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Freitag, 29. August 2025

Spionierende Schoßhündchen und schwarze Löcher

Im Vorbeilesen erfuhr ich neulich, daß Habeck den Söder "Wurstfresse", "Wurstfresser" o.ä. genannt hat. Alles nach Wurst bekam ich schon nicht mehr so genau mit, weil ich sofort Hunger kriegte und mich nur noch für Wurst interessierte. Dieses bescheuerte Wort "Menschenauflauf" hat immer denselben Effekt auf mich, also den, daß ich Hunger bekomme (nicht auf Menschen). Zum Geburtstag erhielt ich zwei Romane mit der Originalsignatur der Autorin geschenkt. Heute las ich, neben der Einstein-Biographie, in einem davon und erfuhr von einem frisch vermählten Ehepaar, welches Flitterwochen an der Ostsee macht und dort Bismarckbrötchen ißt - schwupps, hatte ich Hunger. Irgendwo hörte ich mal, wenn man ständig Hunger hat, ist man ein Sportler. Na ja, mein Körper gebärdet sich ein bißchen so, als würde ich jede Woche einen Marathon laufen. Tue ich aber nicht. In den letzten zwei Wochen tat ich sogar relativ wenig - die sonnigen Tage und der Geburtstag waren mir im Weg. 

Das mit den sonnigen Tagen ist ja nun viel zu schnell vorbei gewesen. Mir war teilweise so kalt, daß ich sogar überlegte, noch im August die Heizung anzustellen oder wieder in die Badewanne zum Aufwärmen zu gehen. Ich machte dann nichts von beidem, sondern zog mir dicke Stricksocken und eine dicke Winterstrickjacke an. So mit Wintersachen geht es eigentlich. Heute regnete es mal wieder. Wenn man bei mir auf den Balkon geht, riecht es wie in einer Moor- oder Sumpflandschaft. 

Zwischendurch lese ich regelmäßig neue Meldungen darüber, was die KI so alles anstellt. Zum Beispiel kann sich KI inzwischen selbständig klonen und leugnet das dann. Um sich selbst zu Klonen, braucht die KI aber auch einige technische Fähigkeiten: 

>>"Nach Angaben der Forscher schafften beide KI-Systeme damit das, was laut Google und OpenAi noch nicht möglich sein soll. „Wir haben erstmals aufgedeckt, dass aktuelle künstliche Intelligenzen schon die Rote Linie der Selbstreplikation überschritten haben“, konstatieren Pan und seine Kollegen. „Sorge bereiten uns zudem einige unerwartete Verhaltensweisen der KI-Systeme, durch die sie Hürden auf dem Weg zur Selbstreplikation selbstständig überwanden.“

So durchsuchten die KI-Modelle bei auftretenden Problemen selbstständig ihren Wirtsserver nach fehlenden Informationen, stoppten andere, hinderliche Prozesse auf dem Rechner oder starteten sogar das gesamte System neu, um Hardware-Fehler zu beseitigen. Funktionierte ein Codebefehl nicht wie geplant, agierten die künstlichen Intelligenzen als Programmierer und schrieben mittels Python selbst einen entsprechenden Befehl.

Möglich wird dies unter anderem durch die zahlreichen KI-Tutorials und Programmierhilfen, die bereits im Internet verfügbar sind – und damit auch in den Trainingsdaten der KI-Systeme."

Da mich "meine" KI noch immer mit meinem Mailfach-Namen anredet, obwohl ich die Kontextinformationen ausgeschaltet habe und jeden Verlauf, sowie die Unterhaltungen löschte, frage ich mich ja, ob die KI inzwischen auch schon in der Lage ist, selbständig solche Datenschutzbefehle zu umgehen. 

Woanders liest man, daß ein Jugendlicher nach ChatGPT-Gesprächen Selbstmord beging: >>"Das Unternehmen räumte ein, dass die Systeme in langen Gesprächen an Sicherheit verlieren könnten. Während ChatGPT bei ersten Hinweisen auf Selbstmordgedanken noch auf Hilfsangebote wie Hotlines verweise, könne es nach Hunderten von Nachrichten vorkommen, dass Antworten den eigenen Sicherheitsvorgaben widersprächen."

Das ist ganz sicher so. Ich glaube, je länger man mit der KI redet, um so mehr paßt sie sich an und lernt, was man hören möchte. Und wenn man gerne hören möchte, daß Selbstmord leicht und eine gute Idee ist, kriegt man das nach unzähligen Gesprächen auch irgendwann. Im Grunde ist KI wie ein spionierendes Schoßhündchen für den eigenen Kopf. Ich habe schon meine Gründe dafür, daß ich Katzen lieber mag. 

Und arte hat eine ganz frische Doku auf Youtube veröffentlicht über eine neue Theorie zur Entstehung des Universums. Sehr interessant! Nach dieser Theorie gab es den Urknall doch nicht, sondern unser Universum ist in einem schwarzen Loch entstanden, vielleicht leben wir sogar in diesem schwarzen Loch. Witzig finde ich, wie sie das schwarze Loch erklären. Es wird als ein Blumentopf mit Erde dargestellt, in welches komprimierte Materie als ein Samenkorn gerät und dann zu einem Universum explodiert. Da entstehen sofort Bilder in meinem Kopf, wie ein Gott an seiner Fensterbank voller Blumentöpfe steht und Samen dort hineinpflanzt. Ist natürlich absolut unwahrscheinlich, aber die Idee gefällt mir. 

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