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Dienstag, 12. Mai 2020

Yoga-Literatur

Trotz meiner doch recht umfangreichen Bibliothek besitze ich erstaunlicherweise relativ wenig Yogabücher. Ist ja im Grunde auch nicht wirklich notwendig, es gibt genug Internet- und Appangebote für Yoga, sogar gute Anleitungen und Videos. Allerdings habe ich mit Yoga, damals vorrangig wegen des Rückens, angefangen, als es diese noch nicht gab, oder aber, ich sie noch nicht entdeckt hatte. Es gab z.B. eine Zeit, da habe ich Videoplattformen strikt ignoriert, weil ich Videos als Zeitfresser empfand. Erst durch das Tanzen fing ich an, auch Videos zu schauen, da sich Tanzfitness anders eher schlecht transportieren läßt. Allerdings muß mich das Video dann von Anfang an mit der Choreo oder den Schritten "catchen" und neugierig machen, ansonsten bekomme ich keine Lust, es auszuprobieren und klicke wieder schnell weg.

Angefangen hat alles mit dem Buch "Yoga für die Frau" von Gite S. Iyengar, ein ziemlich dickes Buch, welches sehr ausführlich auf die gesundheitlichen Wirkungen der einzelnen Asanas eingeht. Ein weiterer Vorteil des Buchs ist, daß die Asanas in s/w-Fotografien von pummeligen Inderinnen dargestellt werden, was bedeutet, daß man nicht in die Verlegenheit kommt, sich mit Yoginis zu vergleichen, die in den üblichen hippen Yoga-Büchern alle wie Models aussehen. Dementsprechend bietet das Buch allerdings eher wenig Ästhetik und dafür geballtes Wissen.


Neugierig gemacht erstand ich kurz danach "Die Yogabox" von Anna Trökes mit der ich lange und viel gearbeitet habe, weil ich die einzelnen Karten, auf der jeweils ein Asana erklärt ist, ganz praktisch fand. Allerdings ist da irgendwie seit längerer Zeit die Luft raus und ich glaube, es liegt daran, das diese Karten doch eher etwas für absolute Neueinsteiger sind. Irgendwann kommt der Punkt, wo einem die Asanas zu wenig und die Erklärungen zu kurz sind. Es sind zwar ziemlich viele Karten (76), aber darunter auch sehr viele einfache Entspannungs- und Stretchingübungen, mit dem Schwerpunkt auf dem Rücken. Zudem wird es irgendwann lästig, wenn man inzwischen ohne Karten übt, aber zu einer bestimmten Position etwas nachlesen will und immer erst alle Karten durchsortieren muß.

Außerdem hinzu kam 2004 (Amazon zeigt mir das sogar noch an) das relativ dünne Büchlein "Jung bleiben mit Yoga: Entspannungs- und Energieübungen für die Frau ab 30" von Uschi Ostermeier-Sitkowski, das ich immer noch gerne mag, weil es zwar nur eine kleine, aber feine Auswahl an Übungen beinhaltet, die fast alle auch für nicht große Sportskanonen machbar sind.


