ThingsGuide

Freitag, 14. Mai 2021

Saltatus Interruptus

Wenn man gerade tanzt und die Musik mittendrin aufhört - hang the DJ!!! 

Am Mittwoch gab es bei Lidl in einer Muttertagsaktion einige Parfums im Angebot mit so klangvollen, depressiv machenden Namen wie "Last Kiss" und "Hopeful Wish".  Ich schätze, falls man als Mutter mit solch einem Parfum geehrt wird, dann macht man ungefähr ein Gesicht wie ich, wenn plötzlich die Musik abbricht. 

Saltatus Interruptus

Mittwoch, 12. Mai 2021

Duftpost

Meine olfaktorische Sucht- und Arzneimittelsammlung hat wieder Zuwachs bekommen, richtig viel Zuwachs. Das meiste schickte mir Oshadhi in einem Päckchen, zwei der Düfte kaufte ich jedoch bei einem anderen Online-Händler. Von Oshadi erhielt ich sogar ein Geschenk, nämlich das "Waldwege"-Set, welches Raumspray, Massageöl und die "Waldbrise"-Duftmischung enthält, wow! Bestellt hatte ich das nicht. Die Duftmischung wie auch das Raumspray ist richtig gut, denn ich besitze selbst bereits eine Mischung "Elfenwald", die aber viel weniger nach Wald duftet. Ich habe erst überlegt, ob ich das Set als tolles Geschenk für andere aufhebe, aber dachte dann - Nöö!!! Ich kenne kaum Leute, bzw. eigentlich niemanden, der die Macht und Großartigkeit der ätherischen Öle wirklich zu schätzen weiß. Ich habe mal in der Familie einen kleinen hübschen Tisch-Diffuser mit kleinen Probeölen verschenkt und den bisher nie bei irgendwem in Betrieb gesehen. Wenn ich früher nach meinen ersten Experimenten erzählt habe, wie toll bestimmte Öle bei beginnenden Viruserkrankungen helfen und diese quasi fast über Nacht eliminieren, erhielt ich Antworten wie: "Wenn man dran glaubt....." Erst als es in diesem Jahr seit Januar übel um die Lunge meines Bruders stand, hat er sich glücklicherweise überreden lassen, eines der Öle anzuwenden und das mit vollem Erfolg. Seit Anfang Mai arbeitet er sogar wieder und seine Ärztin, die sonst nix getan hat, hat nur zu ihm gesagt, er soll einfach das weitermachen, was er bisher gemacht hat. Doch obwohl ihm das Thymianöl den A.... gerettet hat, tut er das jetzt ab. Undankbarkeit ist eben der Pflanzen Lohn. Und da ich nicht finde, daß man Perlen vor die Säue werfen sollte, werde ich das Waldwege-Set selbst behalten.

Ich muß allerdings gestehen, daß ich früher ebenso ignorant gewesen bin, obwohl ich relativ früh mit ätherischen Ölen in Kontakt kam. Ich glaube, es liegt einfach auch an diesen nichtssagenden Begrifflichkeiten. Bei Pflanzen und Ölen denkt man zuerst an Raps- oder Sonnenblumenöl, und das 'ätherisch' - na ja, flüchtiges und kaum vorhandenes Irgendwas. Auch 'Aromatherapie' - das stellt man sich dann so ähnlich wie Farbtherapie vor, aber der Unterschied ist, daß bei Farbtherapie wirklich nur mit Farben therapiert wird, während bei der Aromatherapie eben nicht nur Düfte im Spiel sind, weil hinter diesen Pflanzenextrakten ein geballtes Powerpaket an Wirkstoffen aus der pflanzeneigenen Produktion steckt, die gegen Bakterien, Viren, Parasiten und bei einigen Ölen sogar in Studien nachgewiesen gegen Krebszellen wirken. Außerdem wirken die Pflanzenmoleküle, die sowohl über die Haut als auch über die Nase in den Körper gelangen können, auf das limbische System ein und sind psychoaktiv. Die Pharmaindustrie hat dieses Potential schon lange erkannt, weshalb sie immer wieder daran forscht, bestimmte Inhaltsstoffe aus den ätherischen Ölen synthetisch nachzubauen um das dann patentieren und verkaufen zu können. Denn mit dem natürlichen Wirkstoff kann man kein Geld machen, da man den nicht zum Patent anmelden darf. So zum Beispiel bei der Betulinsäure, die inzwischen synthetisiert in Medikamenten gegen HIV eingesetzt wird. 

Als ich damals, vielleicht mit 18 Jahren, von der damaligen Freundin meines Bruders, ein kleines Kompakt-Büchlein über ätherische Öle geschenkt bekam, las ich es mit großem Interesse, aber obwohl da ebenfalls schon von antibakteriellen, antiviralen u.ä. Eigenschaften die Rede war, habe ich das damals auch nicht für voll genommen. Ich dachte nur, sind halt ein paar nette Pflanzendüfte, die zudem noch positiv auf die Psyche einwirken - prima, denn ich mag ja Düfte. Also legte ich mir einige wenige zu, die gut rochen, und benutzte einzelne Öle als bewährte Hausmittel für ein bestimmtes Problem, wo sie sich als hilfreich erwiesen, z.B. Neemöl gegen Milben. Wirklich tiefer in die Materie eingestiegen und viel Literatur darüber gelesen habe ich erst nach meiner Erkrankung. Damals startete ich außerdem mit meinen Selbstexperimenten, d.h. ich verwendete die Öle nicht mehr nur für das, was in der Literatur angegeben war, sondern probierte selbst, welche Öle für welche Dinge für mich am besten funktionieren und wirken und ließ mich da mehr von meiner Intuition führen. Dabei kam ich zu erstaunlichen Erkenntnissen, auch über die unglaublich unterschätzte Macht dieser Öle. Seitdem tut es mir richtig weh, wenn ich sehe, wie wenig Menschen diese wunderbaren Geschenke der Natur tatsächlich zu würdigen und für sich einzusetzen wissen. 

Aber nun der Reihe nach, was ich mir für künftige Duftgenüsse zugelegt habe:

- erstmal zwei große Flaschen Aloe Vera-Gel, einmal mit Minze und einmal mit Hamamelis zur Hautpflege im Sommer

- Afrikanisches Bluegrass: Ich war gespannt darauf, weil ich Lemongrass liebe und mir das fast überall rein mache - Shampoo, Bodylotion und auch Duschgel, falls ich welches benutze, denn normalerweise verwende ich lieber Seife. Übrigens habe ich erst neulich in "Pflanzen der Götter" gelesen, daß der Blütenextrakt von Lemongrass eine hanfähnliche Wirkung hat (das ätherische Öl wird aber aus den Blättern gewonnen). Der Duft von Bluegrass ist weniger zitronig-fruchtig, dafür mehr krautig-grün. 

- Bergamotte - wie gewohnt zart blumig-zitrusartig

- Duftmischung Sommerwiese mit Muskatellersalbei, Immortelle, Zitronenminze, Heu - der Duft erinnert mich erstaunlich genau an die eigene "Wiesenmischung", die ich mir mal aus verschiedenen Ölen zusammengestellt hatte

- Duftmischung Celeste mit Zitronenmyrte, Jasmin, Rose - zitronig-blumig, sehr hübsch

- Duftmischung Shades of love mit Bergamotte, Rose, Orange, Mimose - auch hübsch, etwas grüner

- Duftmischung Hochstimmung mit Zitroneneisenkraut, Rose und Bergamotte - ein sehr zarter, frischer Duft

- Duftmischung Anti-Stress Rose von Farfalla mit Rose, Rosengeranie, Rosenholz und Bergamotte - traumhaft blumig

das Geschenk:

- Duftmischung Waldbrise aus dem Waldwege-Set mit Kiefer, Fichte und Zypresse - holzig-grün

- Raumspray aus dem Waldwege-Set mit verschiedenen Tannenextrakten - wirklich sehr waldig, kann man auch gut zu Weihnachten verwenden, wenn der Tannenbaum zu wenig duftet

- Massageöl aus dem Waldwege-Set mit Himalayazeder, Fokienia, Cistrose, Myrrhe, Copaiba und Sandelholz - sehr zart und fast süßlich

Duftpost

Dienstag, 11. Mai 2021

Ausführliche Berichterstattung und erste Sonnenbäder

Gestern und heute die ersten Sonnenbäder in diesem Jahr. Um diese Jahreszeit merkt man sofort, wie wenig man eigentlich braucht - ein bißchen Sonne, ein bißchen Regen, etwas Bewegung, etwas schmackhafte Beute und erholsame Nachtruhe. Über meine Nachtruhe kann ich nicht mehr klagen, ich schätze, daß ich das erste Mal seit der Wende wieder durchschlafe. Vorher ging es ja schon früh um 6 Uhr mit den Flugzeugen los, die dann gleich alle drei Minuten flogen. Da war man natürlich stets wach, besonders bei offener Balkontür, bevor man neu einschlafen konnte. Und der Schlaf war wahrscheinlich weniger erholsam, jedenfalls ist auffällig, daß sich meine Schlafdauer zwar nicht stark, aber im Durchschnitt doch etwas verkürzt hat. Und weil die Flugzeuge früher bis nachts um 1 Uhr oder sogar manchmal bis halb 2 Uhr flogen, war auch nichts mit früher ins Bett gehen im Sommer. Jetzt herrscht hier himmlische Ruhe, außer die Ringeltauben geben sich mal wieder auf meinem Balkon der hemmungslosen Leidenschaft hin. Das wird laut, sehr laut, und zwar tendenziell gegen 7 Uhr morgens. Da ich beim Saubermachen des Balkons einige Taubenfedern gefunden habe, muß es bei ihren Liebesspielen ziemlich wild hergehen. Inzwischen denke ich ja immerhin nicht mehr, daß eine Wildkatze auf meinem Balkon sitzt, denn dazu kenne ich diese Knurr- und Gurrlaute schon zu gut. 

