ThingsGuide

Montag, 28. Juni 2021

Eisproduktion und Löwenzahnräuber

Tatsächlich habe ich es geschafft, heute für 55,55 EUR einzukaufen. Darf ich jetzt einen Schnaps trinken? Na ja, im Grunde nehme ich seit einigen Wochen sowieso täglich Alkohol zu mir, genauer gesagt Eierlikör. Eierlikör gehört unbedingt zum Eisbecher dazu. Und meine alchemistische Eisküche ist in vollem Gange. Eigentlich ist es jedoch nicht nur Eis, sondern Fitness-Collagen-Geeistes. Ich rühre nämlich immer zwei kleine Löffelchen Collagen mit unter, das macht das Eis schön cremig und ist gut für straffes Bindegewebe und starke Muskeln und Knochen. Besonders lecker und gesund ist meine Variante von Heidelbeereis, das geht super mit getrocknetem Wildheidelbeerpulver und gefriertrockneten Wildheidelbeeren - im Supermarkt gibt es leider immer nur die unechten Heidelbeeren. Dazu zur Hälfte Johannisbeersirup und zur Hälfte Birkenzucker zum Süßen, da ich ja doch zuckerarm bevorzuge. Beim Eis macht sich das aber nicht so gut, wenn man es cremig mag, deshalb etwas Fruchtsirup. Ganz besonders ist auch Holunderblüteneis mit Kakaolikör. Ich bin sonst kein Fan vom Holunderblütengeschmack, aber im Eis gibt er irgendwie ein sehr feines Aroma, der das Eis sogar ohne viel Süße schmackhaft und erfrischend macht. Sehr gerne mag ich weiterhin Kokos-Sahne mit Maracuja-Sirup. Schokoladeneis gibt es bei mir seltener, aber immer mit dabei sind Johannisberen. Leider gab es die nicht im Supermarkt, deshalb mußte ich diesmal Stachelbeeren kaufen.

Wegen der mangelnden Gefriermöglichkeiten zu Hause (bis auf die Eismaschine, aber mit der kann ich nur zwei große Eiswürfel machen und das dauert dann auch eine Stunde), kaufte ich mir bei der richtig großen Hitze mal eine 2 kg-Packung Eiswürfel. Das hatte ich vorher nie gemacht, da ich mir dachte, wenn ich davon anderthalb Kilogramm im Abfluß runterspüle, weil ich allein so viel Eis nicht schnell verbrauche, lohnt sich noch nicht einmal die Schlepperei von 2 kg mitsamt der Einkäufe. Die 1,49 EUR dagegen kann man schon mal verschmerzen. Aber bei Backofenhitze war es dann doch zu verlockend. Und interessanterweise hielten die Eiswürfel fast drei Tage, also genauer gesagt zweiund einhalb Tage - am letzten halben Tag war es schon mehr Wasser mit nur noch kleinen Eisstückchen. Ich hatte die Packung in einer Alu-Gefriertasche, diese wiederum in einer großen Gefriertasche und diese wiederum in einer noch größeren Gefriertasche. Damit hat das Eis tatsächlich so lange durchgehalten und ich habe natürlich nicht daran gespart. 

Außerdem war ich guter Hoffnung, daß ich vielleicht in diesem Jahr genug Löwenzahn ernten kann, um zumindest ein kleines Gläschen Pesto zusammenzukriegen. Als ich den Löwenzahn im letzten Jahr im Balkonkasten aussäte, wuchs er leider nur sehr langsam, kam aber in diesem Jahr wieder und zwei Pflanzen bekamen nun auch schon viel größere Blätter. Für ein Glas Pesto reichte es trotzdem noch nicht, aber ich bin ja geduldig. Und was mußte ich gestern sehen? Die großen Blätter an den beiden Pflanzen sind bis zur Hälfte abgefressen! Da war irgendein Gourmet schneller als ich! Was für eine unglaubliche Frechheit! Vor allem frage ich mich, wer im 4. Stock Löwenzahn frißt. Von Vögeln habe ich das noch nicht gesehen. Zwar haben Ringeltauben meinen Nistkasten als Taubenlandeplatz auserkoren, so daß sich dort keine Meise mehr hineintraut, und ich weiß auch, daß sie meine Fuchsien niedergetrampelt und abgebrochen haben, weil sie das im Blumenkasten vor dem Fenster ebenfalls taten und ich sie dabei erschreckt habe, aber am Löwenzahn sah ich sie noch nie. Und meine Haus-Kreuzspinne, die schon seit Jahrzehnten ihr Netz immer in die gleiche Ecke unter der Regenrinne webt, hat sicherlich andere Vorräte und keine Heißhunger auf Löwenzahn. Aber wenn ich diesen Löwenzahn-Räuber erwische, kann der sich warm anziehen!

Lilie

Samstag, 26. Juni 2021

Na was haben wir denn da?

Zeiten einer Fußball EM oder WM sind ja seit Jahren bekannt dafür, daß man jetzt den Politikern besonders genau auf die Finger schauen sollte. Was während den "Spielen" schon durchgewunken wurde, das anderweitig für ziemlichen Aufruhr gesorgt hätte, geht auf keine Kuhhaut mehr. So wie mir das vor ungefähr zwanzig Jahren aufgefallen ist, so kriegen das inzwischen wohl immer mehr Menschen mit, weshalb ich bereits einige kenne, und jetzt unter dem großen C sind es noch mehr geworden, die sich so veräppelt fühlen, daß sie dem Fußball komplett abgeschworen haben, weil sie damit nicht mehr ablenk- und manipulierbar sein wollen. Und wenn man einfach nur bei den Spielen Spaß haben möchte, sich aber nebenher dauernd über die Politik ärgert, bleibt ja eh ein unschöner Beigeschmack, der den Spaß vermutlich verderben kann  Da wird natürlich auch klar, warum Fußballer systemrelevant sind und während der Pandemie weitertrainieren dürfen, denn schließlich braucht man sie dringendst, um kurz vor der Sommerpause endlich fragwürdige Gesetzentwürfe unter Dach und Fach zu bringen. >>Oder trotz Pandemie Militärausgaben für über 19 Milliarden Euro zur Aufrüstung zuzustimmen.

>>Nehmen wir doch mal diesen Gesetzentwurf, über welchen vorgestern abgestimmt und der so beschlossen wurde: 22:27:47: Beginn der Abstimmung, 23:00:07: Ende der Abstimmung, Gesamt: 626, Ja: 412, Nein: 212, Enthaltungen: 2 - dagegengestimmt und enthalten haben sich AfD, FDP, Grüne und Linke. Daß ein Gesetzentwurf beschlossen werden kann, über welchen vier Parteien im Parlament keine Meinung haben oder ihn nicht für annehmbar halten, ist ja auch schon ziemlich irre, aber so sind die Spielregeln. 

Schaut man sich die Überschrift an: "Entwurf eines Gesetzes zur Vereinheitlichung des Stiftungsrechts", möchte man am liebsten sofort ins Koma fallen und kein Wort weiterlesen. Zumindest ich denke dann an frühere Seminare in Gewerberecht. Ich kann mir vorstellen, daß dies einigen Abgeordneten genauso geht. Liest man aber trotzdem weiter, findet man auf einmal diese Beschlussempfehlung: "Der Bundestag wolle beschließen, den Gesetzentwurf auf Drucksache 19/28173 mit folgenden Maßgaben, im Übrigen unverändert anzunehmen: 1. Die Bezeichnung des Gesetzentwurfs wird wie folgt gefasst: „Entwurf eines Gesetzes zur Vereinheitlichung des Stiftungsrechts und zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes“ - und ist plötzlich hellwach. 

