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Sonntag, 1. August 2021

Die Wut des CuChulinn

"Dann erzittern alle seine Glieder und Gelenke. Sein Körper dreht sich in seiner Haut, so daß seine Füße und Knie nach hinten, seine Fersen und Waden nach vorne schauen. Die Muskeln seiner Waden liegen wie Kriegerfäuste auf den Schienbeinen. Die Adern in der Nackengrube schwellen zur Größe von Kinderköpfen. Sein Gesicht wird eine schwarze Schale. Sein eines Auge schluckt er so tief ein, daß es kaum ein Kranich mit seinem Schnabel erreichen könnte. Das andere Auge springt nach außen auf die Wange hervor. Sein Mund verzerrt sich derart, daß sein Schlund sichtbar wird, in welchem man Lunge und Leber flattern sieht! Sein Herz schlägt mit der Lautstärke eines brüllenden Löwen. Seine Haare sträuben sich so stachelig, daß man Äpfel daran aufspießen könnte. An seiner Stirn steigt der Kriegermond empor, so dick wie ein Schleifstein. Ein Strahl braunen Blutes schießt aus seinem Schädel hervor, so hoch wie ein Mastbaum, um den sich ein dicker Zaubernebel bildet."

(aus "Keltische Mythen. Der Mensch und seine Anderswelt." von Ingeborg Clarus)

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