Aber auch andere Dinge fand ich beim ersten Saubermachen und Pflanzen, nämlich unzählige Eicheln in meinen Balkonkästen, mehr als in den letzten Jahren. Ich weiß gar nicht, wo der Eichelhäher die immer herholt, denn in der Nähe gibt es gar keine Eichen. Aus einigen Eicheln sproß sogar schon eine kleine Eiche hervor. Wenn ich dem Eichelhäher die Balkonbepflanzung überlassen würde, würde ich hier bald in einem Eichenwald sitzen. Der gesäte Löwenzahn vom letzten Jahr ist wie erwartet wiedergekommen. Der ist wirklich zäh und dabei noch so anspruchslos und praktisch, sowohl mit schönen Blüten als auch Blättern gesegnet, die als leckeres Pesto eßbar sind. Die Erdbeerpflanzen überleben in den Kästen ebenfalls meist gut, zudem die eine Kamtschatka-Blaubeere, die ja trockene und harte Winter gewöhnt ist. Leider hatte sie aber noch nie Früchte. Vielleicht muß ich dazu erst eine zweite Pflanze kaufen. Die Himbeere, die ich im letzten Jahr gekauft hatte, sieht dagegen leider nicht so aus, als hätte sie überlebt. Deshalb habe ich meiner neuen Bestellung nicht nur Kräuter, die ich jedes Jahr neu kaufen muß, sondern auch eine andere Kletter-Himbeersorte, eine Klettererdbeere und eine chinesische Beere. Mal schauen, was davon überlebt. Probieren geht über Studieren. 

Außerdem bekomme ich jetzt regelmäßig Berichterstattungen über die letzte Let's Dance-Folge. Ich selbst schaue kein "Let's Dance", weil ich seit der digitalen Umstellung der Fernsehsender kein RTL mehr empfange. Ich habe bisher nicht viel vermisst, denn vorher habe ich ehrlich gesagt ebenfalls nur sporadisch mal "Let's Dance" geschaut. Um vier Stunden lang anderen beim Tanzen zuzuschauen, habe ich einfach zu wenig Sitzfleisch. Und Paartanz ist sowieso nur bedingt meins, trotzdem es natürlich hübsch aussieht - meistens. Aber meine Mutter ist jetzt ganz "Let's Dance" verfallen und berichtet mir jede Woche ausführlich, was der Llambi beim letzten Mal wieder gesagt hat, wer wie getanzt hat und wa da sonst so passiert. Ich bin also genauestens informiert. 

Sonntag, 9. Mai 2021

Der Herrscher

Das Traum-Szenario ist so eine Mischung aus Hotel, Einkaufszentrum und Mietwohnungen. Zuerst befinde ich mich in einer dieser Wohnungen, die ich als 'meine' Wohnung bezeichne, allerdings stehen darin allerlei Möbel mit Deko-Kram von anderen Leuten herum. Vielleicht also doch mehr eine Ferienwohnung. Ich bin darüber im Traum selbst etwas verwirrt und denke, ich sollte lieber bald etwas eigenes suchen, das ganz mir gehört und wo nicht andere mitmischen. In der warmen Küche entdecke ich einen runden Tisch aus dunklem Holz auf den ich besonderes Augenmerk lege, da ich ihn für gesellige Zusammenkünfte sehr praktisch finde. Er gehört nicht mir, aber ich werde ihn benutzen! Dann schließe ich die Küchentür und knipse das Licht aus. Vor der Wohnung sehe ich eine ehemalige Mitschülerin und folge ihr. Wir setzen uns in eine Lounge mit so breiten schwarzen Polstermöbeln, daß man sich darauf glatt hinlegen könnte. Davor auch hier ein runder Tisch. Um uns herum sehr viel Betrieb, sehr viele Menschen und natürlich im Traum alle ohne Masken. Zu uns an den Tisch gesellt sich ein älterer Herr mit Nickelbrille, von dem ich weiß oder erfahre, daß er irgendeine Funktion in einem Verlag innehat. Während ich mit dem Herrn einen eher schweigsamen Small Talk führe, verschwindet meine ehemalige Mitschülerin anscheinend auf der Suche nach Eßbarem. Der Herr vom Verlag zeigt mir die Rider Waite-Tarotkarte 'Der Herrscher' und erzählt mir etwas dazu, was ich aber vergessen habe. Langsam wird es immer ungemütlicher, da neben mir auf der Bank, aber an einem anderen Tisch, sich drei oder mehr Leute gesetzt haben, die sehr laut und zappelig sind. Einer davon rutscht mir immer mehr auf die Pelle, so daß ich dauernd zur Seite rücken muß. Schließlich stehe ich auf und bitte hindurch gelassen zu werden, um zu gehen. 

Ich laufe ein wenig herum, sehe meine ehemalige Mitschülerin, die über einer Schüssel Spaghettis sitzt und mir mit diesen im Mund zuwinkt. Dennoch gehe ich nicht zu ihr, sondern in einen Flur, wo ich den Herrn vom Verlag wiedertreffe. Er sagt etwas zu mir und ich sehe in einem Waschbecken die Tarotkarte 'Der Herrscher' von vorhin liegen. Sie ist im Waschbecken ganz naß geworden. Ich fische sie heraus und reiche sie ihm mit den Worten: "Sie haben Ihre Karte verloren!" Er bedankt sich und sagt irgendetwas in der Art, daß es doch ganz gut gelaufen sei, womit er wohl unser Gespräch meinte. Ich antworte darauf sehr überzeugt: "Es kommt immer von alleine!" (Womit ich meine, daß ohne zuviel Anstrengung sich alles von alleine zeigt, ich bin mir allerdings nicht sicher, ob er das so versteht, versuche aber auch nicht weiter, es zu erklären.) Schließlich spaziere ich ins Sonnenlicht hinaus, in eine Einkaufsstraße mit vielen Geschäften und Menschen. Hier bemerke ich, daß ich Shorts trage und ich lasse meine Beine von der Sonne bescheinen, während ich in den Auslagen vor den Geschäften stöbere, wo sich Unmengen von Taschen und Kleidungsstücken finden. Dabei sehe ich eine ehemalige Arbeitskollegin, die fröhlich von einem Geschäft zum nächsten spaziert. 

Samstag, 8. Mai 2021

vergelesen

 "Katzenstreu des Lebens" auf einem Buchtitel. 

Ähm, natürlich lautete der Titel richtig "Kraftzentren des Lebens".

Donnerstag, 6. Mai 2021

Fragen, Antworten und Blutklumpen

Als ich damals las, die EU habe 2,3 Milliarden Impfdosen gegen Corona bestellt, hatte ich mich ja bereits gewundert, wen oder was die damit alles impfen wollen. Zu diesem Zeitpunkt war noch von zwei Impfungen die Rede, aber selbst, wenn man nun noch eine dritte Impfung hinzunehmen und die Bevölkerung der EU sehr großzügig auf 450 Millionen aufrunden würde, wären damit nur 1,35 Milliarden Impfdosen verbraucht. Des Rätsels Lösung dann erstmals im Klartext von Söder bei Anne Will in der Talkshow:

"Ich glaube, wir sind uns ja alle einig, dass der Prozess des Impfens länger gehen muss, mehrfach gehen muss – auch mehrere Jahre gehen muss, um tatsächlich einen Impferfolg zu haben. Keiner darf jetzt glauben, zweimal gepiekst und das war’s schon."