Warum diese angehängte und irgendwie ziemlich intransparente Unterbringung des Infektionsschutzgesetzes in diesen Beschlußentwurf? Noch nicht einmal im >>"Stundenplan" des Bundestages ist das Infektionsschutzgesetz erwähnt, sondern nur das Stiftungsrecht. Nun wurde ja in den Medien berichtet, daß die Einreiseregeln während der Pandemie auch außerhalb einer epidemischen Notlage weiter gelten sollen. Und es ist in der Tat sicherlich sinnvoll, die Einreise bereits schärfer zu regeln, bevor eine neue epidemische Notlage entsteht, gerade um diese zu verhindern. Nur zum einen beziehen sich die Grundrechtseinschränkungen der körperlichen Unversehrtheit, der Freiheit der Person, der Freizügigkeit und der Unverletzlichkeit der Wohnung in dieser Änderung nicht explizit auf die Einreise ins Land, sondern auf alle Verordnungen in Zusammenhang mit Artikel 8 und 10 des Infektionsschutzgesetzes, und zum anderen haben die FDP und die Grünen recht, wenn sie bemängeln, daß außerhalb einer epidemischen Notlage Schutzmaßnahmen zwar weiterhin erforderlich seien, aber diese nicht allein durch den Gesundheitsminister bestimmt werden sollten, sondern wieder unter Einbeziehung des Parlaments. Ohne bestehende epidemische Notlage besteht wohl kaum die Notwendigkeit, das Parlament weiterhin auszuschließen.

Mit dieser Änderung können die erwähnten Grundrechte sogar ohne bestehende epidemische Notlage in Zusammenhang mit C bis zum 1.Juli 2023 eingeschränkt werden. Man muß sich nur eine Ausrede zur Notwendigkeit einfallen lassen, oder besser noch ein wunschgemäßes wissenschaftliches Papier anfordern und/oder an den Tests drehen, um die entsprechende Voraussetzung zu haben, selbst wenn von einer Epidemie nichts mehr zu merken ist. Auf diese Weise könnte die Pandemie tatsächlich sogar länger laufen, als eigentlich vorgesehen war, wenn Mitte-Ende 2022 festgelegt und geplant wurde. Vielleicht läuft ja diesmal alles so super mit der Gewinnmaximierung, daß man sich noch einen kleinen Zuschlag gönnt? Nun ja, hoffen wir, daß tatsächlich nur Nachlässigkeit der Grund für diesen brisanten Beschluß ist, und die Intransparenz reiner Zufall. 

So langsam kommen die öffentlichen Medien aus ihren Löchern und präsentieren Informationen, die im Grunde seit Monaten bekannt sind, aber bisher nur Verschwörungstheoretikern, Querdenkern u.ä. vorbehalten waren, weshalb man wohl meinte, man müsse keine davon für voll nehmen und auch gar nicht erst prüfen. Reichlich spät, wie ich finde, denn dazu ist Journalismus eigentlich da - zu hinterfragen und kritische Informationen und Meinungen zugänglich zu machen, statt Informationsbevormundung und Panikmache zu betreiben. Das ZDF berichtete über Zahlenunregelmäßigkeiten in der Fallstatistik und den Intensivbettenbetrug, und RTL ließ einen Arzt zu Wort kommen, der ganz klar sagte, was jeder seriöse Wissenschaftler und Arzt seit langem weiß, und was sogar vom Erfinder des Tests selbst gesagt wird, >>nämlich daß der PCR-Test nicht zur Feststellung einer Infektion und Ansteckungsgefahr geeignet ist. Er ist nur zur Erhärtung einer Diagnose nach Untersuchung durch einen Arzt brauchbar. Ist allerdings schon etwas absurd, daß dies erst nochmals durch eine Studie an der Uni Duisburg-Essen nachgewiesen werden mußte. Wahrscheinlich weil nicht sein darf, was kritische Mediziner schon seit Beginn der Pandemie sagen. Der Arzt meinte außerdem, ihm wird angst und bange, wenn er an den nächsten Herbst denkt und wir wieder nur stumpfsinnig die reinen Laborwerte zählen, selbst wenn die Krankheitsverläufe milder werden. 

In der Fragestunde dazu befragt, wußte es Frau Merkel natürlich besser und beharrte auf dem, was ihr anscheinend von ihrem Hofwissenschaftler dazu gesagt wird. Daß es nicht nur einen allwissenden Wissenschaftler gibt, sondern Wissenschaft auf Fragen und Zusammenarbeit beruht, aber nicht auf Beharren, ist ihr anscheinend entgangen. Und wenn sie dann in der Fragestunde noch behauptet, daß erst dann keine Mutanten mehr auftreten werden, wenn jeder Mensch auf der Welt geimpft ist, habe ich das Gefühl, Frau Merkel träumt nur davon, Wissenschaftlerin zu sein, denn selbst als Nicht-Medizinerin müßte ihr auffallen, wie unwissenschaftlich und falsch diese Aussage ist. Mal ganz abgesehen davon, daß es immer Menschen geben wird, die nicht geimpft werden können und sollen, so wie es ja auch in anderen Ländern festgestellt und die Leitlinien entsprechend geändert wurden. Was ist mit diesen Menschen? Ist Frau Merkel vielleicht der Meinung, daß diese dann "weg" können? Und im übrigen ist es schon auffällig, daß die Mutanten oft zuerst aus besonders weit durchgeimpften Regionen kommen. Einen Wissenschaftler würde sowas schon interessieren, aber eben nicht Frau Merkel. 

Also angst und bange ist mir bei so viel Stumpfsinn schon lange, aber es besteht ja immer noch Hoffnung, daß die Regierung aus dem letzten Jahr gelernt hat. Und wenn sie sich nun schon alle Machtkompetenzen und die epidemische Notlage bis Ende September auf dem Papier gesichert hat, könnte sie in diesem Sommer endlich mal praktisch tätig werden und wirkliche Vorkehrungen für den Herbst treffen. >>Immerhin wurden jetzt erst wieder über 19 Milliarden Euro zur Aufrüstung locker gemacht und wenn für so viel Spielzeug Geld da ist, sollte auch ein Bruchteil davon vorhanden sein, um dafür zu sorgen, daß die Intensivbetten nicht abgebaut, sondern sowohl die Betten als auch Pflegepersonal wieder aufgebaut werden und ein Betrug nicht mehr möglich ist, daß längst vorhandene Medikamente, die teilweise sogar schon durch Studien gegangen und für andere Erkrankungen zugelassen sind, in der Zulassung beschleunigt und gefördert werden, statt sie zu behindern und zu blockieren, sowie daß vor allem Schulen mit Luftfilteranlagen ausgestattet werden. Gewarnt wird ja von vielen Seiten: vor bösen neuen Mutanten, >>als auch von kritischen Medizinern vor der sogenannten Umkehrreaktion mit schwereren Krankheitsverläufen bei Geimpften. >>Die Impfstoffhersteller wissen nicht genau, ob diese diesmal eintreten wird oder nicht, weil es keine neuen Studien dazu gibt (bzw. die Studie läuft jetzt mit den Geimpften), weshalb man sich vorsorglich von der Haftung hat befreien lassen. Aber was auch immer kommt, es kann nicht schaden, gut vorbereitet zu sein, damit es keine gefährliche Pandemie mehr ist, sondern einfach nur eine Erkrankungswelle, bei der die meisten Patienten gut und ohne Intensivbeatmung behandelt werden können. Und mit diesen Maßnahmen wäre das machbar, wenn man wollte, und wahrscheinlich sogar trotzdem noch preiswerter, als erneut sechs Monate Lockdown durchzuziehen und Berufsverbote zu finanzieren. Na ja, so wirklich glaubt wohl niemand daran, daß diesmal mehr Anstrengungen unternommen werden als im letzten Jahr, doch Ausreden gelten nicht mehr. Definitiv!

