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Donnerstag, 14. März 2019

Löwen vertreiben und Alarmpremiere

Im Traum der letzten Nacht überquerte ich eine Autobahn, um zu einer grünen Schneise zu gelangen. Dort sah ich mit ziemlicher Geschwindigkeit im hohen Gras etwas auf mich zukommen, konnte aber noch nicht erkennen, was für ein Wesen das ist. Erst hielt ich es für ein Wildschwein, doch dann stellte sich heraus, daß es sich um drei, immer eng beisammen bleibende, Löwen handelt. Es waren keine ausgewachsene Löwen, aber auch keine Babys mehr. Löwenkinder, vor denen ich so zu dritt schon genug Respekt hatte, um stehenzubleiben. Sie blieben ebenfalls stehen und funkelten mich mit wilden grünen Augen an. Für einen Moment war ich etwas ratlos und wußte nicht, wie ich mich am besten verhalte, doch dann entschied ich wohl, daß Angriff die beste Verteidigung ist und begann sie anzuknurren und anzufauchen, als wäre ich selbst ein Löwe. So knurrte und fauchte ich, während sie mich verdutzt anschauten und irgendwann wachte ich von meinem eigenen Knurren und Fauchen auf. Ich habe den Verdacht, daß ich im Schlaf die ganze Zeit laut diese Raubtiergeräusche von mir gegeben habe. Hätte mich ja mal interessiert, wie sich das so für Außenstehende anhört. *lol*

Eigentlich hatte ich geplant, heute endlich mal die Osterkekse zu besorgen, aber die BVG machte mir einen Strich durch die Rechnung. Zum Glück las ich davon vorher in einem anderen Blog, daß gerade gestreikt wird. Ich gehöre nämlich immer zu den Kandidaten, die eine Stunde irgendwo an der Haltestelle herumstehen, bis sie von mitleidigen Beobachtern auf den Streik hingewiesen werden. Bei meinem Bus kann es nämlich durchaus auch mal so vorkommen, daß er eine halbe bis eine Stunde später kommt, weshalb ich nicht automatisch gleich an einen Streik denke.

Und ich hatte Alarmpremiere von einem der Rauchmelder. Natürlich war es der im Flur, der sich genau vor der Küchentür befindet. Den Ort fand ich ja von Anfang an etwas blöd, da ich die Küchentür eigentlich immer offen stehen lasse. Inzwischen habe ich mir angewöhnt, sie dann doch beim Brutzeln ein bißchen ran zu machen. Nur gestern, beim Schnitzel braten, habe ich wohl nicht daran gedacht. ich fand es aber gar nicht so laut wie befürchtet. Ja, ich hielt es sogar zuerst für meine Waschmaschine, die auch so einen lauten Piepston von sich gibt, wenn sie ihre Aufträge erledigt hat, und dann dachte ich, er käme aus dem Film im Fernsehen. Erst danach kam ich auf die Idee, daß es der Rauchmelder sein könnte. Und war ziemlich genervt, weil ich schon die Befürchtung hatte, auf die Leiter klettern zu müssen, da ich keinen vernünftigen Besen besitze. Ich bedaure es etwas, daß ich den guten alten stabilen DDR-Besen, der an die dreißig Jahre seinen Dienst getan hat, gegen so ein klappriges Kunststoffteil mit Aluminiumstiel ausgetauscht habe. Dies tat ich nur, weil man den Aluminiumstiel ineinander und wieder auseinander schieben kann, was ich praktisch für die Aufbewahrung fand. Allerdings ließ sich der Stiel schon nach zwei Jahren nicht mehr richtig festschrauben, d.h. wenn ich auf ihn Druck ausübe, schiebt sich gleich wieder alles zusammen. Es funktionierte dann doch auch mit leichtem Druck, aber hinterher fiel mir ein, daß ich ja noch einen Regenschirm an der Gardrobe zu hängen habe, den ich nie benutze, außer manchmal wenn ich tanze. Der läßt sich dafür prima verwenden und hat nun gleich einen weiteren artfremden Zweck als Daseinsberechtigung.

1 Kommentar:

  1. Ich wäre mir nicht sicher, meine Rauchmelder mit einem Besen oder Regenschirm auszubekommen. Ich weiss schon nicht mehr, wie es geht.

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