Ok, wer ein bißchen medizinisch gebildet ist, dem war schon lange vorher klar, daß es mit der Corona-Impfung nur so funktionieren kann wie mit der jährlichen Grippeschutzimpfung, da ja auch hier ständig neue Mutationen entstehen. Allerdings wurde das von Regierungsseite bisher nie klar kommuniziert. Stattdessen wurde immer schwammig erklärt, man müsse das abwarten, sehen und so weiter. Das heißt, es wurden Informationen herausgegeben, bzw. unterschlagen, die zumindest die Ungebildeten glauben ließen, zweimal gepiekst reicht schon. Aber jetzt dürfen sie es auf einmal nicht mehr glauben. Diesen Zurückhalten von Information oder sogar ganz klare Lügen beobachte ich ja schon seit Beginn der Pandemie, was einen natürlich mißtrauisch werden läßt. Inzwischen scheint aber auch immer mehr Menschen die Unlogik in manchen Diskussionen und Handlungen unserer Volksvertreter aufzufallen. Wie zum Beispiel diese Unlogik der Diskussion über neue Freiheiten für Geimpfte. Damit meine ich nicht, Geimpfte und negativ Getestete gleichzustellen. Es geht vielmehr um die zusätzliche Freiheit, daß für Geimpfte und Genesene auch Kontakt- und Ausgangsperren wegfallen sollen, und das, wenn ein Impferfolg doch erst nach Jahren sichtbar ist? Und kaum jemand weiß, wie so etwas kontrolliert werden soll? Wie soll eine Ausgangsperre aussehen, von der Geimpfte ausgenommen sind? Zusätzlich wird dann immer beschwichtigt, es sei ja nur vorübergehend, bis genügend Herdenimmunität aufgebaut sei. Momentchen mal, ein Impferfolg braucht noch Jahre und jedes Jahr eine neue Impfung - das klingt eher nach Dauerhaftigkeit. Zumal die Maßnahmen völlig unabhängig davon sind, wieviele Corona-Tote es gibt, sondern alleine von der Inzidenzzahl abhängen, die vermutlich nun jeden Herbst munter zu klettern beginnt und dabei die Geimpften, die sich weiterhin infizieren können, nicht ausnimmt. Wer soll hier eigentlich für blöd verkauft werden?

Interessant finde ich es weiterhin, daß nun auch in Deutschland Mainstreammedien über außergewöhnliche Veränderungen der Menstruation von Frauen im Zusammenhang mit der Impfung berichten. Solche Meldungen kann man in den USA im Mainstream schon länger finden, doch während hier erklärt wird, die Wissenschaftler wüßten nicht, wie so etwas mit der Impfung zusammenhängen könne, gibt es in den USA bereits eine ärztliche Erklärung: Fortpflanzungsorgane, nicht nur der Frauen, sondern auch die der Männer, beinhalten wohl Proteine, die denen des Spike-Proteins sehr ähnlich sind. Und deshalb beginnt der Körper auch diese zu bekämpfen. Jedenfalls habe ich einigermaßen fasziniert die Berichte über unnormale Blutklumpen, extreme Blutungen, aber auch nach der Menopause wieder beginnende Blutungen verfolgt (von Männern hört man auch einiges), und zwar allein deshalb, weil ich von mir bekannten geimpften Personen schon mehrfach Erzählungen über merkwürdige Blutklumpen gehört habe. Diese Häufung, sowohl in den Medien als auch unmittelbar um mich herum finde ich schon sehr auffällig. 

Da ich aufmerksam die News aus den USA verfolge, ist mir natürlich nicht entgangen, daß es in Florida ein neues Anti-Impfpass-Gesetz gibt und auch andere Bundesstaaten die Kontrolle von Impfpässen unter Strafe verbieten. Ich habe das dumpfe Gefühl, daß Florida bald ein sehr beliebtes Einwanderungsland sein wird. 

Dienstag, 4. Mai 2021

Davor oder danach?

Das Wetter war heute so, daß man sich fragte, ob bald Weihnachten ist - stürmisch, regnerisch, dunkel und der Wind pfiff durch alle Ritzen. Ich habe einen mörderischen Muskelkater, deshalb fand nur restoratives Yoga statt. Zur Begleitung entdeckte ich wunderschöne neue Musik, und zwar in dem einzigen Meditationsvideo meines Tanzstudios. Als das Video lief, dachte ich sofort - wow, was ist das für Musik? Solch eine ätherisch schwingende Stimme, die zwischen den Schwingungen der Klangschalen überhaupt nicht stört! Ich habe mir den Song gleich auf Youtube gesucht.

In der Contemporary Class meines Tanzstudios wird stets vor dem Tanzen meditiert und entspannt, also ganz anders, als ich es aus dem Präsenz-Contempory-Kurs kenne und vom Yoga. Aber ich habe festgestellt, daß es geradezu phänomenale Auswirkungen hat, vor dem Tanzen zu meditieren, denn ich bemerke natürlich nicht nur eine gesteigerte Leistung durch mehr Fokussierung, sondern ebenfalls bessere Beweglichkeit - und das einfach nur durch die Entspannung. Wenn ich dagegen an die Präsenzkurse denke, da kommt man schon erstmal gestresst vom Straßenverkehr an, ist vielleicht sogar den ganzen Tag herumgehetzt, und dann geht es gleich weiter mit Warm up und Stretching. Eigentlich wäre es gerade hier ideal, sich erstmal zu sammeln und zu fokussieren, bevor man loslegt. Ich verstehe auch gar nicht, wieso in manchen Bereichen so viel Wert auf die nachträgliche Entspannung gelegt wird. Ist das jetzt einfach nur, weil das im Yoga so vorgegeben wird? Als Cool Down gäbe es ja noch andere Varianten. 

Aber egal was so gelehrt, gemeint und geschrieben wird, letztendlich gibt der eigene Körper immer die beste Antwort darauf, was ich selbst brauche und was für mich funktioniert. Deshalb vertrete ich die Ansicht, daß man alles selbst mal ausprobieren und Fehler machen sollte, denn nur so lernt man ja, die Unterschiede im Körper zu erspüren. Dadurch habe ich zum Beispiel schon sehr früh gelernt, daß statisches Dehnen vor dem Tanzen extrem kontraproduktiv ist. Dagegen finde ich es nach dem Tanzen ideal, weil man dann schon so schön warm und beweglich ist und durch entspanntes statisches Dehnen nicht gleich von Hundert auf auf Null geht, aber trotzdem zur Ruhe kommt. Mit dem völligen Abschalten nach dem Tanzen kann ich nicht so viel anfangen, weil ich durch das Tanzen innerlich eh schon gesammelt und auf den Körper konzentriert bin. Vor dem Tanzen funktioniert bei mir dagegen dynamisches Dehnen und Mobility am besten. Und das Atmen und Entspannen vor dem Tanzen werde ich jetzt künftig ebenfalls beibehalten. 


Montag, 3. Mai 2021

Kunstmüll

In unserem Müll-Tempel werden gerne mal überflüssige ausrangierte Dinge zum Mitnehmen hingestellt, meist landen sie aber wahrscheinlich in der Mülltonne. Heute stand dort ein handgezeichnetes sehr großes Bild im Goldrahmen und mit Widmung und Signatur. Ich konnte nur '2012' lesen, die Handschrift war zu unleserlich, aber das Bild stellte das realistische Doppelporträt eines Paares dar. Sogar ziemlich gelungen, wie ich fand. Wer schmeißt so etwas auf den Müll? Nun würde ich mir selbst das auch nicht in die Wohnung hängen und da ich außerdem keinerlei Bezug zu diesem Paar habe, es noch nicht einmal kenne, ließ ich das Bild, wo es war. Aber wer weiß, vielleicht stammt es ja von einem neuen Picasso und wäre später richtig viel wert. Ich mußte schmunzeln, weil mir sofort die eine Folge der "Big Bang Theory" einfiel, in welcher Amy Penny ein "Freundschaftsgemälde" mit ihrer beiden Konterfeie schenkte und und Penny wiederum verzweifelt versuchte, das große häßliche Ding loszuwerden und nicht in ihrer Wohnung aufhängen zu müssen. Das Bild im Müll-Tempel ähnelte frappierend diesem Gemälde, da es fast genauso groß und in einem häßlichen Rahmen war, nur halt in schwarzweiß. Also entweder hat hier ebenfalls jemand verzweifelt versucht, ein geschenktes Bild loszuwerden (wobei man es hätte gut rausnehmen und zusammenrollen können), oder das abgebildete Pärchen existiert nicht mehr. 

Gestern dagegen kam ich in den Genuß, mal eine ganz neu zusammengestellte Geschmacksvariation auszuprobieren, nämlich Banane-Dosenfisch. War aber eher unfreiwillig, weil mir meine Banane auf das Fischbrot gefallen ist. Und nach dieser lehrreichen Erfahrung kann ich von einer entsprechender Geschmackskombi nur abraten. 

