ThingsGuide

Sonntag, 30. März 2025

Wording ist alles

In einem Spiegel-Artikel wird unsere heutige Zeit als "Vorkriegszeit" bezeichnet. So weit, so ungut. >>Und die Grünen haben jetzt das Konzept für einen "Freiheitsdienst" für alle bis 67 Jahre vorgelegt. Warum nicht Wehrdienst? Ich finde, gegen den Begriff "Wehrdienst" ist überhaupt nichts einzuwenden, wenn es denn ums Wehren geht. Aber bei "Freiheitsdienst" kommen einem gleich ganz andere Ideen. "Freiheit" ist ja sowieso seit Corona bereits ein mißbrauchter und entwerteter Begriff. Ehrlich, Orwell hätte seinen Roman in der Schublade lassen sollen. Anscheinend fühlen sich zu viele davon inspiriert, die einen an der Waffel haben, und betrachten ihn als eine Gebrauchsanweisung. Wir leben nicht in einer "Vorkriegszeit", sondern in einer "Vordiplomatiezeit". 

"Aber siehe da: jedenfalls in dieser Zeitung, und bei den Spießern, bewundert man die Menschenmaschine! Man ist so "objektiv", zu bewundern, wie fein die Maschine Menschen plattquetscht.  Und man unterstellt der Menschenmaschine eine  - neue Religion à la Islam und verherrlicht sie. Nun, das ist schon nicht mehr Individualismus, sondern eine Mischung von Stupidität und Masochismus. 

Man ist den Nazis auf den Leim gegangen. Daß das preußische Exerzierreglement und seine Disziplin das Skelett des Nazismus ist und daß Nazismus im ganzen wieder einmal, neu eingekleidet und auf neue Weise gedrillt, der preußische Militarismus ist, das zu glauben, war manchen Leuten zu einfach....

....Man hat im letzten Krieg den preußischen Militarismus, das heißt seine Kaste nicht zerstört, und hat damit den Hauptzweck des Krieges verfehlt. Man hat den preußischen Militarismus nicht nur leben lassen, sondern eher einem starken Reiz ausgesetzt, jenem, den eine Niederlage ausübt. Auf viele Weise hat dieser Reiz gewirkt. Er hat die Energie der Klasse und ihren kriegerischen Intellekt geschärft (mehr als das Siegesgefühl es konnte). Es gelang den Köpfen dieser Schicht, alles Unglück, das Deutschland traf, auf einen Nenner zu bringen: unverdiente, unverschuldete Niederlage, zu der man eine moralische Entehrung fügte. Es gelang, im Land zu verbreiten, daß Deutschland 1918 überhaupt nicht eigentlich besiegt war. Man überkompensierte das Gefühl der Niederlage durch eine kolossale Größenidee. Diese Idee war im Lande schon lang vorbereitet. Zuerst war es eine reine Niederlagenpsychose, dann entstand die Größenidee zur Kompensation, dann die Bewegung zu einer militärischen Erhebung. Politisch legte diese Bewegung das Gewand des Nazismus an, der dann die wirtschaftlichen Umstände, Krise, Arbeitslosigkeit für sich arbeiten ließ."

Das Zitat stammt aus dem Buch >>"Schicksalsreise. Bericht und Bekenntnis" von Alfred Döblin (bezahlter Link, über den ich eine Provision erhalte). Und anscheinend lebt der preußische Militarismus auch heute noch weiter und hat sich ein nagelneues Gewand zugelegt, nämlich das der "westlichen Werte" und "unserer lupenreinen Demokratie". 

Doch jetzt zu angenehmeren Dingen, die aber auch einmal erwähnt werden müssen: Bei Let's Dance übertreffen sie sich in diesem Jahr bei den Eingangsshows. Beim ersten Mal baumelte David Garrett von der Decke und fiedelte, kopfüber sogar, wenn ich mich richtig erinnere, in der zweiten Show gab es Swing, in der dritten Flamenco und bei den Summer Vibes tanzte man Latin. Letzten Freitag hingegen zeigten die Tänzer eine sehr coole Contemporary-Inszenierung. Das war schon fast Tanztheater, nur mit besserer Musik. Ich freue mich jede Woche nicht nur auf "Let's Dance", sondern besonders auf diese Eingangsshows. Meinetwegen dürften sie auch länger sein.  Da bekommt man selbst immer gleich Lust, vor dem Fernseher mitzutanzen. 

