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Donnerstag, 14. Januar 2021

Als wäre es gestern gewesen...

Man kann direkt noch den Bahnhof ohne Center und den "Alles vom Fisch"-Laden sehen. Dann das Café Nord, bzw. genauer Tanzcafé Nord und den Thuleclub. Irgendwie war es früher zu DDR-Zeiten normal, daß es fast überall Clubs und Tanzcafés gab, und nicht nur vereinzelt irgendwo im Szene-Viertel. Die sind inzwischen fast ausgestorben, genauso wie Spielplätze. Vielleicht aus denselben Gründen, weil Kinder und Jugendliche statt draußen zu spielen oder zu tanzen und zu feiern, heute lieber vor Computer und Spielkonsole sitzen. Auf der anderen Seite dann die Löffelerbse. Nur die Grilletta habe ich nicht gesehen, die müßte es zu dieser Zeit aber auch noch gegeben haben. Falls jemand nicht weiß, was eine Grilletta ist - so hießen Burger in der DDR. Aber so ein Grilletta-Imbiß war nicht nur ein lumpiger Burger-Imbiß wie jetzt bei uns, sondern es gab sie in wirklich unzähligen Varianten eine lange Speisekarte voll. Ich habe sie meist mit Ananas gegessen. Die Schönhauser Allee war damals meine "Einkaufsmeile".  Manchmal träume ich heute noch, daß ich sie rauf oder runter spaziere. Vom Café Nord träume ich aber seltsamerweise überhaupt nicht, obwohl ich dort jeden Samstag und manchmal auch sonntags war, aber nie freitags. Deshalb haben mich meine Kumpels, wenn "Die da" von den Fantastischen Vier lief, immer damit aufgezogen, mit dem Finger auf mich gezeigt und laut mitgesungen: "Freitags ist sie nie da!" *lol* Im nachhinein bereue ich das ja ein bißchen und denke mir, vielleicht hätte man doch konsequent alles mitnehmen sollen was geht. Sowas kommt nie wieder.

Kommentare:

  1. Hach ja, solche Videos sehe ich mir auch immer wieder gerne an. Es ist vieles verschwunden, was damals das Leben ausgemacht hat. Bei mir war es zwar nicht die Schönhauser Allee, aber es ist egal, welche Straße - die Veränderungen sind die selben.
    Grilletta... Bei uns am Hauptbahnhof gab es etwas, das sich so nannte. Eine Scheibe Toastbrot mit einer gebratenen Wurstscheibe und Ketchup drauf. Dafür stand man dann 20 Minuten an und riskierte, den Zug zu verpassen. So war das in der Provinz. In Berlin gab es freilich Besseres und mehr Auswahl.
    Kaum zu glauben, dass das jetzt schon 30 Jahre her ist. Es war auf jeden Fall eine spannende Zeit!
    Liebe Grüße
    die Hoffende

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    1. Also Toastbrot mit Wurstscheibe ist nicht die "richtige" Grilletta. Diese war wie ein Burger mit Brötchen und Fleischpatty. Da hat sich wohl jemand frech am Namen bedient. ;-)

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    2. Och, ich glaub', in der DDR nahm man das nicht so genau. Immerhin waren wir nicht in Berlin, da nahm man, was man hatte, und verkaufte es als das, was die Leute wollten. ;-)

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    3. Genau. Ich könnte mir auch vorstellen, daß man außerhalb von Berlin gar nicht viele wußten, was eine echte Grilleta ist und halt nur den Namen kannten.

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