Dienstag, 27. April 2021

Aufgeräumt

Wochenlang habe ich in dem Glauben gelebt, es gäbe in Berlin eine Ausgangssperre. Keine Ahnung wieso, wahrscheinlich zu ungenau gelesen. Irgendwann hat man ja gar keine Lust mehr, dauernd die neuesten intellektuell fordernden Bekanntmachungen zu lesen. Komischerweise zog es mich dann abends wie magisch zu meinem Müll-Haus, so daß ich die Gelegenheit nutzte, um den Keller auszumisten. Erst in der letzten Woche mußte ich feststellen, daß es keine Ausgangssperre war, sondern nur eine Ausgangsbeschränkung in der Anzahl der Personen. Na bloß gut, daß ich mir nicht wochenlang einen Abendspaziergang verkniffen habe! Doch mein Keller ist mit dem heutigen Abend aufgeräumt. Von einer Notbremsen-Ausgangssperre kann ich aber auch jetzt nichts bemerken. Ständig laufen oder fahren Leute auf der Straße vorbei. Gestern beim Einkaufen hatte ich ebenfalls den Eindruck, daß entweder die Notbremse für Berlin gar nicht gilt, oder niemand mehr die Alibi-Politik der Regierung ernst nimmt. Und Ordnungskräfte habe ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen, ganz anders als im letzten Jahr. 

Edit: Ich sehe gerade, daß in meinem Bezirk die Inzidenz unter 100 liegt. Bisher habe ich immer auf die Gesamt-Inzidenz für Berlin geschaut. Kann es sein, daß das jetzt nur auf bezirklicher Ebene angewendet wird? So langsam steige ich nicht mehr durch...

Aufgeräumt

Montag, 26. April 2021

Contemporary Class Day 1+2 und das Amateur-Virus

Der April meint es leider gar nicht gut mit uns, denn während es in den letzten Jahren bereits im April sommerlich warm wurde, ist es jetzt noch immer eisig draußen. Und das ausgerechnet in diesem Jahr, wo doch wie in jeder ordentlichen Grippewelle die Viren bei Wärme den Rückzug antreten. Mein Glücksklee zeigt mir diese Misere an, indem noch nicht einmal das allerkleinste Sprößchen davon zu sehen ist, während die sonst schon ab Februar rauskamen - außer im letzten Jahr. Im letzten Jahr hatte ich nur einen einzigen traurigen Halm. Mein Glücksklee weiß halt ganz genau, was Sache ist. Aus Protest gegen die Kälte habe ich meine Heizung abgedreht, so wie ich es jeden April mache, meist schon Anfang April, was aber diesmal nur zur Folge hat, daß ich friere und bibbere. Der April stört sich nicht an meinem Protest. Die Notbremse geht bis Ende Juni und wenn es dann hoffentlich wärmer wird und die Inzidenzen fallen, wird es heißen, die Notbremse sei ein voller Erfolg gewesen. Dazu braucht man keine Glaskugel. 

Außerdem habe ich festgestellt, daß beim Tanzsport doch bereits zwei unterschiedliche Klassen existieren und ich nur nicht eingeladen bin. Es gibt nämlich Tanzstudios in Berlin, in denen werden Kurse angeboten, in die man sich zur Zeit weiterhin als Profitänzer einbuchen kann (also kein Individualtraining). Und die sogar ohne Maske stattfinden. Als Amateur dagegen muß man sich mit Online-Kursen begnügen, falls man denn überhaupt die häuslichen Voraussetzungen dafür hat. Ich finde es wirklich faszinierend, wie genau das Virus unterscheiden kann, wer Amateurtänzer ist und wen es anfallen darf, und um wen es als Profitänzer einen weiten Bogen machen muß. Beim Fußball hat es da ja schon lange den vollen Durchblick und wenn die Profis positiv getestet sind, wird schnell ein zweiter Test gemacht, und abrakadabra sind sie wieder alle negativ. Mir schwant da eine ganz böse Verschwörungstheorie - das Virus wurde bestimmt extra in die Welt gesetzt, um die nervigen dilettantischen Amateure nach Hause zu schicken und eine neue Elite von Superduperprofis heranzuzüchten. 

Na jedenfalls, da es noch immer so kalt ist und es keinen Grund gibt, meine Aktivitäten nach draußen zu verlagern, hatte ich genug Zeit, bereits die ersten zwei Tage des Contemporary-Einführungskurses mitzumachen, welcher neu bei meiner gebuchten Online-Tanzschule angeboten wird. Beim Warm up mit Lunges in alle Himmelsrichtungen bin ich schon mal raus, was den Platz betrifft, aber warm machen kann ich mich ja auch anders. Die Sequenzen, die man da einübt, sind für nur eine Seite gerade so machbar, wenn auch nicht sehr frei in der Ausführung, wegen der Energiereduktion zur Vermeidung von Unfällen. Allerdings werden sie immer auf beiden Seiten geübt und da bin ich ebenfalls raus. Doch immer noch besser eine Seite einüben als gar nichts. Etwas Verwirrung gibt es manchmal mit den englischen Anweisungen. Die Anleiterin hat dauernd gesagt, ich solle die Hände an meine 'chins' bringen. Hä? Ich kenne nur chin als Kinn und vermute, sie meinte Knie (knees), aber vielleicht gibt es noch irgendwelche anderen Körperteile, die ähnlich wie 'chin' klingen. 

Und es geht mir hier nicht anders als sonst -  wenn keine Aussichten bestehen, das Gelernte irgendwann mal mit vollem Genuß-Einsatz und genug Platz zu tanzen, hält sich meine Lernmotivation doch sehr in Grenzen. Andererseits wird es aber auf Dauer langweilig, immer nur Freestyle zu tanzen. Überhaupt ist das Tanzen bei mir geradezu ein Paradebeispiel für dieses wahrscheinlich jedem bekannte Muster, daß man immer genau das haben möchte, was man gerade nicht bekommen kann. Wenn ich die Möglichkeit habe, in Kursen zu tanzen, und dort voll gefordert werde, sehne ich mich schnell danach, meine eigenen Sachen zu tanzen und nicht immer nur fremde Choreographien. Das macht mich dann sogar ernorm kreativ, wenn ich zu Hause tanze, weil ich um so mehr Lust habe, meine eigenen Choreographien auszuhecken. Tanze ich hingegen ausschließlich zu Hause, sehne ich mich schnell danach, mich auch wieder im ausufernden Raum auszuprobieren und gefordert zu werden. Auf der anderen Seite ist das Gras eben immer grüner. 

Und wer gerne den Sport für Kinder und Amateure unterstützen möchte, darf das hier tun, denn "Sport ist Teil der Lösung und nicht des Problems in der Coronapandemie" >>

#wirbrauchensport:

"Vor allem die Situation vieler Kinder und Jugendlicher bereitet uns große Sorgen. Gerade jetzt über die Wintermonate war der Bewegungsmangel enorm, weil die wenigsten Familien eben über einen eigenen Garten oder geeignete Freiflächen in unmittelbarerer Nähe verfügen. Drastisch höherer Medienkonsum, nachlassende körperliche Aktivität, erhebliche Gewichtszunahme, psychische Störungen, motorische Defizite das alles sind die Auswirkungen auf den Nachwuchs und mittlerweile in zahlreichen wissenschaftlichen Studien belegt....

Nun wurde vor mittlerweile vier Monaten der Sport bereits zum zweiten Mal auf Null gefahren, ohne dabei den Schaden für die Gesundheit offen zu thematisieren. Seit Jahrzehnten setzt unser Gesundheitssystem auf die heilende Wirkung von Sportangeboten im Bereich der Prävention und Rehabilitation. Es ist dabei eine Struktur entstanden, die nach höchsten qualitativen Standards auf die Bedürfnisse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer eingeht. In Zeiten der Corona-Pandemie überlassen wir nun diese sensible Zielgruppe ihrem individuellen Tun (oder Nichtstun). Mit alarmierenden Folgen: Wir bekommen viele Rückmeldungen, dass orthopädische Probleme sich erheblich verschärft haben, dass die Leistungen des Herz-Kreislauf-Systems rapide nachlassen, dass Gewichtsprobleme wachsen, dass sich das allgemeine Wohlbefinden aufgrund des Bewegungsmangels verschlechtert....

Vor diesem Hintergrund ist es trotz der Erfordernisse des Infektionsschutzes wichtig, die gesunderhaltende Wirkung der Bewegung nicht aus den Augen zu verlieren. Unsere Erfahrungen in Rehasportkursen, wo wir es mit erheblichen Vorerkrankungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu tun haben, zeigt die Wirksamkeit unserer Hygiene- und Schutzkonzepte....

