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Samstag, 16. Januar 2021

Die Zeit der Schnecke

Es hat schon irgendwie etwas Symbolhaftes, wenn ich jetzt während des Mega-Super-Duper-hardest Lockdown ever mit einer Schnecke zusammenhause. Vielleicht kann ich sie ja dazu dressieren, mir beim Tanzen zuzuschauen. In den Tierboten von Angela Kämper steht zu Schnecken folgendes: "Du hast jetzt sehr viel mehr Zeit zur Verfügung, als du es dir bislang vorstellen konntest. Voreilige Schlüsse, übereilte Maßnahmen und schnelle Umsetzungen scheinen dich momentan eher haarscharf an deinem Ziel vorbeizuführen, als dir den gewünschten Erfolg zu bringen. Lass dir Zeit, deine nächste Wegetappe in Ruhe, Schritt für Schritt zu gehen." Anders geht es gerade auch gar nicht. Zwischendurch fand ich ein altes Tagebuch aus der Zeit der Reiher. Tja, nun bin ich definitiv in der Zeit der Schnecke angekommen. 

Mein neues Forschungs-Projekt in diesem Jahr ist aber sehr gut geeignet, um es mit Weile anzugehen, da ich es eh immer mit einer Woche befriste und dann wieder Pausen einlege, damit vor jedem Selbstexperiment dieselben Voraussetzungen geschaffen sind. Deshalb weiß ich gar nicht, ob ein Jahr überhaupt dafür reicht oder es länger dauern wird. Auch einen neuen Workout-Tracker habe ich dafür geschaffen. Früher hatte ich das Kästchen-Ausmalen, aber das ist mir jetzt schon zu aufwendig. Und eine App zum Tracken habe ich zwar ebenfalls, aber da muß ich erst alles genau eingeben und dann habe ich noch nicht mal einen einzigen schnellen Überblick. Deshalb nun Smileys - den Mund zu malen, kriege ich gerade noch hin. Und so sehe ich auf einen Blick, ob die Woche gültig ist oder nicht. Zu Schnecken bedeutet eben auch, den Energieaufwand auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Ok, es ginge sicher noch minimalistischer, aber dann würde ich es nicht mehr ernst nehmen. Außerdem ist es nett, mal freundlich angelächelt zu werden. 

PS: Die Schnecke hat heute zum ersten Mal etwas vom Apfel geknabbert. Hat wohl doch Hunger bekommen vom vielen Schlafen - oder was die sonst so in ihrem Haus treiben...

Kommentare:

  1. Herrlich, diese Schneckenbeiträge! (Wer kümmert sich schon um eine Schnecke? Andere würden ganz anders damit umgehen!)

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    1. Ist gar nicht zu verstehen, so anspruchslos, wie sie ist. Versteckt sich nur, schläft und konsumiert minimalste Mengen welkendes Gemüse. Ich muß immer aufpassen, sie nicht zu vergessen.

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