Und ich verspreche (besser nicht zu laut), daß dies jetzt der letzte Beitrag über C in diesem Sommer bleibt, bin mir aber leider ziemlich sicher, daß wir uns im Herbst wiedersprechen werden. Ich wünschte, ich würde mich irren. Irren ist menschlich, die Grundvoraussetzung für jede Wissenschaft und zudem oft noch die schönere Aussicht. 

Sonntag, 20. Juni 2021

Viel zu heiß

Der selten gewordene perfekte Sommer ist schon wieder vorbei, stattdessen ist gut durchgaren angesagt. Bei diesen Temperaturen geht weder Denken noch Schreiben so richtig. Man könnte sich einfach auf den Rücken legen wie Maxie Wander vorschlägt. Oder aber tanzen. Beim Tanzen schwitzt man ja sowieso. Leider habe ich bei der Hitze aber keine Lust Choreos zu tanzen, weil mir die zu anstrengend sind, also wieder bloß Freestyle. Das kommt davon, wenn man immer zu schwere Choreos tanzt, ich sollte mir mal ein paar leichte Sommermodelle zulegen. 

 "Während ich schreibe und über dem Geschriebenen grüble, enthüllt sich mir das Geheimnis der Schweigsamen, der Nichtschreiber. Sie begnügen sich mit der unwiederbringlichen Einmaligkeit jedes Geschehens, sie sind nicht so eitel und kleinmütig, es konservieren und aufbewahren zu wollen. Vergebliches Mühen. Niemals wird ein Leser etwas nachvollziehen können, was er nicht schon kennt, und sei es nur aus innerer Anschauung. Niemals wird er etwas lesen können, was außerhalb seiner Erfahrungen und Möglichkeiten liegt. Wozu also schreiben? Für die verwandten Seelen, die einem nahe sind, ohne daß wir die Dinge zerreden, das Geheimnis töten?...

...Kann man denn jederzeit und in jeder Situation schreiben, es schreibend bewältigen? Kann da nicht ein ganz großer, gefährlicher Krampf entstehen? Ist es nicht manchmal ratsam, den Schreibtisch abzuschließen, vielleicht sogar die Bücher (?), um anders zu leben, EINFACH LEBEN, sich leer machen oder auf dem Boden liegen und horchen, in sich hinein."

The Vaccination Dances | 3

Samstag, 19. Juni 2021

Intelligenztest

Eigentlich hielt ich es für ein Captcha. Aber es scheint ein Intelligenztest zu sein. Veralbern kann ich mich selbst!

Intelligenztest

Sonntag, 13. Juni 2021

Ehrlichkeit

 "Aber während wir uns nach und nach kennenlernen, wird mir plötzlich tief bewußt, wie ich mich immer nur zu den einfachen und eigentlich derben Menschen hingezogen fühle und wie rasch ich sie liebe. Nicht so die "Verfeinerten". Jede Spielart von Verfeinerung macht mich mißtrauisch. Stößt mich ab, bleibt mir gleichgültig, es ist fast immer Tünche, Täuschung, Lebenslüge. Stehenbleiben in Sackgassen, Narzißmus, Blindheit der Realität des Lebens gegenüber. Ich meine nicht den geistigen Reichtum mancher Künstler und Denker. Doch wie selten sind sie. Und dann spielen sie den Clown, wie Picasso, oder den Grobian, wie Tolstoi. Im Alltag und eigentlich überall in der Welt schmecken uns die sauren Äpfel unter den Menschen am besten, noch nicht parfümiert, wie die Franzosen sagen, aber mit dem guten Geruch von Erde und wilden Kräutern.....

...Substanz, Vitalität und moralische Kraft hab ich immer nur bei einfachen Menschen erlebt, die durch das Leben gewachsen und erstarkt sind, und oft bei solchen, die nicht lesen. Nichts ist schlimmer als die Halbbildung bei den Lauen, den Gleichgültigen, dieses Naschen am Geistigen, das vergiftet und manchen dazu verleitet, sich für etwas Besseres zu halten...

...Es geht um Ehrlichkeit, vor allem sich selbst gegenüber. Ein Mensch hat immer nur so viel Ehrlichkeit in sich, als er sich leisten kann. Ehrlichkeit ist ungefähr der kostbarste Besitz auf Erden und nicht in Gold aufzuwiegen. Übrigens, dieses Wort "sich leisten können" haben wir schon bei Henry Thoreau gefunden: 'Ein Mensch ist um so reicher, je mehr Dinge zu entbehren er sich leisten kann.' Also deutet dieses 'leisten können' auf einen inneren Besitz, der um so größer wird, je mehr du davon weggibst, der einzig wahre Besitz. Das Eigentümliche daran ist jedoch, daß er unserer handelsüblichen Lebensart völlig entgegengesetzt angelegt ist. 'Komm hierher', ruft man uns zu. Und wir gehen. Und lassen unser Glück im Rücken liegen, irgendwo."

(aus "Leben wär' eine prima Alternative" von Maxie Wander)

Samstag, 12. Juni 2021

Vollendung

 "Vollendung ist für die menschliche Phantasie reizlos. Eine vollendete griechische Jünglingsstatue läßt mich kalt, ich werde mißtrauisch, fühle mich hintergangen. Viel erregender finde ich die Skizzen des Bildhauers, seinen Entwurf. Aber wir Kleinmütigen, ewig Unmündigen möchten das absolute Maß, eine Erklärung für alles, was uns umgibt, als könnten wir sonst nicht leben, nichts tun und entscheiden."

(aus "Leben wär' eine prima Alternative" von Maxie Wander)

Pfingstrosen

Freitag, 11. Juni 2021

So süß!

Gerade sah ich eine leichte amerikanische Komödie, "Dancing Queens", über zwei Insassinnen Bewohnerinnen einer Seniorenresidenz, die einen Cheerleader-Club gründen. Dazu müssen sie erstmal Mitstreiterinnen rekrutieren, da werden schnell mal Ehemänner, die sittlichen und moralischen Verfall fürchten, um die Ecke gebracht. Dann treten sie gegen eine Gruppe junger Cheerleader an, die sie anzicken: "Hals- und Hüftbruch!" Eine Seniorin zickt zurück: "Werd' schwanger!" Ich hab so Tränen gelacht. Ist natürlich alles total unrealistisch, wie die meisten Filme, in denen Insassen Bewohner von Seniorenresidenzen vorkommen. Aber egal, manchmal braucht man auch Märchen. 

Ein wenig erinnert mich das an die marodierenden und plündernden Rentnerhorden, über die ich mal philosophierte, doch das muß noch vor Beginn dieses Blogs im Altblog gewesen sein. Die Wahrscheinlichkeit für marodierende Rentnerhorden wird ja zunehmend geringer, denn künftig werden wohl nur noch privilegierte Glückliche das Rentenalter überhaupt erreichen. So kann man Altersarmut natürlich ebenfalls bekämpfen! Sehr schlau! Da mein Hobby zur Zeit ist, mich über Kommentare zu politischen Artikeln zu amüsieren, habe ich mal wieder einige gesammelt:

"Demnächst kurz vor der Unterschrift auf dem Arbeitsvertrag: Möchtest du arbeiten bis der Tod uns scheidet? Dann antworte mit JA"

"Wer sind denn diese Berater ? Können die sich mal öffentlich outen ? Ich weiß zB dass ein ehemaliger Broker ( Alexander Dibelius ) die Regierung berät, der kam als Banker in Verruf weil er zu krass gezockt hat und wurde dann mit offenen Armen von der Regierung als Berater eingestellt. Kann man alles selbst nachlesen er brüstet sich sogar damit :) wenn solche Multi Milliardäre unsere Politik beeinflussen dürfen wir uns über solche Entscheidungen von denen nicht wundern, aber dafür sehr wohl über unsere Politiker die so Leute einstellen oder ?"