Contemporary Class Day 1 + 2

Samstag, 24. April 2021

Förderung der Intensiv-Belegung und Behandlungsfehler

Wenn das stimmt, wie es in dem nachfolgenden Video dargestellt wird, dann kommen wir natürlich aus dem Lockdown kaum noch heraus. Und dann sollte man vielleicht sogar froh darüber sein, wenn sich die Bundes-Notbremse 'nur' an Inzidenzzahlen orientiert. Es wird ja immer behauptet, die Kapazität der gesamt vorhandenen Intensivbetten sei deshalb seit dem letzten Jahr derart geschrumpft, weil so viel Personal ausgefallen ist, entweder durch Kündigung oder krankheitsbedingt. 
und dann sieht, wie krass die Zahl der vorhandenen Intensivbetten in einigen Krankenhäuser, nicht in allen (!), gesunken ist, kann man doch ins Zweifeln kommen, ob das allein zufällig ist, oder nicht doch absichtlich an der Schraube gedreht wird. 


Interessant in diesem Zusammenhang fand ich auch schon die Dokus von Monitor über die Tödlichkeit der Intubation, die letztendlich nur den Schluß zulassen, daß die Therapie tödlicher ist als das Virus an sich, zumindest wenn eine Intubation zu schnell und ohne wirkliche Not erfolgt. Dies soll aber gerade am Anfang der Pandemie sehr häufig vorgekommen sein, da in einigen Ländern Intubationen finanziell gefördert wurden. Dies soll zum Beispiel auch in Italien der Fall gewesen sein, wird auf einigen Seiten behauptet. Wenn dies wahr ist, kann man eigentlich nur zu dem Fazit kommen, daß die Tödlichkeit des Virus allein von der Art der Behandlung abhängt und die Art der Behandlung wiederum allein von den finanziellen Anreizen für eine Behandlung abhängt. Mit Gesundheit hat das mal wieder überhaupt nichts zu tun. Vor allem wenn man bedenkt, daß es sehr wirkungsvolle natürliche Wirkstoffe gibt, um eine beginnende Viruserkrankung zu behandeln und die Virenlast zu senken, also einen gefährlichen Verlauf von vornherein zu verhindern. Nur müßte man dazu halt auch mal Geld für die Entwicklung unpatentierbarer Medikamente mit natürlichen Wirkstoffen und deren Promotion locker machen, die dann quasi zum Selbstkostenpreis abgegeben werden, da mit ihnen ohne Patent leider kein großer Profit zu machen ist. 


Ein Beispiel, wie dieser "blinde Fleck" der Pharma bereits in anderen Fällen zu vielen Toten geführt hat, findet sich in dem Buch "Die Wissenschaftslüge", dessen Autor übrigens Schulmediziner ist und der als Insider sehr gut alle Tricks der Pharmaindustrie in Zusammenhang mit Studien erklärt, auch die statistischen, welche jetzt bei Zahlen wie 90prozentige Wirksamkeit der Impfung usw. wieder gut zum Zuge kommen:

"Die Unternehmen kalkulieren ihre Preise auch nach Kriterien, die man als ausbeuterisch bewerten könnte. Sobald sie ein bestimmtes Medikament auf den Markt bringen, untersteht es etwa zehn Jahre dem Patentschutz, das heißt, sie sind die Einzigen, die es herstellen dürfen. Loratadin, von Schering-Plough, ist beispielsweise ein wirksames Antihistaminikum, das keine Benommenheit verursacht. Es war eine Zeitlang der einzige Wirkstoff dieser Art und hochgefragt. Bevor das Patent dafür auslief, wurde sein Preis in nur fünf Jahren dreizehn Mal erhöht, eine Wertsteigerung von über 50 Prozent. Manche könnten dies als Wucher betrachten. 

Aber die Pharmaindustrie steckt zur Zeit ebenfalls ın der Krise. Das goldene Zeitalter der Medizin neigt sich, wie schon gesagt, allmählich dem Ende zu, und die Anzahl neuer Arzneimittel oder "neuer pharmazeutischer Wirkstoffe", die registriert werden, ist von fünfzig im Jahr, wie noch in den 1990er Jahren, auf etwa zwanzig abgerauscht....

Das Global Forum for Health Research schätzt, dass nur 10 Prozent der weltweiten Krankheitslast 90 Prozent der gesamten Gelder für biomedizinische Forschungen erhalten. 
Oft mangelt es schlicht an Informationen, nicht an irgendeinem tollen neuen Wirkstoff. Die Eklampsie zum Beispiel fordert angeblich weltweit, während der Schwangerschaft, 50.000 Todesfälle pro Jahr, und die beste Behandlung ist billiges, nicht patentiertes Magnesiumsulfat (hochdosiert und intravenös verabreicht wohlgemerkt, nicht als Nahrungsegänzungsmittel). Obwohl Magnesium seit 1906 gegen Eklampsie eingesetzt wird, wurde es erst ein Jahrhundert später, im Jahr 2002, mit Hilfe der Weltgesundheitsorganisation WHO zur besten Behandlung gekürt, weil kein kommerzielles Interesse an seiner Erforschung bestand: Niemand hält ein Patent auf Magnesium, und die meisten Todesfälle aufgrund von Eklampsie gibt es in den Entwicklungsländern. Millionen von Frauen sind seit 1906 daran gestorben, viele dieser Tode wären zu verhindern gewesen. 

Man ist gerne versucht, die Arzneimittelkonzerne zu beschuldigen - obwohl ich eher das Gefühl habe, dass Regierungen und zivile Organisationen ebenso viel Verantwortung tragen, weil sie kein Geld herausrücken -, doch wo auch immer Sie Ihre eigene moralische Grenze ziehen, Fazit ist, dass Arzneimittelkonzerne einen gewaltigen Einfluss darauf haben, worüber und wie geforscht wird und wie die Ergebnisse bekannt gemacht, analysiert und interpretiert werden. 

Manchmal liegen ganze Bereiche brach, weil es am nötigen Geld fehlt oder am Interesse der Konzerne.

Freitag, 23. April 2021

Dirty Secret

Bisher war in diesem Jahr das Angebot an Fernsehserien zur angenehmen Ablenkung, eher rar gesät. Deshalb habe ich mich nur an diese >>Mammut-Lesung des Romans "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" von Proust gehalten. Allerdings nicht so, wie ich es mir in meinem Jahresvorsatz vorstellte - das Entspannen habe ich meist wieder weggelassen und stattdessen höre ich die Folgen zum Brunch (wenn man schon alle Jahre mal einen winzigen Vorsatz macht). Doch jetzt geht's los - gestern lief die erste Folge der "American Horror Story 8", die ich noch nicht kenne. Und ich verrate euch mal mein kleines 'schmutziges' Geheimnis, also eigentlich nicht wirklich schmutzig, aber doch sehr untypisch für mich - ich bin "Grey's Anatomy"-Junkie, und das, obwohl ich Krankenhäuser absolut nicht mag und auch Ärzte lieber auf Abstand halte. Ich habe mich sehr lange geweigert, überhaupt irgendeine Arztserie (egal ob Comedy, Drama oder sonstwas) anzuschauen, deshalb weiß ich gar nicht, wie dieser "Ausrutscher" passieren konnte. Fakt ist aber, daß ich, als ich angefixt war, alle Staffeln von der ersten Folge an abgearbeitet habe. Normalerweise bin ich nur beim Tanzen gerne Drama-Queen, im Real Life und in Fernsehserien ist es nicht so mein Genre. Aber hier kenne ich alle Dramen und Tragödien, noch schlimmer und noch härter - Drama, Baby, Drama. Und die neue Grey's Anatomy-Staffel steht ebenfalls wieder an. Aber wenn ich jetzt dachte, endlich könne ich mal aus der Realität in andere Geschichten abtauchen - Pustekuchen! American Horror Story handelt von der Apokalypse - zwar durch Atomschlag, aber mein Gott, Isolation und Schutzanzüge machen keinen großen Unterschied, und bei Grey's Anatomy geht es um.....? Dreimal dürft ihr raten. Ich glaube, ich werde die Staffel aufnehmen und erst im nächsten Jahr oder noch später schauen. Zur Zeit brauche ich sowas nicht.

