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Donnerstag, 25. November 2021

Dankbarkeits-Booster

Einen positiven Nebeneffekt hat dieser ganze Wahnsinn, der gerade in der Welt tobt, für mich. Denn meine Dankbarkeit dafür, wie privilegiert ich bin im Vergleich zu anderen. hat deutlich zugenommen. Man merkt jetzt extrem, wieviele Vorteile ein gewisser Grad innerer Freiheit und an Wissen mit sich bringt. Leider wird einem aber innere Freiheit nicht geschenkt, sondern man muß eine ganze Menge dafür tun. Genau deshalb bin ich manchmal inzwischen auch für meine Krankengeschichte dankbar, weil erst diese quasi den Anstoß gegeben hat, herauszufinden, wie ich besser mit Ängsten und Zumutungen umgehe. Und alleine auf diesem Weg fällt schon ein Glaubenssatz nach dem nächsten und jeder gefallene Glaubenssatz ist ein Stückchen mehr Freiheit. Auch für meine äußere Freiheit kann ich sehr dankbar sein. Natürlich bin ich ebenfalls von Einschränkungen betroffen, aber tatsächlich kaum spürbar. Würde ich mich von all dem Wahnsinn, besonders auch dem Internet und Medien zurückziehen, würde ich nur noch anhand der Masken etwas mitbekommen. Und dann würde es mir wahrscheinlich so gehen, wie ich schon einmal schrieb, daß ich als Letzte mit FFP2-Maske in den Supermarkt renne und alle mich komisch angucken, weil der Spuk längst vorrüber ist. Selbst eine Impfpflicht, die jetzt anscheinend doch in Betracht gezogen wird, >>da schon mal das 'Nein' zur Impfpflicht der Regierung aus dem Netz entfernt wurde, muß mich nicht kratzen, obwohl ich sie in Hinblick auf die nicht abgeschlossenen und unterbrochenen Studien, die bedingte Zulassung, die nur für Notlagen gilt, und das Verhältnis zwischen Impfnebenwirkungen (Zahlen Paul-Ehrlich-Institut) und Impfwirksamkeit (Zahlen RKI) für einen Rechtsbruch halte, jedenfalls würde sich mein Staatsrechtsdozent vermutlich im Grabe umdrehen.

Es ist immer mal wieder sehr verführerisch, sich von allem abzuschotten und in der eigenen Welt zu bleiben, zeitweise tue ich das regelmäßig. Am Anfang der Pandemie fühlte ich mich noch bemüßigt, mein Wissen und meine persönlichen Erfahrungen an andere weiter zu geben, um die Panik zu lindern. Aber ehrlich - wer wirklich bereit ist, selbstwirksam zu denken und zu handeln, der wußte das alles bereits (es waren nicht umsonst viele gut gebildete Mediziner und Alternativmediziner mit Praxiserfahrung, z.B. bei der Behandlung des Epstein-Barr-Virus, die bereits bei den frühesten Medienberichten "Lunte gerochen" haben) oder hat es sich inzwischen angeeignet. Wer das aber nicht möchte, der wird alle Infos darüber ausblenden oder abwerten und angreifen, egal woher sie kommen. Zum Glück ist das eine Entscheidung, die jeder für sich selbst trifft, nämlich ob man sich überhaupt informieren will, sowie ob man sich wirklich offen informiert und alles selbst verbindet und verarbeitet, oder nur das aufnimmt, was die eigenen Bedürfnisse nicht stört. Das ist auch richtig so, denn manchmal ist es lebensnotwendig für die Psyche, Dinge zu verdrängen. Und zum Glück für uns alle ist dies eine individuelle Entscheidung, die hier nicht einmal mit einem Zwang beeinflußt werden kann. Hin und wieder wird man doch wieder in den Strudel gerissen, gerade wenn es um neue Maßnahmen geht, weil man glaubt, man müsse darüber bescheid wissen. Oder wenn meine sehr sensiblen Antennen für Manipulation, Mißbrauch und Mobbing, die drei großen Ms, mal wieder vibrieren. Ich weiß nicht, ob ich dem mit meinem Schreiben überhaupt etwas entgegensetzen kann, aber irgendwie hoffe ich das wohl doch, denn ansonsten würde ich es ganz sein lassen und mich einfach nur freuen, daß ich bei diesem Spiel nicht mitmachen muß. 

Manchmal kommt es mir so vor, als hätte mich das Leben genau auf diese jetzige Situation schon seit Jahren vorbereitet. Denn all die Fähigkeiten, die ich gezwungen war, mir anzueignen, kommen mir nun phänomenal zugute. Und mit gezwungen meine ich gezwungen, denn hätte ich es nicht getan, wäre ich jetzt nicht mehr hier. Es gibt ab und zu Momente, in denen ich mich frage, ob das nicht die bessere Wahl gewesen wäre. Meist aber wundere ich mich, warum ich so viel Glück habe und so viel passende Vorbereitung erhielt, während andere Menschen in dieser Pandemie so gebeutelt werden. 

Häufiger lese ich inzwischen, daß die derzeitige Situation mit einem großen Milgram-Experiment verglichen wird. Wenn es wirklich ein großes Milgram-Experiment ist, dann wissen wir ja, wie es ausgeht. Auf der Zunge zergehen lassen sollte man sich die Sätze 3 und 4 des Milgram-Experiments: „Es ist absolut notwendig, dass Sie weitermachen“ und „Sie haben keine Wahl, Sie müssen weitermachen!“ Die Menschheit kann halt noch so viele wissenschaftliche Experimente und Studien veranstalten - sie lernt nicht viel daraus. Lerneifriger sind da eher diejenigen, welche die leichte Manipulierbarkeit durch Autoritäten weidlich für ihre eigenen Pläne ausnutzen. Volksverhetzung, also das Herabsetzen und Hetzen gegen eine Bevölkerungsgruppe, ist ein Straftatbestand, aber die Entscheidung darüber, was als Hetze gilt und was nicht, scheint in Deutschland nur der zu treffen, der am längeren Hebel sitzt. Also alles wie immer. In bestimmten Bereichen des Internets hat man fast den Eindruck, als seien dort bezahlte "Schlägertrupps" unterwegs. Mit der Suchmaschine und in den sozialen Netzwerken findet man manchmal die seltsamsten neuen Pseudo-Nachrichtenseiten in Droh-Nazisprech-Manier oder Troll-Invasionen. Und es gibt stets genug labile und naive Personen, die sich von sowas beeinflussen lassen. Dafür wird es aber analog immer kuscheliger. Auf mich wirkt das alles inzwischen mehr wie eine Inszenierung. Könnte also sein, daß ich mich demnächst lieber mit meinen Tagebüchern unterhalte, denn das ist dann doch nährender, als sich ein schlechtes Theaterstück zu geben, auch wenn man nur der Zuschauer ist.

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