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Donnerstag, 24. Oktober 2019

Über den Boden fliegen und ganz neue Seiten

Die letzte Nacht war mal wieder eine 444-Nacht, d.h. ich bin aufgewacht und habe um 4:44 h unwissentlich auf die Uhr geschaut. Der Kurs gestern nach den Ferien war super, weil ich dadurch, daß der Rücken besser ist, viel schöner mitmachen konnte und es dann natürlich auch gleich mehr Spaß macht. Allerdings hat sich der Rücken nach dem Kurs wieder ein bißchen wie vom Laster überfahren angefühlt, ich hoffe jedoch, wenn ich ihm zwischendurch genug Ruhe gönne, daß er sich dann schnell beruhigt und das nur noch die Nachwehen sind. Die Kursleiterin wollte mir erst verbieten, die eine etwas schwierigere Bewegung auf dem Boden mitzuüben, weil man dazu mit den Füßen auf den Boden kommen muß. Das fand ich gar nicht gut, aber ich konnte sie überzeugen, daß ich inzwischen die Füße wieder auf den Boden bekomme, wenn ich es auch nicht lange halten kann. Dann durfte ich doch mitmachen und mit Hilfestellung habe ich es sogar einmal richtig hinbekommen, allerdings hatte ich hinterher keinen Schimmer, was ich eigentlich da gemacht habe. Wir waren gestern insgesamt nur zu dritt, was natürlich für einen Schüler toll ist, wenn so viele Kapazitäten für persönliche Hilfestellungen vorhanden sind. Später zu Hause fiel mir auf, daß es früher in der Schule nie vorgekommen ist, daß ich einen Lehrer angebettelt habe, etwas mitmachen zu dürfen. Eher das Gegenteil war der Fall. Das war wohl eine wirkliche Premiere.

Später habe wir mit der Tanzchoreo weitergemacht und sollten ganz ohne Ansage, Vormachen und ohne Einzählen alleine tanzen, dabei aber gleichzeitig auf den anderen achten. Oh weh! Die Choreo ist dabei nicht das Problem, die habe ich weitestgehend drauf. Aber es hat schon seine Gründe, warum ich Paartanz sehr viel weniger mag. Es ist einfach zu viel Information für mich, wenn ich noch auf jemand anderen achten soll als nur auf die Musik. Und die Musik, zu der wir tanzen, ist auch keine wirkliche Hilfe, um irgendwie synchron zu bleiben, da es keine richtige Struktur und keinen Anfangspunkt gibt. Dazu stehe ich gerne ganz am Ende der Halle, wo ich in der Richtung, in der wir teilweise tanzen, niemanden vor mir habe. Das gefällt mir, denn so lenken mich andere weniger ab. Allerdings muß ich dann natürlich doch ständig nach hinten gucken, wie weit der oder die Mittänzer sind. Ich kann mir aber kaum vorstellen, daß es so gewollt ist, daß man dauernd nach hinten guckt. Eigentlich sollte ich mich darauf verlassen können, daß die anderen sich dann an mir orientieren.
Aber der Kursleiterin hat es gefallen. Sie meinte, sie ist stolz auf uns. Na das hört man doch gerne von seinen Lehrern! Und das, obwohl es sich immer noch weniger wie über den Boden fliegen anfühlt, als vielmehr über den Boden kriechen. Und dennoch habe ich das Gefühl, daß alleine schon dadurch, daß man es tut, sich Dinge im Körper verändern. So als würde der Körper denken: "Halt mal! Was sind das denn für komische Bewegungen, die die da plötzlich dauernd macht. Die kenne ich ja gar nicht! Achtung, Achtung an alle! Generalversammlung! Wir brauchen ganz dringend eine Umstrukturierung."

Heute ließ mir die Sache mit der verdrehten Figur keine Ruhe und ich wollte ihr auf den Grund gehen. Erst probierte ich auf dem Wohnzimmerteppich, wo ich aber wieder nur zur Seite plumpste, bis ich begriff, daß ich gar nicht über die Schulter rolle, sondern mit der Schulter nur einen Halbkreis auf dem Boden schiebe oder rutsche. Über die Schulter gerollt bin ich zuerst, aber die Kursleiterin meinte, das sei etwas anderes und diese Verdrehung, die wir machen sollen, ist einfacher (also wenn man erstmal weiß, wie). Das geht auf Teppich natürlich nicht, weshalb ich in die Küche ging und dort probierte. Links bekam ich es auch sofort richtig hin, aber rechts ging erstmal überhaupt nichts. Irgendwann habe ich es rechts doch hinbekommen, das war aber eine schwere Geburt, wie man auf dem Video sieht. Verstehe ich gar nicht, warum das so ist, vielleicht habe ich auf einer Seite irgendein Muskeldefizit. Auf dem Video halte ich auch noch ein paar Selbstgespräche mit mir, aber das ist normal und kein Grund zur Besorgnis.

Bodenturnen

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