"Warum entscheiden Leute über die Rente, die nie selbst damit in Berührung kommen werden?! Aber dafür wieder im Sommer klammheimlich die Diäten erhöhen... "

"Die Berater sind okay, nur der Zahlendreher der Regierung vor der Wahl ist heftig. Gemeint ist bestimmt 86 Und dann bitte mit Abzügen. Und dank der guten Arbeit des Gesundheitsministers wird eh keiner mehr so alt"

"Für alles und jeden ist genug Geld da, außer für Leute die über 40 Jahre hart gearbeitet haben.."

"Wer wird eigentlich für die künftig unvorstellbar ansteigenden Gesundheitskosten dieser kommenden Katastrophe aufkommen? Da war doch was mit ‚Mittel‘ und ’stand‘ am Ende. Ich komme nur nicht drauf.."

"Noch nie war es so leicht die Bekloppten in der Gesellschaft zu finden."

"Wer das Denken outgesourced hat, muss damit rechnen das andere sich für sie irren."

"Ich sehe das Impfen eher wie eine Mutprobe unter pupertierenden Jugendlichen um in die Peergroup aufgenommen zu werden, dabei kann auch mal was schiefgehen..."

"Das Schlimmste an einem dreiwöchigen Lockdown sind die ersten neun Monate..."

Donnerstag, 10. Juni 2021

In Rot baden.

Und zwar von innen und außen. Meine Diktatursozialisation war eben ein voller Erfolg. Gerade lese ich die Tagebücher und Briefe von Maxie Wander aus dieser Zeit meiner Sozialisation. Darin erfährt man so Dinge, daß es in der Kaufhalle in Berlin-Buch gekörntes Spee und alle erdenklichen Sektsorten gab. Nun ja, dieses Wissen kommt für mich etwas spät. Aber es gibt auch Dinge, die überall und zu jeder Zeit gleich sind, wie diese hier: 

"Und immer deutlicher spüre ich, daß die meisten Menschen ihre ureigensten Probleme und Schwierigkeiten gar nicht sehen, daß sie vollauf damit beschäftigt sind, ihre Kompensationen und ihren Ersatz zu entwickeln, ihre Lebenslüge aufrechtzuerhalten, weil sie nämlich sonst zerbrechen würden."

oder "Nur in der Arbeit kann ein Künstler Realität und Befriedigung finden, denn die alltägliche Welt ist weniger intensiv als die Welt seiner Erfindung, und folglich erscheint sein Leben, wenn er sich nicht in wilde Unordnung stürzt, als nicht sehr wesentlich. Die ergiebigste Situation für ihn ist dann gegeben, wenn ihm die Arbeit nicht nur sehr gelegen kommt, sondern unvermeidlich wird." Dies stammt allerdings von Arthur Miller. 

Die Sommertage sind zur Zeit schön wie schon seit Jahren nicht mehr. Die Sonne ist heiß genug, daß man alles ausziehen kann, aber nicht so, daß einem der Schweiß aus jeder Pore tropft. Und immer ein zärtliches Lüftchen dabei. An zärtliche Lüftchen habe ich mich an meiner Fußsohle zu sehr gewöhnt. Deshalb schleppe ich bereits seit Jahren ein Paar geschlossene Trekking-Sandalen von Geox und kann mich überhaupt nicht von denen trennen, obwohl inzwischen die Sohle mehr oder weniger auseinanderfällt. Ich finde es sensationell, wenn man darin direkt an der Fußsohle so ein kleines Lüftchen spürt. Leider gibt es diese Art von Modell nicht mehr zu kaufen, und die Schuhe von Geox sind nicht anatomisch geformt, deshalb erstand ich ein teures Paar Barfußschuhe aus Wildleder mit anatomischer Form und hauchdünner Sohle. An sich wirklich sehr bequem, aber durch die geschlossene Gummisohle gar nicht luftig, obwohl oben offen, wie mir jetzt enttäuscht auffällt. Also wieder suboptimal. Eine Alternative für "geschlossene Luftigkeit" sind Espandrilles, die selbst mit Gummisohle durch das atmungsaktive Hanfgemisch frisch am Fuß sind und dabei noch relativ flexibel. Am liebsten mag ich sie mit gar keiner Einlage, also mit dem Fuß direkt auf Hanf. Leider sind die aber immer vorne viel zu schmal geschnitten und selbst wenn man sie eingelaufen hat und sie passen, können sich die Zehen nicht richtig "entfalten". Warum gibt es eigentlich keine anatomisch geformten Espandrilles? Kann doch eigentlich nicht so schwer sein, solche Sohlen anatomisch korrekt zu machen. Oder muß ich mir die auch noch selber basteln? Habe tatsächlich Videos gesehen, die zeigen, wie man aus dicker Hanfschnur Sohlen häkelt. Allerdings habe ich bisher nie mehr als Borten gehäkelt und eigentlich keine Lust, mir noch alle Raffinessen des Häkelns beizubringen. Nur die Aussicht auf einen endlich perfekten Schuh könnte mich dazu bringen. 

Rot

Sonntag, 6. Juni 2021

Diktatursozialisierte Kartoffel

Für meine "Lieblingsregierung" bin ich nun also eine diktatursozialisierte Kartoffel. Wie nett. Angeblich stehe ich auf Diktatur, ob nun kommunistisch oder faschistisch, weiß gar nicht, was Demokratie bedeutet, und wenn ich gerne grundsätzlich erstmal alle Menschen als gleich ansehe und nicht ihre rassischen Unterschiede zelebriere, ist das grundfalsch und rassistisch. Ok, am besten, ich springe gleich von der Brücke. 

"So behauptete 'saymyname' in einem früheren Info-Post auf Instagram, dass es falsch sei, wenn Weiße andere Menschen nicht nach ihrer Hautfarbe beurteilten", schreibt das Blatt. Und weiter: "Mit der Aussage 'Für mich gibt es keine Unterschiede. Wir sind doch alle Menschen' würden Weiße 'den strukturellen Rassismus' in der Gesellschaft ignorieren und 'Betroffene verletzen', liest man dort."

Gerade was die Diktatursozialisation betrifft, habe ich eigentlich einen ganz anderen Eindruck, nämlich daß viele, natürlich nicht alle Diktatursozialisierten, besonders aufmerksam auf verdächtige Regierungsaktionen achten und diese hinterfragen, so nach dem bekannten Motto: "Holzauge sei wachsam." Daß dies bei Angela Merkel etwas anders rüberkommt, liegt vermutlich daran, daß sie sowieso bereits tief im Macht- und Lobbysumpf steckt. 

Menschenverachtung gab es ja schon immer, meist offiziell eher fremden Gruppen gegenüber. Daß eine Regierung ihrem eigenen Volk gegenüber menschenverachtend ist, wie sich auch in ihren Handlungen während der Corona-Pandemie und den unnötig in Kauf genommenen Todesopfern und anderen gesundheitlichen Schäden zeigt, ist vermutlich nicht neu, aber irgendwie erschütternd, sobald man sich dessen vollkommen klar geworden ist.

Wenn es also wichtig ist, andere Menschen nach ihren rassischen und nationalen Unterschieden zu beurteilen, darf ich dann jetzt

Asiaten - Nasi Goreng

Türken - Kümmel

Japaner - Sushi

Inder - Curry

Afrikaner - Kakao

Norweger - Stockfisch

Holländer - Käse

Dänen - Smörrebröd

Franzosen - Baguette

Engländer - Earl Grey

Mexikaner  - Chili

Amerikaner - Burger

Kubaner - Mojito

Russen - Pirogge

Ungarn - Paprika

Tschechen - Knödel

Polen - Cabanossi

Griechen - Tzatziki

Italiener - Spaghetti

Spanier - Salsa

und

Australier - Känguruschnitzel

nennen?

Das wäre doch eigentlich DIE Lösung für das Gendern! Wenn wir uns nur noch mit Namen unserer Nahrungsmittel ansprechen, dann können wir uns das Gendern endlich sparen. Wir sind alle nur noch kulinarische Spezialitäten, darin gleich und doch ganz anders. 

