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Mittwoch, 17. Dezember 2025

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Gerade lernte ich wieder eine Vokabel, nämlich "étoile filante", das heißt auf Französisch "Sternschnuppe". Auf Französisch klingen aber nicht nur poetische Dinge poetisch, sondern auch ganz gewöhnliche, wie ich das anhand des Nachttopfs schon einmal feststellte, der auf Französisch "pot de chambre" genannt wird. Auf Russisch heißt "Sternschnuppe" übrigens "па́дающая звезда́", was ich überhaupt nicht aussprechen kann, weil es mündlich so komisch zusammengezogen wird. Ok, die Franzosen ziehen in der Aussprache auch alles sehr effizient zusammen, aber es ist dann wenigstens nicht zungenbrecherisch. "Nachttopf" heißt auf Russisch "ночно́й горшо́к". Das kann man schon viel besser aussprechen, tönt aber, als würde man durch eine Kanalisation laufen, also irgendwie passend. Auf Französisch klingt alles adelig, sogar die "merde". Im Russischen dagegen gibt es fünf oder sechs verschiedene Wörter für "Sch...", die keineswegs vornehm klingen. Das nenne ich mal proletarisch! Ich habe es dann auch aufgegeben mich mit den Feinheiten und Unterschieden der russischen "Sch..." weiter zu beschäftigen. Es erschien mir nicht besonders lohnend. 

Spaßeshalber schaute ich mal, ob man jetzt in den Medien etwas über die Klage Russlands gegen die Ukraine vor den Internationalen Gerichtshof wegen Völkermord findet - anders als damals bei der Klage der Ukraine gegen Russland herrscht ohrenbetäubendes Schweigen. Nur vereinzelte unabhängige Seiten berichten darüber. Das hätte man sich fast denken können. Nun heißt die Annahme so einer Klage noch nicht viel. Und vermutlich wird es so ausgehen, wie bei der Ukraine, daß die Anschuldigungen zurückgewiesen werden. Allerdings bedeutet es eben doch, daß in diesem 10.000seitigem Dossier der Russen genug glaubwürdiges Material gesammelt sein muß, um eine Klage überhaupt anzunehmen. Und wenn man jetzt von den westlichen Medien plötzlich, anders als bei der Klage der Ukraine, so überhaupt nichts hört, sagt das bereits mehr über deren Doppelmoral und propagandistischen Ziele aus als jedes Urteil. Ganz besonders, wenn die Medien 2014 noch ganz andere Töne anschlugen und das im Internet auch aufbewahrt ist:

"Aber wir kämpfen doch für die Meinungsfreiheit! - "Ja, aber doch in Russland - nicht hier!!!" *lol*


Oder einige Stückchen aus den Tagesthemen zu den ukrainischen Nazis:


2 Kommentare:

  1. Entschuldigung, Russland schießt täglich Drohnen und Raketen auf Zivilisten ? Wie kann man nach all den Gräueltaten der Russen in der Ukraine sowas schreiben.

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    1. Wie kann man so naiv sein, sich die Welt in schwarz und weiß einfach zu denken und der neuen einseitigen Kriegspropaganda zu glauben??? Aber wer schon die Lügen der Coronazeit geglaubt hat, der kann wohl nicht anders.

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