Und außerdem noch die Kostüme vom ersten Charleston in rot-metallic! Ich wünschte, Let's Dance würde einen Shop aufmachen. Dazu muß man wissen, daß ich eine schwere, schwere Schwäche für metallisches Rot habe. Mir kann man in rot-metallic quasi alles andrehen: Toaster, Eierkocher, Bohrmaschinen, Kettensägen, Manschettenknöpfe, Taschenlampen usw. Das Kostüm würde ich sofort kaufen. Es hatte genau das richtige Rot. Jorge war ebenfalls in rot-metallic gekleidet, aber in einer helleren und bräunlicheren Nuance. Das ist dann nicht mehr mein Sucht-Schema. 

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Freitag, 28. März 2025

Winterfreuden

Eigentlich gibt es gerade nicht viel zu schreiben. Ich bin froh, daß es wieder Winter ist, zumindest temperaturtechnisch. Viel Muße für Yoga und Malen. Gerade ist mir mehr nach bunt und wild. Nachrichten interessieren mich zur Zeit nicht. Ich verstehe nicht, warum Leute Spaß daran haben, sich über Koalitionsverhandlungen aufzuregen. Koalitionsverträge sind doch meist sowieso nicht das Papier wert, auf dem sie stehen. Im Grunde muß man nur wissen - nomen est omen. Mit dem Klingbeil auszumerzen: Meinungsfreiheit, Informationsfreiheit, Mittelstand, innere Sicherheit, Altersabsicherung usw. usf. Vom >>Ausmerzen der Unternehmensspenden an Parteien habe ich hingegen noch nichts vernommen. Die neue große Koalition hat auch schon einen hübschen Namen bekommen, so wie Merz ihn wollte, nämlich BlanKo. Bei "Nuhr im Ersten" hieß es gestern, die BlanKo sei Zwangsprostitution und Merz würde sogar seinen Körper verkaufen, wenn den jemand wollte. Vielleicht Saskia Esken. >>Im Video der Mediathek finde ich letzteren Teil nicht mehr. Vielleicht wurde der herausgeschnitten. Aber ehrlich, ich war es nicht. Ich zitiere nu(h)r. 

Bunter Dschungel

Freitag, 21. März 2025

Nun denn,

der Drops ist gelutscht. >>Nur die Länder mit BSW- und FDP-Beteiligung haben sich im Bundesrat enthalten und damit gegen den Wahnsinn gestimmt. Die Länder mit der Beteiligung der Linken machen fleißig mit, ganz entgegen der geheuchelten öffentlichen Empörung der Linken über die Grundgesetzänderungen und das Schuldenpaket für Aufrüstung. Doch das habe ich genauso erwartet, denn schon als sie eventuell bereits die Abstimmung im alten Bundestag hätten verhindern können, hörte man nur Geschwurbel - erst über Brandmauern, die dabei gar keine Rolle spielten, später juristisches und noch später kamen sogar Beschimpfungen des BSW und der AfD hinzu. Damit wußte man schon, wo die Linke steht, denn zumindest Gysi als Anwalt müßte selbst am besten wissen, daß in der Rechtswissenschaft nicht alles so klar ist, wie es manchmal dargestellt wird, ganz besonders nicht, wenn es keine Präzedenzfälle gibt und es einige Juristen ganz anders sehen. Bin gespannt, welche Ausflüchte und Erklärungen sie jetzt so von sich geben. "Wir wären sonst gefeuert worden" dürfte ja eigentlich ausfallen. 

Und damit sind gleich die Wähler von zwei Parteien desillusioniert worden, die von der CDU sowieso, aber man hört ebenfalls sehr viel: "Ich wähle nie wieder die Linke!" Zumal es vorher sogar noch Unterschriftenaktionen und offene Briefe von Mitgliedern und linken Studentenvereinigungen an die Länder gab, mit der Bitte, nicht zuzustimmen. Bin gespannt, ob sie die Linke dann trotzdem weiter wählen. Mich persönlich bestätigt es darin, daß ich mal wieder den richtigen Riecher hatte und alles richtig gemacht habe. Und daß ich wohl auch mit meiner Vermutung nah dran liege, >>daß die Linke zur neuen Grünen wird, also einer Partei, die das eine verspricht und dann das Gegenteil macht. Nur gibt es trotzdem einen sehr großen Unterschied zu den Grünen: Inzwischen sind sehr viele Menschen seit den letzten Jahren aufmerksamer dafür geworden, was in der Politik vor sich geht und schauen im Detail hin. Deswegen glaube ich nicht, daß die Linke damit jetzt genauso lange durchkommt, wie die Grüne früher. 