Und nun habe ich diese sehr kleine Sammlung um ein neues Yoga-Buch erweitert, das erste Buch überhaupt, welches ich in diesem Jahr gekauft habe, da ich von mir selbst inzwischen für jeden Bücherkauf erstmal drei Ausnahmegenehmigungen einholen muß. Was mich materiell belastet, soll auch einen entsprechend adäquaten geistigen Wert haben, damit es sich überhaupt lohnt, es mit sich herumzuschleppen. Ich finde, bei diesem Buch, "Yoga" von Wanda Badwal lohnt es sich. Zwar ist es von der Aufmachung ein eher hippes und modernes Buch, die Autorin zudem noch ehemaliges Model, d.h. die großformatigen Fotos im großformatigen Buch sind schon recht hübsch und auf die Bauchmuskeln kann man wirklich neidisch werden, aber es hat trotzdem deutlich mehr zu bieten. Und zwar sowohl im Gehalt als auch in der Übersichtlichkeit. 108 Asanas, zusätzlich mit Abwandlungen, sind genauestens erklärt - genauer als ich es jemals gelesen habe, mit den häufigsten Fehlern und Tipps, einer passenden Affirmation, dazu gesundheitliche Wirkungen, sowie in Verknüpfung mit Ayurveda Wirkungen auf Chakren und Doshas. Und das alles zudem noch angenehm übersichtlich. Nur leider fehlt ein Stichwortverzeichnis, weshalb man einzelne Asanas mit Durchblättern suchen muß. Da das Buch aber farblich in Rückbeugen, Seitbeugen, Vorbeugen, Drehungen, Streckungen und Umkehrhaltungen unterteilt ist, sollte sich das Suchen in Grenzen halten, wobei ich die Einsortierung manchmal jedoch etwas merkwürdig finde.


Eine weitere Neuanschaffung von mir ist das englischsprachige Orakeldeck "A yogic path" von Sahara Rose, welches gerade erst in einer Box neu erschienen ist. Es beinhaltet natürlich weniger körperliche als spirituelle Aspekte in Form von Karten, die Begriffe des Yoga und des Ayurveda, sowie Namen der Chakren und Götter tragen. Es gibt zu jeder Karte jeweils eine allgemeinverständliche Erklärung, so daß man kein studierter Yogini sein muß, um die Karten zu verstehen. Die Karten und die Box sind wirklich wunderschön aufgemacht, nur leider ist die winzige Schrift des Guidebooks eine echte Herausforderung. Mit viel gutem Willen kriege ich es auch ohne Lesebrille hin, aber um schnell mal nachzuschlagen, ist das ziemlich lästig. Natürlich wollte ich die Karten gleich einweihen und zu "spielen" beginnen.  Also habe ich diverse Fragen gefragt und eine Antwort gezogen, z.B. welches meine größte Stärke und welches meine größte Schwäche ist. Was die Schwäche betrifft, paßt das schon irgendwie, allerdings hätte ich nicht gedacht, daß es so schlimm ist.

Also meine größte Schwäche:

Pitta - the fiery Dosha reverse

Has the fire you were fueled by now burned you? When Pitta is upside down, chances are, your fire has depleted. Perhaps you were so focused on the next step that you forget to remember der greater picture. It's easy to become caught up in the day-to-day when Pitta is in command; however, too much pent-up fire can cause anger, agitation, and impatience. Allow yourself to go with the flow. Life doesn't always go your way, and that's what makes it beautiful. Ease and grace are your mantras, and cooling fruit and vegetables are your medicine. 

(Eigentlich genau dasselbe, was ich bereits >>hier schrieb.)

Und meine größte Stärke:

Yamas - upright

Your kindness, compassion and generosity beam to all around you. The ahimsa, compassion, you display to all living things does not go unnoticed. Only honesty flows from your lips, you speak words steeped in truth, satya. You display honor in your asteya, non-stealing, because of your deep sense of brahmacharya, control. You focus on what truly matters and have let go of excess belongings, practicing aparigraha, or non- possessiveness. Continue shedding all that doesn't serve you as you blossom closer to your highest self. 

Was tut mir jetzt gut und sollte ich dringend verändern:

Svadhishthana - sacral chakra reverse

Creativity is like a fountain, and when it's not replenished, it runs dry. Has life gotten in the way of the things you used to do that really lit you up? It's time to come back to them. Go back to those poems, take out your old canvas, begin singing again, open up the cobwebs of your body and let shakti movement come through. When you live a life you love, abundance flows your way und pleasure follows suit. Make your life an expression of the divine, and ride the orgasmic waves of creativity. 

Tja, das ist leider in der letzten Zeit durch Aufregung, Ängste (nix mit Corona) und Krankheit tatsächlich sehr zu kurz gekommen.


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