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Freitag, 30. September 2022

Independence Day

Wenn ich nicht mehr tanzen darf, nicht einmal zuhause, habe ich viel Zeit, um Ausblicke zu knipsen. Kennt man ja aus "Das Fenster zum Hof". Und diese unten verlinkte Aussicht stellt gerade ziemlich genau meine Stimmung auf der Strafbank dar. Was für ein Zufall! Heute morgen waren es unter 10 Grad, so kalt, wie sonst nur im Winter. Was will man von diesem Jahr auch erwarten. Ich habe dann doch schon die Heizung angestellt, obwohl erst morgen Oktober ist. Vermutlich bekommen wir im Winter mindestens 10 Grad Minus und eine ein Meter hohe Schneedecke, die erst im April schmilzt. Für die Gletscher wäre das fantastisch, aber für die Energiekrise eher weniger. 

Auf Putin brauchen wir nicht mehr zu hoffen, der Drops ist gelutscht. Ich glaube kaum, daß er jemals wieder mit uns offiziell Handel betreibt. Warum sollte er? Schließlich wird er sein Gas viel lukrativer woanders los. Und selbst wenn er bereit wäre, würden die USA es zu verhindern wissen, wie sie ja bereits angedroht haben. Im Grunde gibt es nur noch eine einzige Lösung - Deutschland muß so weit wie irgend möglich nicht nur unabhängig von Russland, sondern auch von den USA werden. Das geht nach dem heutigen Stand der Technologien aber nur mit Arten der Rohstoffförderung und Energieerzeugung, die umweltschädlich und gefährlich sind. Das heißt, Deutschland hat gerade die Wahl zwischen Pest oder Cholera - entweder sich knechten, plündern und die Wirtschaft zerstören lassen oder halt Umweltgefahren und Gifte in Kauf nehmen. Der große Witz an dieser Geschichte ist ja, daß diese Entscheidung nun ausgerechnet grüne Minister treffen müssen, die uns erst in diese Misere gebracht und dabei null Weitblick bewiesen haben. Aber wer weiß, Krisen sind ja oft der nötige Druckkessel, damit sich die Kreativität zu neuen Höhen aufschwingt. Vielleicht bringt sie tatsächlich im Rückblick gesehen einige neue Erfindungen hervor. 

Letztens unterhielt ich mich mit meiner Mutter über die derzeit schwebende atomare Bedrohung. Ich habe in meiner Kindheit und Jugend noch den kalten Krieg erlebt und es wurde uns ziemlich viel Angst gemacht. Unser Schulgarten-Lehrer war ganz besessen von den Neutronenbomben und hielt uns bei jeder Vertretungsstunde 45 Minuten lang einen Vortrag über die Vernichtungskraft der Neutronenwaffen. Aber meine Mutter ist der Meinung, daß es heute schlimmer ist als damals. Denn damals hat sich der gesamte Ostblock ganz klar für Frieden und Abrüstung positioniert und immer wieder Verhandlungen gesucht. Und das, OBWOHL die USA Angriffskriege führte, z.B. den Vietnamkrieg! Im Westen dagegen war damals die Hochzeit der grünen Friedensaktivisten. Diese Instanzen, die sich ganz eindeutig auch auf staatlicher Ebene für Frieden und Diplomatie einsetzen gibt es nicht mehr. Die grünen Friedensaktivisten sind heute als Racheengel auf Rachefeldzug, aber die Grünen sind ja schon seit Jahren nicht mehr, was sie früher waren - nur die Slogans sind dieselben geblieben. Und auch sonst wollen alle Krieg führen und diesen Trip selbst über Jahre hinaus nicht mehr stoppen, zumindest von den Regierungen. Unter der Bevölkerung ist die Kriegslust eher hauptsächlich bei Extremen und von der Kriegspropaganda Verblendeten ausgeprägt. Nur deshalb gibt es immer so viel Propaganda, und zwar auf jeder Seite, weil im Krieg ALLE lügen. Denn die Regierenden wissen genau, daß sie Kriege nicht ohne die Akzeptanz der Mehrheit der Bevölkerung führen können. Glücklicherweise erkennen das aber schon viele Menschen, wie mir scheint, selbst die, die bei Corona noch alles geglaubt haben, und Tagesschau und Co. machen sich so langsam lächerlich. Man hat manchmal den Eindruck, sie glauben, ähnliche Strategien wie zur Hitlerzeit verfolgen zu können, um denselben Erfolg mit Gehirnwäsche und Repressalien zu erzielen. Wir leben aber in ganz anderen Zeiten, wo man nicht mehr von einem Staatsmedium abhängig ist. Da helfen auch alle Faktenchecker, Zensurabsprachen und bezahlten Social-Media-Agenturen nichts.

Independence Day

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