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Dienstag, 27. November 2018

Babyrettung und Theaterrolle

Während ich mein Bett, welches mitten unter freiem Himmel steht, kurz einmal verlasse, kommt ein Raubvogel herabgesschossen, schnappt sich das blütenweiße Laken und fliegt damit davon. Ich schaue ihm hinterher und überlege, wie ich wieder an mein Laken komme. Währenddessen verändert sich das Bild dahingehend, daß sich nun halb eingewickelt im Laken ein Baby befindet, welches vom Raubvogel davongetragen wird. Ich wundere mich darüber gar nicht und frage mich auch nicht, warum da auf einmal ein Baby ist, sondern konzentriere mich nur ganz darauf, den Vogel zu beobachten, um eventuell eingreifen zu können. Der Vogel läßt sich auf einem Baum nieder, ist jedoch zusammen mit seiner Beute so schwer, daß sich der Baum bis fast nach unten biegt und dabei quer über den Straßenbahnschienen befindet. Ohne zu schauen, ob eine Straßenbahn kommt, laufe ich mitten auf die Schienen und schnappe mir das Baby, das im Baum hängt. Mit einer Hand versuche ich außerdem noch an das Laken zu kommen, aber dieses erreiche ich nicht.

Später wird mir bewußt, daß ich gleich in einer Theatervorstellung auf die Bühne muß, aber nicht ein Wort von der ganzen Rolle gelernt habe. So ganz wohl ist mir bei dem Gedanken nicht, mich völlig zu blamieren und sagen zu müssen, daß ich von der Rolle keine Ahnung habe. Aber ich lasse es einfach auf mich zukommen. Lernen bringt jetzt auch nichts mehr. Irgendwo in den langen Gängen des Theatergebäudes sehe ich die Raubmaus. Sie trägt über einer schwarzen Hose kniehohe schwarze Lackstiefel, ein dunkelblaues Oberteil und ihre Haare sind offen und scheinbar schwarz gefärbt.

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