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Donnerstag, 12. März 2020

Die Anime-Doppelgängerin

Beim Contemporary-Kurs gestern kam eine Mittänzerin zu mir und teilte mir mit, daß ich sie vom Aussehen immer an "Makoto" erinnere. Ich so: Hä, nie gehört. Wer is'n das? Dann erfuhr ich, daß dies kein C-Promi ist, sondern eine Anime-Figur aus Sailor Moon. Natürlich war ich neugierig und habe meine geheimnisvolle Doppelgängerin gleich mal gebingt. Denn was Anime und Zeichentrick betrifft, bin ich vollkommen unwissend und ungebildet, da ich sowas weder als Kind noch später als Erwachsener geschaut habe. Makoto ist also eine Mädchen-Kriegerin und nennt sich auch Sailor Jupiter, aha. "Sailor Jupiter: Makoto Kino (木野 まこと Kino Makoto = Aufrichtigkeit der Bäume) ist sehr groß und kräftig – deshalb ist sie unheimlich stark und kann gut kämpfen, passenderweise ist der Planet Jupiter der größte in unserem Sonnensystem. Wenn sie Sailor Jupiter ist, hat sie Macht über Blitze und Pflanzen (der römische Gott Jupiter schickte Blitze auf die Erde, wenn er zornig war). Im Japanischen wird der Jupiter als Holzstern bezeichnet. Nachdem Makotos Eltern bei einem Flugzeugabsturz gestorben sind, hat sie früh lernen müssen, allein zurechtzukommen. Ihre Interessen beinhalten Haushalten, Kochen, Kampfsport und Gärtnern. Außerdem sieht sie in jedem gutaussehenden Jungen ihren Ex-Freund oder Abiturienten, der ihr das Herz gebrochen hat. Makoto ist ein liebenswertes Mädchen, am liebsten bekocht sie ihre Freunde." (aus Wikipedia)
Immerhin hat sie sogar wie ich grüne Augen. Von ihrer Haarfülle allerdings kann ich nur träumen und auch sonst würde ich mich selbst wohl weniger in ihr erkennen.

Gestern waren wir wieder nur eine ganz kleine Gruppe, aber manchmal ist das ja auch von Vorteil. Wir haben die Gunst der Stunde genutzt und die Kursleiterin wegen des schwierigen neuen Parts der Choreografie gelöchert. Irgendwie ist die Kursleiterin beim letzten Mal ziemlich übermütig geworden und hat kurz vor Schluß des Semesters noch gleich drei Drehungen hintereinander angehängt. Erst eine Pirouette, und dazu soll es noch eine "schiefe" Pirouette sein - dabei ist es ja so schon nicht so einfach, das Gleichgewicht zu halten -, danach eine lockere Drehung und gleich hinterher so eine verschraubte Drehung mit gestrecktem hohen Bein. Diese Drehung kann man noch nicht mal zu Hause richtig üben, weil ich immer irgendwie den Fuß anziehen oder abknicken muß, aber selbst dann stoße ich dauernd irgendwo an. Deshalb finde ich es richtig doof, daß sie mit sowas kurz vor Ende anfängt, statt erhöhte Schwierigkeitsgrade gleich am Anfang in die Choreo zu nehmen, damit wir entsprechend viel Zeit haben, das in wirklich vielen Wiederholungen in der Turnhalle zu üben, während der einfachere Kram ja tatsächlich nur zwei- oder dreimal Wiederholung braucht. Wir sind nicht nur keine Profitänzer, sondern weder vorgebildet noch vorgeübt, da braucht man für sowas schon ein wenig länger. Und selbst ohne einen drohenden Auftritt würde ich es gerne so einigermaßen sicher durchtanzen können, aber während man bei anderen schwierigeren Bewegungen ja durchaus ein bißchen "schummeln" kann, ohne daß es zu merkwürdig aussieht, ist dies bei Drehungen kaum möglich. Und ich finde es schon einen gewaltigen Unterschied, ob man intuitiv und spontan eine Drehung tanzt, oder ob an einer bestimmten Stelle, komme was wolle, egal ob man sich gerade danach fühlt und dazu bereit ist, eine Drehung auf eine festgelegte Weise getanzt werden MUSS. Draußen stürmt es im übrigen gerade so gewaltig, daß das ganze Haus hier wackelt.

Makoto2 Makoto3 Makoto1 Makoto4

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