Fun Fact: >>BlackRock ist der zweitgrößte Anteilseigner von Rheinmetall. 

PS: Im letzten Beitrag schrieb ich von der Bundestagskabine, in der keine Bargeldzahlung möglich ist. Gemeint war natürlich die Bundestagskantine! Ich weiß nicht, ob es im Bundestag Kabinen gibt. Oder Kombüsen. Höchstens Kabinette. 

Donnerstag, 20. März 2025

Rausholen, was geht....

Im Moment plündern sie ja Friedrich den Schuldenkönig so gut es geht aus, während er mit seiner undemokratischen Brandmauer komplett erpressbar und abhängig geworden ist. Von einem Wahlprogramm der CDU, welches sowieso gelogen war, wie bekannt geworden ist, bleibt nichts mehr übrig. Berlin will jetzt gleich mal 640 Millionen neue Kredite für Flüchtlinge haben, vermutlich, damit sie die Immobilienhaie damit zufriedenstellen können. Lieber Schulden machen, als vernünftige Mieten verhandeln und Immobilienhaie in die Schranken weisen. Übrigens ist keine Rede von Kultur und Bildung, die ja bisher dran glauben und dafür blechen mußten. Soviel dann zur "Infrastruktur". >>Sogar die B.Z. zieht hier das richtige Fazit: "Die große Neuverschuldung ist ein Selbstbetrug, das Geld wird versickern. Das ist die Wahrheit."

Auch andere springen auf den Zug auf und wollen ihre Schäfchen ins Trockene bringen. Und das noch nicht einmal immer zu unserem Schaden, sondern tatsächlich für erstrebenswerte Dinge. Wie zum Beispiel Abgeordnetenwatch.de, welche eine Kampagne und Petition gestartet hatten, um Unternehmensspenden für Parteien verbieten und Privatspenden deckeln zu lassen. >>Sie haben dafür Johannes Fechner von der SPD 176.000 Unterschriften überreicht und ihn beauftragt, sich bei den Koalitionsverhandlungen für dieses Anliegen stark zu machen. 

Ich bin schon lange dafür, daß Unternehmensspenden für Parteien nicht mehr zulässig sind, ganz besonders nicht aus dem Ausland. 19 von 27 EU-Staaten haben bereits eine Obergrenze für Parteispenden. >>"Die derzeitige Gesetzeslage in Deutschland erlaubt es, dass Geldflüsse an Parteien ohne großen Aufwand anonymisiert werden oder auch von außerhalb der EU kommen können, obwohl das nicht legal ist. Besonders der Weg über Spendenvereine erweist sich dabei als gravierende Rechtslücke, die auch zunehmend für die Anonymisierung von Parteispenden ausgenutzt wird." (>>Siehe die Großspende über Campact für die Linke) Aber - bei der ganzen Sache muß ich wieder an den Spruch denken: "Wenn du einen Sumpf trockenlegen willst, darfst du nicht die Frösche damit beauftragen." Außerdem sind hier noch nicht die NGOs und staatliche Institutionen dabei, die ja auch viel Geld erhalten, >>wie zum Beispiel das RKI von Bill Gates, und gar nicht so unabhängig sind, wie sie immer tun, sowie teils wohl gute Pöstchen für Familienangehörige Abgeordneter und Minister bieten. Wie auch die öffentlich-rechtlichen Medien. Ich glaube, knapp zwei Billionen Euro Schulden und Grundgesetzänderungen durchzubringen sind gegen so einen Sumpf ein Kinderspiel, weil man ja das Geld dann weiter großzügig verteilen kann, ohne bei sich selbst sparen zu müssen. Für die jährlichen Zinsen müssen andere halt dran glauben. >>Von den rund 14,3 Millionen Euro, die die Bundestagsparteien 2023 aus der Wirtschaft erhielten, entfielen außerdem 9,9 Millionen Euro auf die Unionsparteien. Ich sag mal so: Die Wahrscheinlichkeit ist groß, daß diese Petition bei den Koalitionsverhandlungen in der Grundablage verschwindet. 