Donnerstag, 22. April 2021

Going Underground

In Berlin kann man inzwischen wieder in Clubs gehen, habe ich irgendwo gelesen. Allerdings braucht man dafür vorher eine persönliche Einladung und dann kann man wieder abfeiern. Auch andere Kultureinrichtungen haben so ihre Tricks, wie zum Beispiel in Babelsberg, wo ein großer "Filmdreh" stattfand. Später stellte sich aufgrund eines Denunzianten heraus, daß es eine Party mit Buffet und geladenen Gästen war. Und die Politiker feiern ja ebenfalls fröhlich weiter in extra für sie geöffneten Hotels und Gastronomie. Manchmal frage ich mich wirklich, ob Hallen- und Tanzsport tatsächlich die einzigen Blöden sind, die bis zum bitteren Ende ausharren. Oder gibt dafür vielleicht auch schon einen Untergrund und ich bin nicht eingeladen?

Man hat den Eindruck, inzwischen ist es wie damals während der Prohibition. Und ein Teil der Bevölkerung ist der, der brav zuhause sitzt und sich über die Inzidenzwerte wundert, während sich der andere Teil mit Geld, Status und Beziehungen eine neue versteckte Normalität schafft. Unter den Geimpften kenne ich dazu immer mehr, die plötzlich ganz scharf darauf sind, sich mit einem zu verabreden oder Unternehmungen zu machen, obwohl doch eigentlich bekannt ist, denn so wurde es außer in der Werbe-Propaganda von der Regierung immer kommuniziert und ist aus Studien und Zahlen ersichtlich, daß die Impfung weder vor Ansteckung, noch vor der Weitergabe des Virus schützt und es auch einige geimpfte Corona-Tote gibt, also quasi die Impfversager. Man hat ja so lange durchgehalten und sich diese Gen-Therapie mit unabgeschlossener Notfallzulassung gegönnt, da möchte doch dann bitte auch sofort alles wie vorher sein. Die meisten Menschen sehen und hören halt nur das, was ihren eigenen Wunschvorstellungen entspricht. Wenn dann aber in der Impfwerbung alleine diese Wunschvorstellungen angesprochen werden und alles andere unter den Teppich gekehrt wird - schließlich kann sich jeder selbst "richtig" informieren, muß man sich nicht wundern, daß die Geimpften so ungeduldig sind. Und es ist ein Beweis mehr, daß es nicht um Gesundheit geht.

Tröstlich finde ich hingegen, daß die Sahra Wagenknecht fast immer meiner Meinung ist, wenn das zur Zeit auch nicht viel nutzt. Und sie wirkt dabei authentisch, nicht wie die Krawallbirnen insbesondere -mädels von der AfD, bei denen man dauernd  das Gefühl hat, daß es denen nicht um die Menschen geht, sondern nur um eine Art Selbstbestätigung und Profilierung. 

Mittwoch, 21. April 2021

Polit-Antrag und fremdgehäkelte Hausschuhe

Gestern telefonierte ich mit meiner Bekannten, die am Freitag ihren ersten Pieks erhielt. Und es war klar, daß sie von sich aus alles ausführlichst berichten würde, ohne daß ich deshalb nachgefragt hätte. Sie hatte Biontech und sie erklärte, sie hätte sich Biontech selbst ausgesucht, indem sie im Internet geschaut hat, welche Impfcenter das verwenden. Anscheinend kann man also indirekt, indem man sich raussucht, wo man sich einen Termin geben läßt, den Impfstoff doch auswählen, wenn ich das richtig verstanden habe. Die Nebenwirkungen hielten sich im Rahmen - starke Müdigkeit und Schlappheit, dann ein zunehmender Druck im Kopf, der zu Kopfschmerzen führte. Schließlich war durch den Druck auch ihre Nase zu und als sie sich schneuzte, kam ein Blutpfropfen raus. Und dann war schlagartig Ruhe und der Druck weg. Sie ist der festen Überzeugung, daß dies von der Impfung kam, da sie sonst weder Allergien, Schnupfen oder anderes mit der Nase hat. 

Dann sprachen wir über Politik und ich weiß von ihr, daß sie seit Jahren Grün wählt und die Grünen ganz toll findet, insbesondere auch die Frau Baerbock. Ich finde die Grünen zwar immer noch ein geringeres Übel als andere Parteien, bei ihrer seltsamen Verbotspolitik habe ich aber trotzdem Bauchschmerzen. Viele Verbote sind zwar durchaus sinnvoll, aber es sind leider auch eine Menge Verbote darunter, bei denen man sich fragt, ob die Grünen keine anderen Sorgen haben - Verbot von Luftballons, Verbot von Streaming, Verbot von Erdgas, Verbot von Tieren im Zoo, Verbot von Einfamilienhäusern... Als ich das anführte, entgegnete meine Bekannte, daß solche unsinnigen Verbote ja zum Glück alle wieder vom Tisch seien. Und das sei schließlich das Gute daran, daß nie eine Partei alleine regiere, denn dadurch würde alles, was nichts taugt, weggefegt. Dann hatte sie lobende Worte für die SPD, die ich allerdings für unwählbar halte. Ich entgegnete ihr, daß die SPD die Sozialdemokratie unter Schröder zu Grabe getragen habe, als der Haushalt auf Kosten der Unterprivilegiertesten und Schwächsten in der Gesellschaft mit Hartz IV saniert wurde. Das stimmt auch wieder, gab sie mir recht, und sie hätte es damals gar nicht verstanden, wie man so etwas mit der Arbeitslosenversicherung, die ja eben eine Versicherung sei, machen könne. Also argumentierte ich weiter, ist es doch möglich, daß katastrophale Vorschläge von regierenden Parteien manchmal durchgesetzt werden. 

Wir einigten uns schließlich darauf, daß im Grunde jede Partei irgendwo Dreck am Stecken hat und in manchen Bereichen nicht ganz sauber ist. Und sie dann so zu mir: "Na, was meinst du, S. - wir beide in die Politik?" Also wenn es bald eine neue Partei gibt, ihr wißt bescheid! *lol*

Außerdem erhielt ich gestern meine neuen sommerlichen Häkelhausschuhe. Je mehr ich tanze, um so mehr nerven mich nämlich feste Sohlen zu Hause unter den Füßen, weil man irgendwie mit steigendem Körperbewußtsein auch merkt, wie feste Sohlen die Bewegungsfreiheit der Füße einschränken. Für den Winter gibt es ja einige Auswahl an Hüttenschuhen, die nur dünne Sohlen haben, allerdings leider wieder viel weniger mit Ledersohlen und stattdessen Synthetiksohlen zusätzlich mit Silikonnoppen. Solche Schuhe ertrage ich gar nicht an den Füßen, weil ich davon einen Hitzestau und Hitzepickel bekomme. Nur Ledersohlen machen ein schönes Klima, das warm und luftig zugleich ist. Mit Mikrofaserbettwäsche geht es mir genauso. Ich glaube, auch das ist eine Folge des sich steigernden Körperbewußtseins, daß man viel genauer wahrnimmt, wie es einem mit manchen Materialen geht, wie es sich anfühlt und wie der Körper darauf reagiert. Die Sensibilisierung der Körperwahrnehmung durch das Tanzen ist ein Prozeß, von welchem ich nicht weiß, wohin er mich noch führt und ob er irgendwann mal abgeschlossen ist. 

Nun hat man im Sommer ja meist sowas wie Flip Flops oder Clogs für Zuhause (barfuß fällt aus, da ich auf dem Balkon nicht barfuß in Wespen oder Spinnen treten möchte), die aber tänzerisch noch schwieriger sind als feste Schuhe. Deshalb kam mir so der Gedanke, man bräuchte eigentlich nur eine dünne Ledersohle, an die man dann einen luftigen Schuh häkelt. Leider sind meine Häkelfertigkeiten auf Kanten begrenzt und ich habe zur Zeit auch nicht die Geduld, um noch Schuhe häkeln zu lernen. Ich bin aber bei Etsy fündig geworden, was handgemachte Häkelschuhe betrifft, und habe mir ein paßgenaues Paar für 43 EUR geordert. Sie sitzen wirklich einwandfrei, sind mit dem Baumwollgarn sehr kühl und luftig, zumal unten sogar nur eine geteilte Ledersohle dran ist. Ich bin gespannt, wie lange sie halten, denn 43 EUR sind natürlich schon ein stolzer Preis für so ein Paar sommerliche Schläppchen. Da würde es sich vielleicht doch lohnen, sich das Schuhehäkeln einmal beizubringen. Ich schätze, die sind wirklich ganz schnell gefertigt, wenn man es einmal drauf hat, denn es ist ja nicht viel dran. Und man könnte sich für jeden Sommer neue häkeln. Wahrscheinlich würde ich dann gar nicht mehr aufhötren, mir Schuhe zu häkeln - bequem, ohne feste Sohlen und ohne Synthetik.