Aber jetzt muß ich wirklich schnell Schluß machen und etwas essen. Ich habe beim Schreiben nämlich unheimlichen Hunger bekommen. 

Freitag, 4. Juni 2021

Unglaublichkeiten

Im unten verlinkten Video hat Sahra Wagenknecht die Irrationalität unserer Regierung mal wieder auf den Punkt gebracht, besser als ich es je könnte. Und ich habe sowieso schon mehr als genug zu diesem Thema geschrieben, deshalb verlinke ich mal nur und schweige still. Ich finde es aber witzig, daß es mir schon häufiger passiert ist bei ihr, daß ich einen von ihr angefangenen Satz für mich selbst laut beendet habe und sie haargenau dasselbe währenddessen sagt. Nun gut, diesmal nicht ganz haargenau, denn statt "...am Allerwertesten vorbei...", sagte ich "...am A...." vorbei, aber als Politikerin nimmt man sich da vermutlich eher vornehm zurück. Und da ich gerade dabei bin, verlinke ich auch gleich noch eine weitere sehenswerte Reportage von Arte. Dazu habe ich bereits ebenfalls alles in früheren Beiträgen gesagt. Diese ständigen Wiederholungen nerven eh nur auf Dauer. 

Nachfolgend ein weiterer sehr brisanter Artikel, wobei der Inhalt gar nicht so neu ist, neu ist nur, daß jetzt ein Forscher den Irrtum zugibt. Und es erklärt natürlich auch die seltsamen Blutklumpen und andere Folgen der Impfung. Wirklich bizarr dabei ist, daß es die Regierung gar nicht zu interessieren scheint. Neue Wissenschaftserkenntnisse kommen anscheinend ungelegen: >>„Wir haben einen großen Fehler gemacht und haben das bis jetzt nicht erkannt“, bekannte kürzlich der kanadische Impfstoff-Forscher Byram Bridle im Interview mit der kanadischen Journalistin Alex Pierson. Ging er bisher davon aus, dass das Spike-Protein ein „einzigartiges Ziel-Antigen“ sei, macht der Immunologe und außerordentliche Professor an der Universität von Guelph in Ontario jüngst die Rolle rückwärts: „Wir wussten nicht, dass das Spike-Protein selbst ein Toxin ist und ein pathogenes Protein darstellt. Wir impfen die Menschen ungewollt mit einem Giftstoff.“

Außerdem las ich die längste und ausführlichste Arbeit mit unzähligen Studien über die Corona-Impfungen, die mir je unter gekommen ist und welche auch ohne Impfthema verdammt interessant ist. >>Die Arbeit stammt aus dem  International Journal of Vaccine Theory, Practice, and Research. Ein Übersetzung ins Deutsche findet man hier:

"...Das klassische Modell von DNA → RNA → Protein ist inzwischen als falsch bekannt. Es ist inzwischen unbestritten, dass es eine große Klasse von Viren gibt, die Retroviren genannt werden und Gene tragen, die RNA revers in komplementäre DNA (cDNA) zurücktranskribieren. 1975 teilten sich Howard Temin, Renato Dulbecco und David Baltimore den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin für ihre Entdeckung der reversen Transkriptase und deren Synthese durch Retroviren (wie das humane Immundefizienz-Virus (HIV)), um DNA aus RNA abzuleiten (Temin und Mizutani, 1970, Baltimore, 1970). Viel später wurde entdeckt, dass die reverse Transkriptase nicht nur bei Retroviren vorkommt. Mehr als ein Drittel des menschlichen Genoms ist geheimnisvollen mobilen DNA-Elementen gewidmet, die SINEs und LINEs genannt werden (short bzw. long interspersed nuclear elements). LINEs bieten reverse Transkriptase-Fähigkeiten, um RNA in DNA umzuwandeln, und SINEs bieten Unterstützung für die Integration der DNA in das Genom. Somit stellen diese Elemente die Werkzeuge zur Verfügung, die benötigt werden, um RNA in DNA umzuwandeln und in das Genom einzubauen, um das neue Gen über zukünftige Generationen zu erhalten (Weiner, 2002). SINEs und LINEs sind Mitglieder einer größeren Klasse von genetischen Elementen, die Retrotransposons genannt werden. Retrotransposons können ihre DNA über eine RNA kopieren und an einer neuen Stelle im Genom einfügen, intermediär kopieren und dabei möglicherweise genetische Veränderungen einführen (Pray, 2008). Retrotransposons, auch bekannt als “springende Gene”, wurden erstmals vor über 50 Jahren von der Genetikerin Barbara McClintock vom ColdSpring Harbor Laboratory in New York identifiziert (McClintock, 1965). Viel später, im Jahr 1983, wurde sie für diese Arbeit mit einem Nobelpreis ausgezeichnet. Bemerkenswert ist, dass Retrotransposons in der Lage zu sein scheinen, ihre Domäne von Generation zu Generation zu erweitern. LINEs und SINEs arbeiten zusammen, um in neue genomische Bereiche einzudringen, indem sie ihre DNA in RNA und zurück in eine frische Kopie der DNA übersetzen, die dann an einer AT-reichen Region des Genoms eingefügt wird. Diese LINEs und SINEs wurden lange Zeit als “Junk”-DNA betrachtet, eine absurde Vorstellung, die jetzt ausgeräumt wurde, da das Bewusstsein für ihre kritischen Funktionen gewachsen ist. Insbesondere ist jetzt klar geworden, dass sie auch RNA aus einer exogenen Quelle in die DNA eines Säugetierwirts importieren können. Es wurde gezeigt, dass retroviral-ähnliche Repeat-Elemente im Mausgenom, sogenannte Intracisternal A-Partikel (IAPs), in der Lage sind, virale RNA in das Mausgenom einzubauen. Die Rekombination zwischen einem exogenen nicht-retroviralen RNA-Virus und einem IAP-Retrotansposon führte zu einer reversen Transkription der viralen RNA und zur Integration in das Genom des Wirts (Geuking et al., 2009). Wie wir später sehen werden, könnte die mRNA in den neuen SARS-CoV-2-Impfstoffen auch von Generation zu Generation weitergegeben werden, und zwar mit Hilfe von LINEs, die in Spermien exprimiert werden, und von in Plasmiden eingekapselter viraler cDNA. Die Implikationen dieses vorhersehbaren Phänomens sind unklar, aber potenziell weitreichend..."


Dienstag, 1. Juni 2021

Alte Mukken

Gerade bin ich so beim Aufräumen meiner Foto-Festplatte und da findet man ja garantiert immer längst Vergessenes wieder, wie hier zum Beispiel ein Paar Videoschnipsel. Die dürften wohl so um 2014 entstanden sein. An die Veranstaltung selbst erinnere ich mich gar nicht mehr. Anscheinend hatte ich Schwierigkeiten mit meiner Kamera, ich habe die Schnipsel aber nicht gelöscht. Der am Saxophon ist mein Bruder bei einer seiner Mukken, wie er das immer nennt. 

Mukke

Und ein altes Foto meiner Urgroßmutter habe ich auch noch gefunden, das ich nicht mehr auf dem Schirm hatte. Sie ist früh gestorben, mit 33 Jahren, deshalb gibt es nur jugendliche Bilder von ihr. 

Urgroßmutter

Donnerstag, 27. Mai 2021

Dance alone

Mein ESC, meine Variation - erster Versuch. Mal sehen, vielleicht übe ich ja an der "Discotheque"- Choreo weiter. Ist ein super Cardio- und Schultertraining und der Text passt auch. Das Wetter jedenfalls ist zur Zeit bestes Tanzwetter. Und seit ich zu "Voilá" getanzt habe, ist es schon zwei Tage lang zum ganz üblen Ohrwurm mutiert. 