Man möchte sich gar nicht vorstellen, wieviel sinnvollere Dinge Unternehmen mit diesem Geld anfangen könnten, z.B. indem sie es in soziale Einrichtungen und Verbesserungen für ihre Angestellten investieren. Der Nutzen einer zufriedenen Allgemeinheit und zufriedener Mitarbeiter für eine gesunde Gesellschaft wird gemeinhin unterschätzt. Vielleicht wären dann auch wieder mehr Menschen bereit, bei einer wirklichen Bedrohung (wie sie derzeit nicht existiert, aller Propaganda zum Trotz) das eigene Land verteidigen zu wollen. Im Moment sieht es da eher mau aus. Man hört nur große Töne von angstneurotisierten Fanatikern, aber so richtig Lust hat niemand auf Bundeswehr. >>Inzwischen rekrutieren sie dort schon Senioren. Die freuen sich vielleicht, wenn sie nicht mehr Flaschen sammeln müssen. Und bei einem Krieg müssen sie sich auch keine Sorgen um ihre Altersversorgung oder Pflege machen. Da sage noch einer, der Staat kümmere sich nicht um seine Rentner. 

Außerdem, wenn wir schon dabei sind, Grundgesetzänderungen im Galopp durchzubringen, so daß einem schwindlig davon wird, wie wäre es dann mal damit, das Recht auf Bargeld im Grundgesetz zu verankern? In der Slowakei existiert das schon und interessanterweise >>sind es sogar die Schweden, die Vorreiter bei der digitalen Bezahlung waren, welche nun zurückrudern. Wahrscheinlich, weil sie aus ihrer Erfahrung gelernt und die Nachteile und Gefahren kennengelernt haben. Sogar in der Bundestagskantine ist nur noch Kartenzahlung möglich. Wer anderes als die Abgeordneten und Mitarbeiter könnten hier ein Exempel statuieren und sich für das Recht auf Bargeld einsetzen? Oder auch für das Recht auf ein analoges Leben, wie es Digitalcourage.de fordert, um damit Ausgrenzung durch Digitalzwang einzudämmen. >>Man kann auf deren Seite auch Vorfälle von Ausgrenzung durch Digitalzwang melden. Dies wären dann wirklich Grundgesetzänderungen, die des Grundgesetzes würdig sind und den Bürger schützen, so wie es einmal gedacht war - nicht umgekehrt die Geld- und Machtgier von Staat und Lobbys vor dem Bürger. 

Dienstag, 18. März 2025

Rekordhalter

Die besten Kommentare auf Twitter zur heutigen Abstimmung im Bundestag:

"Man kann ja schon fast froh sein, dass CDU/CSU, SPD und Grüne während ihres vorherigen psychotischen Schubs nicht "Herdenimmunität gegen das Corona-Virus" als Staatsziel ins Grundgesetz geschrieben haben."

"Man stelle sich mal vor, unsere Vorgänger-Generationen hätten jeden Quatsch in GG geschrieben. Da stände jetzt irgendwas von Ozonloch, saurer Regen, Waldtsterben und kalter Krieg drin."

"Ich bin alt genug um zu wissen, dass nach die "Die Russen kommen!" wieder saurer Regen und Waldsterben dran ist."

"Brandmauer gegen jeden Krieg ist eine Brandmauer gegen Faschismus!"

"Mittlerweile leben wir in einer Art Sonderdemokratie. Diktatur soll man ja nicht sagen."

"Die Zeiten, als man man noch glauben konnte, die verkommenste und korrupteste Politikerkaste Europas wäre in Italien  - die Zeiten waren gar nicht so schlecht."

"Viele Deutsche sind noch immer recht traditionsbewusst, und können sich einen Weltkrieg ohne eigene Beteiligung daher nur schwer vorstellen."