Häkelschuhe
Häkelschuhe2
Häkelschuhe3

Montag, 19. April 2021

Ankündigung

Google teilt mit, daß zum Juli 2021 das Feedburner-Widget 'Follow by Email' seinen Dienst einstellt. Dies bedeutet, daß auch keine Emails zur Beitragsbenachrichtigung mehr versendet werden. Ich habe darauf keinen Einfluß und weiß nicht, ob es noch andere Möglichkeiten gibt, eine Email-Benachrichtigung bereitzustellen. Darüber muß ich mich erst einmal schlau machen. Ansonsten empfehle ich einen guten rss-Reader mit Benachrichtigungsfunktion wie zum Beispiel die Erweiterung >>feedbro für Chrome, Firefox und Edge. Ich entschuldige mich für die Unannehmlichkeiten. 

Donnerstag, 15. April 2021

Wichtigste Amtshandlung

während einer Pandemie: Fingernägel lackieren und Tee trinken!         
Amtshandlung

Gerade sah ich einen Film über jemanden, der zehn Jahre alleine im Weltraum herumgeflogen ist. Da kam mir der Gedanke, wenn es so weiter geht mit der Isolation und dem Dauer-Lockdown, dann bin ich ebenfalls bald für eine mehrjährige Weltraummission ausgebildet. Das Blog ist ja quasi mein Tor zur Welt, so wie die Funkkommunikation eines Raumschiffs mit der Erde. Um so mehr schätze ich es und bedanke mich dafür, daß ihr liebe Leser und Leserinnen, die Kommunikation nicht abreißen laßt. 

Außerdem hat das Online-Tanzstudio, bei welchem ich ein Abo bezahlte, jetzt neue Intro-Lernprogramme für Contemporary, Jazzdance und Ballett veröffentlicht. Soweit ich gesehen habe, relativ gut auf kleinen Raum durchführbar -  vielleicht kann ich mich ja doch mal wieder dazu aufraffen, mich intensiver und ernsthaft damit zu befassen, statt nur planlos herumzuhopsen. Inzwischen habe ich auch acht von zehn Rückenkurse meiner Krankenkasse hinter mich gebracht und bereits den Code für das kostenlose Jahresabo des Online-Fitnessanbieters bekommen. Aber gleich zwei Jahresabos für Tanz- und Fitnesskurse? Dürfte vermutlich selbst für ein Jahr etwas zuviel werden, oder ich muß mich dann ständig entscheiden, was ich nun wirklich machen möchte. Und das, wo man doch so schon dauernd vom falschen Film da draußen abgelenkt wird. Andererseits, wenn ich beides durchziehe, dann bin ich vermutlich absolut ebenso körperlich bereit für jede Weltraummission. 

Ich sah zufällig letztens noch einen Film, der mir ein Deja Vu nach dem anderen bescherte. Es war ein Viren- und Zombie-Apokalypse-Film, reinster Trash, aber ich fühlte mich unentwegt an etwas erinnert. Ein Virus, das zu einer Biowaffe umfunktioniert wurde, wird aus einem Labor freigelassen (woran erinnert mich das?) und verwandelt die Menschen alle in Zombies (woran erinnert mich das?). Einige mutieren aber und werden zu Mutanten. Die Hauptdarstellerin ist eine Mutantin und besitzt deshalb plötzlich übermenschliche Fähigkeiten. Die Leute vom Labor wollen ihren Fehler vertuschen und die Stadt der Zombies mit einem Atomschlag auslöschen. Es wird zusätzlich noch ein Mutantenmonster losgelassen, um ein Experiment durchzuführen (woran erinnert mich das?). Und in den Actionszenen dann tolle trashige Dialoge wie zum Beispiel, als die Hauptdarstellerin mit einer anderen Frau flüchtet und sie von Zombies angegriffen werden: "Warum nur tun Menschen so etwas?" "Tut mir leid, daß ich dich enttäuschen muß, aber das sind keine Menschen mehr." Also irgendwie werden solche Filme erst jetzt so richtig lustig und interessant. Früher bin ich bei sowas ja immer eingeschlafen. *lol*

Mittwoch, 14. April 2021

Unverantwortliche Inzidenz-Gläubigkeit

Die neue Änderung des Infektionsschutzgesetzes ist ja generell sehr umstritten. Mir persönlich will dabei vor allem nicht in den Kopf, daß diese extremen Maßnahmen alleine vom Inzidenz-Wert abhängig gemacht werden, einem Wert, der durch Tests ermittelt wird, die eine hohe Fehleranfälligkeit aufweisen und ausschließlich Hilfsmittel sind. Im übrigen sagt der Inzidenz-Wert alleine noch nichts über die Häufigkeit schwerer Verläufe und die Belegung der Intensivstationen aus. Nach der letzten MPK hatte man den Eindruck, das dies inzwischen auch bis zum letzten in der Regierung vorgedrungen sei, denn auf einmal hieß es, man müsse künftig andere Zahlen und Gegebenheiten mehr in die Entscheidungen einbeziehen. Tja, anscheinend war dies aber nur leeres Gerede und die Regierenden sind noch immer fernab jeder Realität.                                                   
Daß nicht nur ich das so sehe, zeigt der offene Brief, den der Vorgänger Dr. Drostens Detlev Krüger und der Epidemiologe Klaus Stöhr an den Bundestag gerichtet haben:


Ich selbst habe Verwaltung studiert und dort wurde uns im Verfassungs- und Staatsrecht, im Verwaltungsrecht und im Ordnungsrecht der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit der Mittel bis zum Erbrechen eingetrichtert. Hier kann ich nirgends mehr eine Verhältnismäßigkeit erkennen, wenn alleine von einem Inzidenz-Wert solche Maßnahmen wie Ausgangssperren und strengste Kontaktbeschränkungen auf nur noch eine Person am Tag (ausschließlich im privaten Bereich) abhängen, zumal die Ansteckungsgefahr im Freien bei weitem geringer ist als in Innenräumen. Dies hat auch letztens ein Gericht festgestellt, welches die Ausgangssperren kippte, da es sie als unverhältnismäßig ansah. Es gäbe mildere Möglichkeiten zu verhindern, daß sich größere Gruppen von Menschen irgendwo treffen. 

EDIT 16.04.2021: Ich habe mal ein paar Zahlen zum Nachdenken über die Verhältnismäßigkeit aus öffentlichen Kommentaren gesammelt, die sind allerdings nicht überprüft.

"Von 140.000 Einwohnern bei uns Im LK Vechta liegen 4 mit einem positiven Test auf den Intensivstationen der Krankenhäuser. Das sind 0,0028 Prozent der Bevölkerung im LK. Ab Samstag haben wir dann eine Ausgangssperre."

"Für mich ist es echt unverständlich warum nur auf den Inzidenzwert geschaut wird. Bei uns im Landkreis, nahe der Grenze zu Tschechien und Österreich, mit rund 80.000 Einwohnern liegt dieser seit Oktober nahezu durchgehend über 100. Gerade mal zwei Wochen waren es unter 100. Und das obwohl wir bereits seit Dezember letzens Jahres die Ausgangsperre haben!!!"

"Wir haben 101.014 Einwohner in unserem Landkreis. Positiv getestete liegen bei 0,25%, 3 werden im Krankenhaus behandelt. Heist nicht das sie auf der Intensivestation beatmet werden. Und nun wird wieder alles runter gefahren...."

"Ist bei uns ähnlich. Ort mit 1000 Einwohnern, ein positiver, aber asymptomatischer, Getesteter, Inzidenz 100. Hochgerechnet auf den gesamten Landkreis wird gleich alles dicht gemacht. Es ist unfassbar, mit welcher Unlogik hier Panik verbreitet wird."

"Inzidenz 100 pro 100.000 bedeutet 1 zu 1000. Das heißt, in einer kleinen Gemeinde mit 1.000 Einwohnern reicht eine einzige Person mit einem positiven PCR-Testergebnis aus, um das Leben aller im Dorf komplett stillzulegen. Kommt noch der Ehepartner ebenfalls mit einem positiven PCR-Testergebnis hinzu, liegt die Inzidenz schon bei 200 und das führt dann für die restlichen 998 gesunden und/oder ungetesteten Mitmenschen zu einem harten Lockdown.
Wenn die beiden sich symptomlos haben testen lassen, weil sie einkaufen oder zum Friseur wollten, werden sich die anderen 998 Menschen im Dorf bestimmt gerne bei den beiden herzlich bedanken!"

"wir haben im Neckar Odenwald seit gestern Ausgangssperre'...146000 Einwohner , 66 neu positiv getestet , eine Tote ( 90 Jahre alt ) die Fläche des Neckar Odenwald sind ca 157738 Fussballfelder ......dh...die Fälle sind bei Fussballfeld 1 aufgetreten und in Ausgangssperre' müssen alle..."

