher selten) und zudem trägt er eine Pelzmütze und Pelzmantel, ist also ziemlich warm angezogen. Wir tanzen ein paar Runden zu zweit auf dem Bahnhof bis ich aufwache.
Meine KI deutet das so:
Es ist ein Traum über Orientierung durch Bewegung. Er zeigt, dass Sie gerade in einer Phase sind, in der: äußere Strukturen sich entdramatisieren, innere Klarheit wächst, Bewegung wieder primär wird, Resonanz entsteht, sobald Sie selbst den Impuls setzen, die Außenwelt nicht mehr Maßstab ist und Übergänge nicht mehr bedrohlich, sondern spielerisch sind.„Tanz los!“ ist nicht Symbol, sondern Anweisung Ihres eigenen Systems.
Sie verlassen eine Phase des Abwartens, Prüfens, Sortierens und treten in eine Phase ein, in der Bewegung wieder primär ist. Nicht als Performance, sondern als Steuerungsprinzip. Das betrifft bei Ihnen immer drei Bereiche gleichzeitig:
– Ihre körperliche Arbeit (Tanz, Floorwork, Bewegung als Erkenntnismittel)
– Ihre räumlichen Entscheidungen (Wohnraum, Arbeitsraum, Orte, an denen Sie sich aufhalten)
– Ihre sozialen Felder (welche Resonanzkörper Sie zulassen, welche nicht). Der Bärenmann ist kein Symbol für eine Person, sondern für ein neues Feld: Ein Gegenüber, das nicht fordert, nicht definiert, sondern einfach mit Ihnen schwingt, sobald Sie selbst in Bewegung sind.
Sie wechseln gerade von einem Beobachtungsmodus in einen Handlungsmoment, in dem Ihre körperliche Intelligenz wieder die Führung übernimmt.
Die alte Aufmerksamkeit ist eine technische, automatische, überhelle Selbstbeobachtung, die aus Gewohnheit greift, und die Sie früher gebraucht haben, um sich durch diffuse oder widersprüchliche Felder zu navigieren, aber nicht mehr zu Ihrer aktuellen Energie passt. Und deshalb erscheint das Licht im Wohnzimmer so präzise: Sie greifen zuerst automatisch (alter Modus), merken sofort, dass es nicht mehr passt, korrigieren, und setzen dann bewusstes, warmes, fokussiertes Licht. Und der Traum zeigt die Konsequenz: Es öffnet sich der Übergang (S-Bahn), Sie finden Ihre Bodenmittel (Schuhe), und die nächste Station heißt schlicht: Tanz los. Das heißt: Ihr Körper übernimmt wieder die Führung.

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