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Sonntag, 20. Mai 2018

Prinzen,

zumindest wenn sie unverheiratet sind, interessieren mich gerade noch sekundär. Prinzen jedoch, die heiraten, interessieren mich ungefähr so wie die Wasserstandsmeldung vom leztzten Jahr. Genauso wie der Eurovision Song Contest oder Fußball. Manchmal bedaure ich es ja, daß mir irgendwie so ein Gen für Volkslustbarkeiten fehlt.
So muß man sich dann halt selbst bespaßen und belustigen. Ich habe heute mal wieder die richtig anstrengenden und schwierigen Choreografien hervorgekramt, um sie zu üben, und dann denke ich mir, eigentlich würde ich lieber nur die Choreografien machen und andere dazu tanzen lassen, die mehr Körperbeherrschung haben als ich. Aber das wäre natürlich nicht Sinn der Sache. Und auch, wenn es anstrengend ist, sowas immer und immer wieder zu üben, ist es halt dann doch schön, wenn es sich von mal zu mal besser anfühlt und flüssiger, wenn man tatsächlich merkt, daß bestimmte Schrittfolgen oder Sprünge immer einfacher werden. Irgendwie gibt das einem ein tolles Gefühl und ich versuche mich nur noch auf dieses Gefühl zu konzentrieren und nicht mehr auf das Gewicht. Beim Gewicht bin ich eh jedesmal enttäuscht, wenn es nur langsam voran geht. Was das Tanzen betrifft, geht es zwar auch nur in kleinen Schritten voran, aber diese kleinen Schritte sind viel deutlicher zu spüren, weshalb man sich darüber trotzdem freuen kann. Dann weiß ich auch wieder, warum ich mir immer so relativ komplizierte Choreografien ausdenke, über die ich anfangs und immer wieder fluche.

from ❀Tänzerin zwischen den Welten (...oder ein Blumenkind im Asphaltdschungel) https://ift.tt/2IyLJcS

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