Dance alone - mein ESC

Edit 28.05.2021: Habe gerade gesehen, daß "Schienbein" auf Englisch "shin" heißt. Das erklärt natürlich >>meine damalige Verwirrung, weil mir dieses Körperteil auf Englisch noch nicht bekannt war. Da hat die Anleiterin wohl die Schienbeine gemeint. Wieder etwas gelernt!

Dienstag, 25. Mai 2021

Lust am Lockdown

Ok, ich gebe zu, mit meinen Vorhersagekünsten habe ich kläglich versagt. Nur beim ersten Mal stimmte meine Vorhersage, als ich mir sicher war im letzten Jahr, daß spätestens im Sommer der Lockdown wieder aufgehoben wird. Schließlich weiß man ja, wie sich Grippeviren zu bestimmten Jahreszeiten verhalten. Und ich war zu diesem Zeitpunkt überzeugt, daß niemals irgendjemand zulassen würde, daß wir ab Herbst bei der nächsten Grippewelle ein halbes Jahr in den Lockdown gehen. Denn das würde mehr Schäden verursachen als ein Virus jemals alleine könnte. Je tödlicher ein Virus ist, um so weniger hat es die Möglichkeit, sich überhaupt weit auszubreiten. Wenn Covid sich so schnell überall verbreitet, liegt das auch daran, daß die Überlebensrate bei Corona selbst bei hoher Sterberate noch bei ca. 93 Prozent liegt. Merkel warnte zwar bereits im Frühjahr vollmundig vor dem Herbst und ich dachte mir, wenn sie schon vor dem Herbst warnt, werden ja sicher auch entsprechende Vorkehrungen getroffen - Krankenhäuser, Pflege, Intensivbetten aufgestockt, Schulen ausgerüstet, Konzepte für Pflegeheime erstellt und so weiter. Ich war sooooo naiv! Was wirklich geschah - während einer Pandemie wurden mindestens 20 Krankenhäuser geschlossen und ein Gesetz erlassen, daß zu zusätzlichem Abbau der Pflegekräfte und Intensivbetten führte. Und natürlich viel Geld alleine für eine unerprobte Gen-Impfung ausgegeben, von der man gar nicht wußte, wann sie verfügbar sein würde und die auch erstmal verimpft werden muß. Ansonsten nichts. 

Inzwischen sitzen wir seit mehr als einem halben Jahr im Lockdown und die Regierung möchte diesen gerne auf den Sommer und darüber hinaus ausweiten. Im Gespräch sind drei Monate, das wäre dann bis nach der Bundestagswahl. Mit was für einer Begründung trotz sinkender Inzidenzzahlen? Wo haben wir noch eine epidemische Lage von nationaler Tragweite? Die Inzidenz einer normalen Grippesaison liegt ungefähr bei 60. Aber selbst in schweren Grippewellen mit Inzidenzen von 130 und mehr und über 20.000 Grippetoten wurde nie eine epidemische Lage nationaler Tragweite ausgerufen. Allerdings ist ja die Dauer der Pandemie bereits im Voraus festgelegt worden, nämlich bis weit in 2022 hinein. Das heißt, es ist anscheinend bereits genauestens geplant, bis wann sie laufen soll, Inzidenzzahlen hin oder her. Für so etwas sind sie dann nicht mehr wichtig. Aus welchem Grund? Selbst die Wissenschaft hat keine Glaskugel, wenn sie denn ehrlich ist. Es gibt ja schon lange Stimmen, die behaupten, die Bundestagswahl wird aus Gründen entweder verschoben oder nur als Briefwahl stattfinden. Auch daran glaubte ich bisher nicht. Ich denke, daß selbst, wenn es Bemühungen gäbe, die Demokratie abzubauen, es in niemandes Interesse wäre, es offensichtlich zu tun, sondern daß zumindest ein Schein von Demokratie gewahrt werden wird. Ein Kommentator schrieb: "Die Demokratie sollte so gestrickt sein, dass sie sich selbst aus dem Dreck ziehen kann – durch rechtliche Mittel. Und das ist sie meines Erachtens, bis das Gegenteil bewiesen ist. Deshalb ist die nächste Zeit spannend, ob das Papier wert ist, worauf es gedruckt steht." Genau, und ich bin gespannt, ob ich auch diesmal wieder zu naiv bin. 

Merkel erneut vollmundig zum Tag des Grundgesetzes - alle Maßnahmen waren verhältnismäßig und maßvoll. Wenn man sich mal in anderen Ländern umschaut, und vielen Bundesstaaten der USA, erkennt man schnell, daß dies nicht stimmt. Gerade in den USA gab es Staaten, die erst den restriktiven Maßnahmen gefolgt sind, aber dann im Vergleich zu anderen Staaten gemerkt haben, daß sie auf dem Holzweg sind, weil sie so noch zusätzlich jede Menge Kollateralschäden hervorriefen, und ihre Politik um 180 Grad wendeten. Ohne mehr Tote und ohne weitere Schäden. Das heißt, es ist auch in der Politik möglich, seine Strategien zu ändern und einen falschen Weg zu verlassen, wenn man denn bereit ist, mal über den Tellerrand zu schauen und nicht nur einer vorgegebenen kleinen Schar von fragwürdigen Beratern zu folgen, von denen man weiß, daß sie korrupt sind. Man muß ihn nicht bis zum bitteren Ende gehen - außer natürlich, man ist selbst korrupt oder es gibt andere wichtige Gründe, warum man es genau auf diese Weise haben möchte. 

Meine Mutter sagt immer, daß wir uns noch wundern werden. Nun ja, im Grunde wundere ich mich bereits über seit einem Jahr, aber sie meint damit die Bundestagswahlen. Eigentlich gibt es nur zwei mögliche Szenarien. Entweder, es entsteht tatsächlich so eine massive Veränderung in den regierungsbildenden Parteien, daß diese Art von Politik nicht mehr fortgesetzt wird, sondern sofort eine Reform der Gesundheitspolitik erfolgt und neue wirksame Regelungen zur Bekämpfung von Korruption und Beeinflussung durch Industrieinteressen eingeführt werden - dann könnte die Pandemie schnell vorbei sein, zumindest in dieser Form. Oder aber, es bleibt bei den üblichen Verdächtigen - und dann können wir sicher sein, daß gleich nach der Bundestagswahl der Lockdown fortgesetzt wird. Denn dann beginnt die nächste Grippewelle. Da erstere Variante eher unwahrscheinlich ist, läuft es wohl auf den Jahres-Dauerlockdown hinaus. Außer natürlich, es geschieht noch etwas, mit dem überhaupt niemand gerechnet hat. 

Montag, 24. Mai 2021

Die Wissenschafts-Lüge und Impfungen für Kinder

Arte überschlägt sich zur Zeit darin, wirklich fundierte und gute Dokus zu zeigen, natürlich immer sachlich, aber mit extrem viel Wissen gespickt, vor allem jenem Wissen, das in anderen Sendern und Medien jetzt nur noch verschwiegen wird. Mir ist zum Beispiel aufgefallen, daß bei Arte gerade sogar häufiger Dokus über alte Heilpflanzen und Naturheilverfahren laufen, bzw. Menschen, die diese wiederentdecken, allerdings eher tagsüber. Aber eine Doku, die ich unendlich wichtig finde, ist "Forschung, Fake und faule Tricks", die ich unten verlinkt habe. Da ich mich mit dem Thema der korrupten Wissenschaft und den Tricks bei industriefinanzierten Studien schon lange beschäftige (den Beitragtitel habe ich vom Buch "Die Wissenschafts-Lüge" übernommen), ist mir vieles aus dem Film bekannt, aber ich finde es anhand der gewählten Beispiele wirklich sehr gut und für jeden allgemeinverständlich erklärt. 