"Wenn sich CDU, CSU,  SPD und Grüne so einig sind, dass sie sogar die Verfassung gemeinsam ändern wollen, dann können sie ja auch eine gemeinsame Partei bilden. Das erspart viel Streit und Geld. Ich schlage als gemeinsamen Namen  Deutsche Einheitspartei (DEP) vor."

"Viele Menschen sind mit Unterstützung von NGOs immer wieder auf die Straße gegangen, weil sie die AfD fürchteten oder das Klima retten wollten. Leider gehen aber kaum Leute auf die Straße wenn von den Regierenden eine Politik gemacht wird, die die AfD weiter stärkt und dem Klima extrem schadet. Hunderte Milliarden für Rüstung werden die Begründung für massiven Sozialabbau sein und nichts ist schädlicher fürs Klima als massive Aufrüstung. Immer nur gegen eine rechte Oppositionspartei, aber nie gegen eine rechte Regierungspolitik auf die Straße zu gehen, ist zu wenig. Ich denke einige Leute werden in ein paar Monaten oder Jahren sehr geschockt sein wozu sie geschwiegen haben!"

"Corona heißt jetzt Putin. BionTec heißt jetzt Rheinmetall. Impfpflicht heißt jetzt Wehrpflicht. Wer dagegen ist, ist wieder Nazi."

"Nächstes mal druckt ihr einfach einen ausgestreckten Mittelfinger auf die Plakate und spart euch die „Wahl“."

Na ja, ich glaube, mit solcher Lichtgeschwindigkeit hat sich noch niemals eine (bisher nicht gebildete) Regierung unbeliebt gemacht. Ganz besonders, da einige Abgeordnete öffentlich ausgeplaudert haben,. daß es genau so schon vorher geplant war, als man noch ganz andere Dinge sagte (also von wegen, die Situation hätte sich geändert). Das hat nicht einmal die Ampel geschafft. Sowohl in Schnelligkeit als auch in Wählertäuschung. Und mit dieser Dreistigkeit und Schnelligkeit, wie jetzt Grundgesetzänderungen durch abgewählte Parlamente gepeitscht werden, kann es eigentlich nur eine Forderung geben: Für jede Grundgesetzänderung müssen Volksabstimmungen her! Denn ursprünglich war das Grundgesetz einmal dazu gedacht, einen übergriffigen Staat und Diktaturen zu verhindern, aber jetzt werden genau solche Dinge darin untergebracht, die Übergriffe wieder ermöglichen! Und zwar wie vor dem Grundgesetz für ideologische Ziele! Ganz nebenbei würde dadurch die Zahl der Grundgesetzänderungen vermutlich drastisch sinken. Sehr wahrscheinlich hat das ganze sowieso noch ein verfassungsrechtliches Nachspiel, aber da das Bundesverfassungsgericht ja längst nicht mehr unabhängig ist, werden sie das schon so zurechtschwurbeln, daß es irgendwie paßt. Bei Rheinmetall und BlackRock knallen jetzt die Sektkorken. 

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Montag, 17. März 2025

Oh man...

...die Nachrichten werden irgendwie nicht besser, egal was man tut. Und während ich noch ungläubig zuschaue, wie Deutschland mal wieder völlig die Contenance verliert und sich zugrunde richtet, haut einer nach dem anderen ab. Viele ins Ausland, aber einige gehen lieber ganz. >>So auch AnNa R. von Rosenstolz, die überraschend verstorben ist. Mit 55 Jahren, ein Jahr älter als ich. Meine Güte, viel zu jung. R.I.P. Wollt ihr mich hier alle alleine lassen? 

Samstag, 15. März 2025

Unglaublich

Man fragt sich ja, wie es überhaupt möglich sein kann, daß in einem von den Bürgern abgewählten Parlament einschneidendste Grundgesetzänderungen und Billionen-Schulden, hauptsächlich Kriegskredite für Rüstung und Waffen, die über Verteidigungsfähigkeit weit hinaus gehen und dafür gar nicht benötigt werden, abgesegnet werden können. Sowas ist eigentlich kein Grundgesetz mehr, sondern nur noch ein Wunschzettel, in den jeder, der genug Geld für andere Wunschprojekte verspricht, mal schnell herumkritzeln und alles nach seiner Fasson auslegen lassen kann. Daß die Grünen bestechlich sind, das haben wir alle gewußt. Deshalb wurden sie ja abgewählt. Aber damit schaffen sie es in einer quasi staatsstreichmäßigen Aktion (ich möchte nicht wissen, was los gewesen wäre, wenn sich Trump sowas geleistet hätte), für die nächsten Jahrzehnte ihre mittelstandsfeindlichen Fußspuren im Grundgesetz zu hinterlassen (Klimaneutralität bis 2045) und sich damit gleichzeitig als Totengräber der Nation zu verankern. Wenn sich zwei, bzw. drei Demokratieverächter finden, oder so...