Samstag, 10. April 2021

Seltsame Reaktionen, Masken und Dankbarkeit

Als ich gestern vom Tod Prinz Philips las, war meine erste Reaktion ein freudiges: "Hach, endlich mal etwas anderes!", worauf ich sofort stutzte und dachte: "Ey sag mal, seit wann freust du dich über Todesnachrichten in den Medien? Ist ja abartig!" Macht alles Corona, das leidige Thema, welches dank der kuriosen, korrupten Politik und Wissenschaft kein Ende findet, das es schon längst hätte haben können. 

Während ich meiner Mutter (86) gestern von dem Todesfall berichtete, meinte sie nur: "Na der sah ja mit seinem Alter auch schon richtig furchtbar aus." Worauf ich antwortete: "Wir sehen mit dem Alter alle nicht besser aus." (*lol*) Außerdem berichtete sie darüber, daß sie mit Op-Maske einkaufen war und überall trotz ffp2-Maskenpflicht reingelassen wurde. Sie hatte sich vorsichtshalber eine ffp2-Maske eingesteckt, brauchte sie aber gar nicht und sah einige andere alte Leute mit Op-Masken. Kann auch anders laufen, so wie hier berichtet: https://nberlin.wordpress.com/2021/04/09/falsche-maske-atteste-lachs-und-buro/, aber bei alten Leuten ist man anscheinend etwas nachsichtiger, die ja schon so nicht unbedingt gut Luft bekommen. Und wenn die Masken falsch getragen werden oder gar ausgekocht, wovon ich hier schrieb: Tänzerin zwischen den Welten: Masken kochen (weltentanz.blogspot.com), haben sie nicht mehr Vorteile als Op-Masken oder sind vielleicht sogar gefährlicher als normale Stoffmasken, wenn der Kunststoff z.B. porös wird. Man hat den Eindruck, daß die Mehrzahl der Allgemeinheit da durchaus in der Lage ist, etwas vernünftiger und differenzierter mit dem Thema umzugehen als die Regierenden. 

Mein Bruder hatte gestern seinen letzten Termin im Krankenhaus und sie haben ihn jetzt quasi unbehandelt wieder dem Hausarzt übergeben, weil sie trotz aller Punktionen, Biopsien und Durchleuchten immer noch nicht wissen, was das ist, bzw. war, und haben nur gemeint, er solle sich gut erholen. Bekommen hatte er nichts, nicht mal Antibiotika, aber dank des Mittels, das er sich auf meinen Rat besorgt hatte, ist es stetig sehr viel besser geworden, wenn auch noch immer nicht ganz weg, weshalb er weiter krankgeschrieben ist, aber schon wieder alles mögliche unternimmt und sich sehr viel fitter fühlt. Ende April hat er den ersten Impftermin und ich hoffe sehr, daß er bis dahin vollständig fit ist, damit sein Immunsystem dann nicht zu überfordert ist, falls es durch diese Infektion noch geschwächt sein sollte. Mein Bruder wird auf sowas nicht achten und die Ärzte vermutlich ebenfalls nicht. 

Auch meine ehemalige Mitpatientin hat jetzt ihre zwei Impftermine und bei ihr wundert mich das etwas, weil sie vor einigen Jahren nach einer einfachen Tetanusimpfung starke neurologische Nebenwirkungen bekommen hat, die bis heute nicht weg sind. Damals hat sie noch zu mir gesagt, ich solle meine Tetanusimpfung bloß nicht auffrischen lassen und meinte, sie würde das nie mehr machen lassen. Da bin ich ja gespannt, was diesmal bei der Hammer-Impfung kommt (die eigentlich eine Gen-Therapie ist). Allerdings vermute ich, daß sie deshalb die Probleme bekommen hatte, weil sie durch die Gartenarbeit bereits ausreichend natürlich immunisiert war und entsprechend viele Antikörper im Blut hatte. Wenn auf ausreichende Antikörper "draufgeimpft" wird, entstehen sehr viel mehr Nebenwirkungen und Impfschäden. Eine Erfahrung, die ich mit entsprechenden Folgen leider auch schon gemacht habe. Ich hatte mich zwar gewundert, weshalb ich eine Impfung gegen Mumps bekommen soll, wenn ich Mumps bereits hatte und nicht mal Blut abgenommen wird, aber dachte damals noch, die Ärzte werden schon wissen was sie tun. Tja, wie ich jetzt weiß, wissen sie es eben doch nicht immer, denn das ist etwas, was heute im allgemeinen viel zu häufig von Ärzten vernachlässigt und nicht mehr ernst genommen wird - nämlich vor einer Impfung den Antikörper-Titer zu bestimmen. Meistens muß man von sich auf darauf bestehen, aber es lohnt sich. Bei den ganzen Impfungen dagegen, die von meinen Arbeitgeber im Rahmen der Gesundheitsvorsorge angeboten wurden, hat man sich nicht lumpen lassen und vorher alle Titer bestimmt. Dadurch brauchte ich nicht alle Impfungen, da ich genug Antikörper im Blut hatte. 

Nun, immerhin führen schlechte Erfahrungen dazu, daß man beginnt, sich selbst zu informieren, selbst für sich Verantwortung zu übernehmen und nicht mehr andere über sich entscheiden zu lassen. Also etwas, worüber man im Grunde dankbar sein kann, und zur Zeit bin ich wirklich dankbar dafür, daß ich mich jahrzehntelang so intensiv mit Medizin und Naturheilkunde beschäftigt habe, sowohl in Form von hunderten von Büchern als auch in Form von "Selbstexperimenten". Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie diese Zeit jetzt für mich wäre, wenn ich dieses Wissen nicht hätte. Und das ist vermutlich das einzig gute an dieser Pandemie - besonders jetzt merke ich, wie dankbar ich eigentlich sein kann für sämtliche harten Erfahrungen, und wieviel Sinn das alles im Nachhinein macht, weil es mich zu mehr innerer Freiheit geführt hat. Gerade die innere Freiheit ist es, die mir in dieser Situation so auffällig bewußt wird, und die ich komischerweise erst jetzt wirklich anfange zu schätzen. Bei all dem, was ich bereits überlebt habe - Gehirnhautentzündung, schwere Grippe-Komplikationen (ähnlich wie bei Corona), Krebs - hatte ich neben viel Glück und wie mir scheint einen Schutzengel, auch immer mehr dieses Gefühl, daß es einen anderen Weg geben muß. Und je mehr ich ihn suchte, um so mehr habe ich ihn gefunden.

Freitag, 9. April 2021

Katastrophenfilme mit Lauterbach

Ein großes, in dunklem Holz ausgestattetes Hotel mit ebenfalls dunklen Holztreppen und bunten weichen Teppichen. Es ist ziemlich belebt und Karl Lauterbach hat in der Etage unter mir sein Zimmer. Eine Person, die mit ihm in diesem Zimmer untergebracht ist, läd mich ein, vorbeizukommen. Schon in meinem weiß-blau gestreiften Pyjama als Schlafbekleidung, folge ich der Einladung. Im Zimmer läuft auf dem Fernseher ein Virus-Apokalypsen-Film. Ich bleibe dran hängen und mache es mir auf dem leeren Doppelbett bequem. Kurz vor Ende des Films gesellt sich Lauterbach zu mir und danach noch die andere Person, so daß es im Bett ziemlich kuschelig wird. Da ich das Gefühl habe, daß Lauterbach Anschluß sucht und mir das unangenehm ist, springe ich mit dem Abspann sofort auf und verabschiede mich. Lauterbach läd mich zu einem nächsten Fernsehabend mit einem ganz tollen neuen Virus-Apokalypse-Film ein. Er verspricht mir Super-Viren, die "expandieren und implodieren". Ich habe den Eindruck, Viren-Katastrophen-Filme sind sein Steckenpferd, und weiß nicht so recht, was ich davon halten soll.

Donnerstag, 8. April 2021

The Vaccination Dances

AKTION: Wer sich impfen läßt, erhält von mir einen extra Tanz auf Video! Na ja, ich glaube, daß dürfte für die meisten wohl kaum ein Anreiz sein, aber bei den täglichen Absurditäten des öffentlichen Lebens ist es schwer, da mitzuhalten. In den USA gibt es jetzt teilweise als Belohnung für das Impfen Joints. Man wendet sich nun wohl lieber in Anbetracht der Nebenwirkungen gleich an das Klientel, welchem die eigene Gesundheit sowieso relativ egal ist. Und von denen gibt es ja sehr viele. Allerdings gehen sechzehn Bundesstaaten der USA ohne Lockdown und ohne Maskenpflicht durch die Krise - da muß man vielleicht für die Impfbereitschaft andere Geschütze auffahren. Also denkt dran: "Impfen = Freiheit" + Dope!

The Vaccination Dances