"Wir setzen auf den Zweifel. Denn er ist das beste Mittel gegen Fakten, die im Bewußtsein der Öffentlichkeit präsent sind. Er ist auch das probate Mittel, um eine Kontroverse zu erzeugen."

Diesen Vermerk findet man in den Akten der Tabakindustrie, die so eine Strategie plante, als erstmals die gesundheitsschädliche Wirkung des Tabaks durch die seriöse Wissenschaft festgestellt wurde. Die Industrie begann, eigene Studien durchzuführen, teilweise völlig unnütze, mit massenhaft verwirrenden oder gar falschen Ergebnissen. Auf diese Weise wurden die Ergebnisse von serösen Studien durch eine unbrauchbare Informationsflut unterwandert, es geschah also eine gezielte Desinformation. Diese Strategie wird bis heute in wohl fast jedem Industriezweig angewendet, der etwas zu verlieren hat. Das nenne ich die Pseudowissenschaft, die vor allem in den staatlichen Medien zur Zeit immer omnipräsenter ist. Natürlich nicht was die Tabakindustrie betrifft, denn diese wurde ja in den USA für diese Vorgänge bestraft und es ist alles öffentlich geworden. Leider gibt es aber in Deutschland kaum eine Möglichkeit, so etwas zu ahnden, d.h. wenn nicht die USA ein entsprechender "Vorreiter" in der Wahrheitsfindung ist (was aber damals in den USA auch nur geschah, weil die Dokumente geleakt wurden), dann können wir uns hier nur unseren Teil denken, aber nicht viel dagegen unternehmen. Besonders die Pharmaindustrie hat es zu einer gewissen Perfektion darin gebracht, Studienergebnisse und ihre Interpretation mit unzähligen Tricks dem gewünschten Ergebnis anzupassen oder aber sie einfach verschwinden zu lassen. Es gibt aber noch schmutzigere Methoden, wie die Bestechung oder Einschüchterung von seriösen Wissenschaftlern.

Die Doku zeigt ebenfalls, wie genau dadurch, daß ein Großteil der Wissenschaft und Studien nur noch finanziert durch die Industrie stattfindet, eine unabhängige Wissenschaft und wichtige Erkenntnisse blockiert werden, da von der Industrie ausschließlich Forschungen finanziert werden, die halt auch Geld und Patente versprechen, während andere Bereiche brachliegen. >>Daß dies sogar Menschenleben kosten kann, sieht man jetzt in der Pandemie wieder. Der Film widmet sich weiterhin den psychologischen Ursachen dafür, daß wir der Propaganda und Meinungsbildung der Pseudowissenschaft glauben oder gar Verschwörungstheorien anhängen. "Die meisten von uns haben zum Beispiel eine Status quo-Verzerrung. Wir wollen, daß alles so bleibt, wie es ist. Wir sehen gar nicht die Notwendigkeit etwas zu ändern, denn wir haben auch einen optimistischen Fehlschluß. Niemand glaubt, daß er morgen an einem Herzinfarkt stirbt. Wir sind alle Optimisten. Und es gibt viele solcher Verzerrungen."

Es existieren im Gesundheitsbereich nicht einmal mehr brauchbare Kontrollinstanzen, weil alle staatlichen Kontrollinstanzen, die geschaffen wurden, längst von der Pharmaindustrie geschmiert werden und mit ihr verstrickt sind. Das heißt, die Pharmaindustrie kontrolliert sich im Grunde nur noch selbst. Es gibt entspechende Aussagen von Politikern, die das bestätigen, und es ging sogar schon soweit, daß die Pharmaindustrie der Politik mal ein Gesetz zur Regulierung der Preise von patentgeschützten Medikamenten "abgekauft" hat. Als genug Geld geflossen ist, verschwand das Gesetz in der Tonne. Dies erfährt man alles aus der schon älteren, aber gerade jetzt wieder sehr empfehlenswerten Arte-Doku "Profiteure der Angst", die sich mit den Vorgängen während der Schweinegrippe auseinandersetzt. >>In einem Radio-Interview erzählt Dr. Wodarg außerdem von jenen Zeiten, als Impfungen noch staatlich hergestellt, verwaltet und kontrolliert wurden. Normalerweise wird ja "outgesourced", um Geld zu sparen. Aber wenn man sieht, wieviele Millionen jetzt in die Impfstoffe der Pharmaindustrie fließen, habe ich so meine Zweifel, ob man auf diese Weise tatsächlich Geld spart, dazu kann man noch nicht einmal sicher sein, was man bekommt. Und man öffnet natürlich dem Mißbrauch durch Angstkampagnen und "forcierten" Pandemien Tür und Tor.

>>Bei dieser Petition gegen eine direkte oder indirekte Impfpflicht für Kinder haben bereits fast 700.000 Menschen unterschrieben. Ich finde, da ist noch mehr drin. Ich habe ja sowieso den Eindruck, daß Kinder nur deshalb geimpft werden sollen, weil man nicht weiß, >>wohin mit den 2.3 Milliarden bestellten Impfdosen bei 450 Millionen EU-Bürgern. Wenn man mal das persönliche Risiko von Kindern in Bezug auf Corona und auf die Impfung vergleicht, ist es ein Unding, da der Nutzen einer Impfung eindeutig das Risiko überwiegen sollte, was hier in der Mehrheit überhaupt nicht der Fall ist. 


Sonntag, 23. Mai 2021

ESC 2021

Ähm, huch, bin ich jetzt auch schon soweit? Normalerweise schaue ich ESC sehr selten mal, wenn ich mich in Gesellschaft aufhalte und alle gucken. So wirklich mein Ding war das noch nie. Aber wenn man hauptsächlich mit Unerfreulichem beschäftigt ist, kriegt man dann doch Lust, sich einfach mal nur ein paar weitgehend anspruchslose Musikauftritte reinzuziehen. Sowas passiert halt, wenn man ausgehungert ist. Drei Trostpunkte für Deutschland waren sehr verdient - selten so einen nichtssagenden Auftritt gesehen. Keine Punkte für das UK - das ist wirklich hart. Dabei war das Lied gar nicht soooo schlecht. Jedenfalls gefiel es mir besser als das von Deutschland. Meine zwei Favoriten waren eindeutig Frankreich und Litauen. Wobei mir bei Frankreich nur das Lied gefallen hat, die Sängerin fand ich von der Stimme her nicht so toll, aber richtig abschreckend wirkte das durchgehend unnatürlich aufgesetzte Grinsen. Dieses hat im Grunde die Hälfte der Emotionalität des Songs wieder aufgehoben und quasi blockiert. Ich finde, wenn sie zwischendurch nur ab und zu kurz gelächelt hätte, hätte das auch ausgereicht. Weniger ist mehr. Von Litauen dagegen fand ich den Auftritt cool und das Lied geht zudem gut in die Beine. 


Edit: Das Video zum französischen Lied kommt ein bißchen besser, weil sie da nicht so viel grinst, aber dafür sind die "Mumientänzer" zuviel des Guten. Schade! Das Lied könnte sehr gut für sich selbst sprechen - ohne Grinsen und ohne "Mumientänzer". 