Denn wir wissen alle, daß sich die Klimaneutralität, sowie Aufrüstung und Krieg diametral gegenüberstehen. Das heißt, mit Aufrüstung und Krieg wird es niemals echte Klimaneutralität geben. Wie will man die also erreichen? Außerdem wären Aufrüstung und Krieg damit verfassungswidrig. Doch auch dafür hat man eine Problemlösung parat: >>Man stuft Rüstung in der EU einfach als nachhaltig ein und schon paßt wieder alles. Dann könnte man aber ebenso gut Kohlekraftwerke oder Verbrenner als nachhaltig einstufen. Doch stattdessen werden Verbrenner verboten und noch schmutzigere Panzer gebaut, während man der Bevölkerung aufgrund des nationalen Wunschzettels einfach immer mehr Abgaben und Steuern aufbrummt, die für mehr "nachhaltige" Panzer gedacht sind, oder bestimmt, wie sie heizen sollen. Wow. Auf so eine Farce muß man erst einmal kommen. 

Martin Sonneborn schreibt dazu in einem Tweet: "Heda, Grüne & Umweltschützer, haben wir das jetzt richtig verstanden? Sie stimmen einem Verschuldungspaket zu, das vorsieht, das Klima zuerst mit 400 Milliarden für Rüstung komplett zu ruinieren, um es dann mit weiteren 100 Milliarden zu "retten"? Haben Sie mal in die letzten Umweltbilanzen der Rüstungsindustrie geschaut? 

Der Tübinger Informationsstelle für Militarisierung zufolge ist das Militär immer noch „eine der klimaschädlichsten Einrichtungen der Menschheit.“: hoher Treibstoffverbrauch, energieintensive Waffenproduktion, Gebrauch, Entsorgung, Verschrottung, Wiederaufbau, überall weggeworfene Kippen und mehr Feinstaub als in 1 Berliner Silvesternacht. Von Trümmermanagement und Altlasten mal ganz zu schweigen:  Munition, chem. Kampfstoffe, Joschka „A.“ Fischer...."

Einige hoffen ja immer noch, daß die Linke dem Einhalt gebietet, denn die könnten das ganz einfach, indem sie ihre zur Verfügung stehenden demokratischen Mittel verwenden und einen eigenen Antrag zur Konstituierung des neuen Bundestags stellen. Die AfD, die selbst einen Antrag auf Einberufung des neuen Bundestages eingereicht hat, hat damit überhaupt nichts zu tun. Sie müssen mit ihr weder zusammenarbeiten noch für deren Antrag stimmen. Aber man hat so den Eindruck, daß die nicht wirklich Interesse daran haben, jedenfalls deutet das Brandmauergeschwurbel darauf hin, denn mit einer Brandmauer hat das überhaupt nichts zu tun. Sondern es zeigt nur, daß wenn die AfD gegen einen Atombombenabwurf wäre, sie aus Prinzip für einen Atombombenabwurf wären. Und ich frage mich, ob einige ihrer neu gewonnenen Wähler bereits jetzt ihre Wahl bereuen. Vielleicht ist ihnen aber auch, wenn sie noch jung sind, gar nicht klar, was das alles bedeutet. Es bedeutet nämlich das Gegenteil von Antifaschismus, weil Antifaschismus gegen imperialistische Kriege und Aufrüstung agiert, und weiterhin bedeutet es eine Umverteilung von unten nach oben, die mit Aufrüstung und Kriegen einhergeht, was ebenfalls das Gegenteil von dem ist, was die Linke ihren Wählern verspricht. Denn es geht nicht nur um die aufgenommenen Schulden, die zurückgezahlt werden müssen, sondern es geht auch um die Zinsen, die zusätzlich zu zahlen sind, und um die Inflation, die damit angekurbelt wird und am härtesten die Ärmsten trifft. Das alles werden sie in der Zukunft zahlen müssen, ohne wirklich etwas Adäquates dafür zu erhalten, sondern nur Kriegswirtschaft, unsichere geopolitische Verhältnisse und vielleicht ein paar Autobahnen, damit die Panzer darauf fahren können. Nicht zu reden davon, wenn die Aufrüstung noch zu einem Kriegseintritt von Deutschland eskaliert. Jedenfalls wird mit jeder sinnlosen Aufrüstung, die nichts mehr mit Verteidigung zu tun hat, diese Gefahr immer größer. Es gibt ja diesen netten und wahrhaftigen Spruch: "Die Waffen liefern die Reichen - die Armen liefern die Leichen."

Joana Cotar hat das mal vorgerechnet: "Der Unterschied zwischen einer Million Sekunden und einer Billion Sekunden sind ca. 32.000 Jahre. Nur um mal die Dimensionen der Schulden aufzuzeigen, die Merz uns hier auflädt. In den kommenden zehn Jahren werden wir voraussichtlich 250 Milliarden Euro Zinsen zahlen müssen - bei einem Zinssatz von 2,5 Prozent. Steigt der Zins auf vier Prozent, steigen diese Kosten auf 400 Milliarden Euro - zusätzlich zu den Zinsen, die wir schon zahlen. Wer glaubt, dass das machbar ist, glaubt auch an den Weihnachtsmann."

Oder kurz gesagt, das ist ein Schuldenpaket "what ever it takes", das es so in der Geschichte von Deutschland noch niemals gegeben hat, während wir noch nicht einmal unsere Altschulden los sind.  Ich habe es selbst live im Job mitbekommen, wie es war, als es plötzlich hieß, daß "wir" sparen müssten, und dabei hauptsächlich die Kommunen gemeint waren, während dort wiederum bei den Kleinsten und den Ärmsten gespart wurde, indem wirklich sinnvolle soziale Einrichtungen "reformiert" wurden und die Bildung sich selbst überlassen wurde. Ich dachte mir damals bereits, daß selbst dann, wenn die Schulden irgendwann abgezahlt wären, das niemals wieder zurückkommen würde. Man würde dafür sorgen, daß das Geld dann eher bei den Falschen landet. Wenn jetzt auf diese verlogene Weise so ein unfassbar übertriebenes Schuldenpaket aufgenommen wird, dann waren all die Einsparungen vorher für die Katz, bzw. nur dafür gut, den Sozialstaat abzubauen und von unten nach oben umzuverteilen. Und wenn die Linke das einfach so hinnimmt, dann sind bei ihr ebenso die Masken gefallen, wie bei all den anderen Scheindemokraten, die sich gerade bis ins Mark und ohne Scham entblößen. 

Das BSW will im Bundesrat mit ihren Ländern nicht für dieses Schuldenpaket stimmen, zumindest nicht wenn die Schulden für Infrastruktur usw. nicht extra zur Abstimmung gestellt werden - dann würden sie nur für das Infrastrukturschuldenpaket stimmen. Doch werden sie alleine nicht viel ausrichten können, es wären noch mehr Gegenstimmen nötig. Man hört ja, daß es in der CDU teilweise nicht so gut ankommt, was Merz da macht. Nun hatten CDU-geführte Bundesländer keine Probleme damit, das von der eigenen Partei zur Abstimmung gestellte Zustrombegrenzungsgesetz stoppen zu wollen. Deshalb sollten sie eigentlich auch keine Probleme haben, dies bei diesem Gesetz zu tun. Aber ehrlich - wenn es viel Geld zu verteilen gibt und das in die eigenen Taschen, sind doch alle ganz vorne mit dabei. Ulkig finde ich nur, daß sich jetzt inzwischen Stimmen mehren, die sich auf das nächste Jahr 2026 freuen, weil es dann viele Landtagswahlen gibt, und sie hoffen, daß das BSW in vielen dieser Wahlen gut abschneidet und mitregieren kann. Und das, nachdem es bisher nur Prügel dafür bezogen hat, weil es sich dazu hinreißen ließ, in Koalitionen zu gehen. Tja, so eine Brandmauer-Opposition ist halt das eine, aber eine Opposition, die im Bundesrat Mitspracherecht hat, eben etwas ganz anderes, zumindest wenn es eine echte Opposition ist und nicht nur ein Lüftlein.

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Donnerstag, 13. März 2025

Märchenstunde

In der Tagesschau zur besten Zeit um 20 Uhr haben sie doch heute kolportiert, das Sondervermögen (also auf deutsch die Schulden) bestehe aus 500 Mrd. für Infrastruktur, und nebenbei erwähnt, auch für die Verteidigung solle es eine Ausnahme von der Schuldenbremse geben. Die Gehirnwäsche ist wieder in vollem Gange - oder weiterhin. Das weiß ich nicht so genau, weil ich diese Nachrichten normalerweise nicht schaue. Aber wenn ich alle drei Monate zufällig mal in eine Sendung verrutsche, bin ich wirklich jedes mal entsetzt über diesen neusozialistischen Tiefpunkt an Journalismus. 

Außerdem äußerte sich Klingbeil in der Diskussion über das "Sondervermögen": "Wenn die Geschichte anklopft, dann muß man die Türe öffnen, weil man niemals weiß, ob es vielleicht eine zweite Chance dafür gibt." Oh ja, das kennen wir von Deutschland. Für jeden Krieg die Arme, bzw. Türe weit offen. Vielleicht hätte Deutschland ein paar Türen der Geschichte lieber geschlossen halten sollen. Wenn die SPD nächste Woche für die Schulden stimmt, >>darf sie sich als Wiederholungstäter der Geschichte feiern. 

Und auch sonst hört man nur noch Schwachsinn. Vor einiger Zeit hieß es ja noch, Putin würde in fünf bis zehn Jahren angreifen, vermutlich weil Putin so supernett und fair ist, um zu warten, bis die EU aufgerüstet hat. Jetzt dagegen erfährt man in den Öffentlich-Rechtlichen, dies sei der letzte Friedenssommer und Putin würde schon im Herbst angreifen. Genau. Wenn er drei Jahre lang in der Ukraine herumgemurkst hat und bis heute nicht durchmarschiert ist, war das alles nur Show und Ablenkung. In Wirklichkeit hat er eine unterirdische geheime Zusatzarmee aufgebaut, welche im Herbst durch die Nordstreamröhren gekrabbelt kommt, um Deutschland einzunehmen. Deshalb müssen vermutlich jetzt die armen Russen in der Ukraine auf Eseln reiten - ein ganz raffinierter Theatertrick, um uns in Sicherheit zu wiegen. Ehrlich, das ist alles so dämlich, daß man sich eigentlich darüber weglachen möchte, wenn es einem bei der Absicht dahinter nicht kalt den Rücken herunterlaufen würde. Und Spahn so: „Wir Europäer haben doch zugespitzt gesagt nur zwei Möglichkeiten: Wir können uns verteidigen lernen oder alle Russisch lernen“. Also bei diesem Verfall an Intelligenz, Moral und Substanz in Deutschland, erscheint mir die Aussicht, Russisch zu lernen, als immer weniger unangenehm. Bis Acht zählen kann ich ja schon. Hätte ich die Wahl, würde ich allerdings lieber von Ungarn annektiert werden, aber die sind leider oder zum Glück zu friedliebend und Ungarisch ist auch viel schwerer zu lernen. 

Wenn sich Putin jetzt angeblich überlegt hat, schon im Herbst anzugreifen, liegt es wohl eher daran, daß das Damokles-Schwert des Friedens über uns hängt und uns akut bedroht. Da muß man sich natürlich beeilen, dem Frieden zuvor zu kommen. Ich hätte mir nie im Leben vorstellen können, daß es Menschen gibt, die Frieden als eine Bedrohung sehen. Aber wenn aus Raffgier die Gehirnzellen aussetzen, ist wohl alles möglich. Irgendwie erinnert mich das alles wieder an die Corona-Zeit. Wir sind jetzt anscheinend gerade in der Phase von "Zero Russia". Zum Glück hat sich die "Zero Covid"-Kampfansage damals als Rohrkrepierer erwiesen, denn ansonsten würden wir heute alle vakuumverpackt in Desinfektionstanks schwimmen.