Donnerstag, 20. Mai 2021

Gewohnheiten

Als ich vorhin an meiner Erdbeere Nachschub holte und in einer kleinen Schlange wartete, nahm ich plötzlich im Augenwinkel etwas nah hinter mir wahr und drehte mich erschrocken um. Es war jemand, der sich direkt hinter mir angestellt hatte, so wie früher, und dabei keinen Abstand einhielt. Als ich mich so erschrocken umschaute, grinste er nur verschämt, keine Ahnung, ob er dachte, ich habe Angst mich anzustecken, allerdings war dies gar nicht der Grund für meinen Schrecken. Sondern der tatsächliche Grund war, wie mir dann bewußt wurde, daß ich gar nicht mehr gewohnt bin, daß mir Menschen so nahe kommen - deshalb nahm ich es unbewußt wohl mehr als eine Art unsittliche Annäherung wahr. Früher war man ja immer mal wieder direkt unter Menschenmassen, ob nun Bus, Supermarkt usw., manchmal sogar mit leichtem Körperkontakt, aber nach über einem Jahr Abstand scheint es mir, verändern sich auch die eigenen Nähe-Distanzgrenzen - ob man dies nun möchte oder nicht. Doch ehrlich gesagt hätte ich gar nichts dagegen, wenn sich gerade in Warteschlangen, an Supermarktkassen usw. ein moderater Abstand dauerhaft etablieren würde. Müssen ja nicht gleich 1,50 m sein, aber wenn einem früher der Einkaufswagen gerne an den Po gerempelt wurde, war das auch nicht gerade toll. Das wäre dann mal ein positive Veränderung, die Corona gebracht hat. 

Es gibt aber auch andere positive Aspekte dieses ganzen Corona-Theaters, die man ebenfalls mal würdigen sollte. Zum einen ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, um beim Medienkonsum Prioritäten zu setzen und konsequent bei Twitter, Facebook und Co. alle Zeitungen und sonstigen Medien zu entfolgen, die wegen ihrer unausgewogenen Berichterstattung auffallen und sich deshalb als nicht vertrauenswürdig entpuppen. Das hätte man früher nicht so schnell mitbekommen. Und auch bei Menschen erkennt man jetzt viel schneller gewisse Charakter- und Mentalitätsmerkmale, die man zwar früher vielleicht erahnt hat, aber dies nie so konkret erfahren hätte. Das hat wiederum den Vorteil, daß es viel schneller ersichtlich wird, wer einem in Lebenseinstellung und innerer Entwicklung nahe ist und wer nicht. Vielleicht ist das auch der Grund, daß man jetzt so viele Umgruppierungen sieht. 

Beim Tanzen würde ich ebenfalls gerne mal wieder meine Gewohnheiten durchbrechen, denn mir ist aufgefallen, nachdem ich jetzt monatelang keine Choreos mehr geübt habe, daß ich wohl das meiste verlernt habe. Das wurmt mich und eigentlich würde ich es gerne ändern, aber ich habe ja (man munkelt, das liegt am Widder-Mond) so eine Abneigung gegen Routine und Wiederholungen. Das heißt ich brauche sehr schwerwiegende Gründe, um mich dem ständigen Wiederholen einer Choreo zu unterwerfen. Diese wären zum Beispiel, daß ich die Möglichkeit habe, die Choreo in einem Kurs mit viel Platz zu tanzen - dann ist es in meinem ureigenen Interesse nicht mehr gucken und nachdenken zu müssen. Wenn solche schwerwiegenden Gründe allerdings wegfallen, ist es schwerer, mich zu solchen Routinen zu motivieren. Und zur Zeit fallen mir überhaupt keine schwerwiegenden Gründe ein, warum ich Choreos üben sollte. Nur leider langweilt mich das ständige Freestyle-Tanzen auch langsam. Man denkt ja, beim Freestyle hat man viel Abwechslung, weil halt keine Routine da ist - das stimmt aber nicht. Denn meist tanzt man immer mehr oder weniger dasselbe aus der Komfortzone und hat nicht so viele Erfolgserlebnisse, wie wenn man irgendetwas neues lernt. 

Anscheinend ist mein Gehirn unersättlich und hungert ständig nach neuen motorischen Herausforderungen. Wahrscheinlich ist Langeweile nichts anderes als ein knurrender Magen des Gehirns. Dieser Gedanke kam mir, als ich eine interessante Theorie im >>Mobility-Handbuch von Patrick Meinhart las, nämlich daß das Gehirn im Grunde nur für die Bewegung geschaffen wurde und ohne Bewegung unnötig ist: 

"Der Mensch ist das Lebewesen  mit dem größten Bewegungsspektrum überhaupt. Das hat auch etwas mit dem Gehirn zu tun. Wenn wir nicht so außerordentliche motorische Fähigkeiten hätten, sähe unser Gehirn  wohl anders aus - oder es wäre vielleicht gar nicht vorhanden. Dazu gibt es eine interessante These des Neurowissenschaftlers Daniel Wolpert. Wolpert ist Experte für Neurobiologie und beschäftigt sich mit Robotern , die menschliche Bewegungen nachahmen können. In einem Vortrag, der auf Youtube zu sehen ist, beschreibt er, warum Bewegung für ihn der Grund dafür ist, dass wir überhaupt ein Gehirn haben. Sein Beispiel ist ein primitives Seetier, die Seescheide. Seescheiden können, wenn sie noch im Larvenstadium, also sehr jung, sind, schwimmen und sich orientieren. Dazu haben sie ein Gehirn und ein einfaches Nervensystem. Die Larven suchen nach einem Platz auf einem Felsen, um sich niederzulassen. Sobald sie einen gefunden haben, setzen sie sich fest und bleiben dort bis ans Ende ihres Lebens. Dabei passiert etwas Erstaunliches: Ihr Gehirn verschwindet. Sie fressen es auf. Die Seescheide, sagt Daniel Wolpert, verdaut nach dem Sesshaftwerden als erstes ihr eigenes Nervensystem samt Gehirn, weil sie es offensichtlich nicht mehr braucht. Denn was Nerven und Gehirn vorher erledigt haben, nämlich Bewegung und die benötigte Orientierung, fallen weg...."

Inzwischen geht es mir sogar so, daß bei mir alleine die Vorstellung, irgendetwas länger am Schreibtisch zu machen, alles verkrampfen läßt und Unbehagen hervorruft. Wenn ich die Wahl habe, am Schreibtisch einem Projekt nachzugehen oder mich doch lieber "sinnlos" zu verbiegen, zu hopsen, im Entengang zu laufen oder über den Boden zu rollen, dann wähle ich lieber letzteres. Das liegt aber nicht daran, daß ich nicht mehr stillsitzen kann. In einer bequemen Yoga-Pose oder liegend kann ich durchaus länger unbeweglich verharren. Aber am Schreibtisch spüre ich das Unnatürliche dieser Haltung und weiß schon im Voraus, daß spätestens nach einer Stunde alles weh tut, aber viel unangenehmer als nach Sport oder Tanzen. Selbst wenn ich male, sitze ich jetzt lieber auf dem Bett oder Boden, was allerdings über mehrere Stunden hinweg auch krampfig werden kann. Es ist, als hätte sich bei mir plötzlich irgendeine Körperintelligenz angeknipst, vielleicht sogar durch das Tanzen, die mich instinktiv Bewegung suchen läßt. Und ich frage mich, wie ich es früher überhaupt durchgehalten habe, neun Stunden am Tag am Schreibtisch zu sitzen. Ist mir heute unbegreiflich, bzw. nur so zu begreifen, daß ich meinen Körper und seine Signale wahrscheinlich gar nicht gespürt habe. 

Zum Abendessen hatte ich mir heute mal einen Döner bestellt und die Wahl zwischen 'normal' und 'big'. Da ich viel Hunger hatte, war ich schon versucht, 'big' zu bestellen, beschloß aber, daß 'normal' reicht. Schließlich wollte ich dazu noch Rotkrautsalat und die gekauften Erdbeeren verzehren. Doch mit dem Dürüm-Döner, der dann bei mir ankam, hätte man jemandem erschlagen können. Ich habe zwei Teller für das Teil gebraucht und war schon nach einem Teller satt. Gott sei Dank hatte ich nicht 'big' bestellt. Wer weiß, ob der überhaupt durch meine Tür gepaßt hätte! Diese Restaurantportionen bin ich eindeutig auch nicht mehr gewöhnt. 

Dienstag, 18. Mai 2021

Es ist so duchschaubar!

Erstmals im Mai 2021 wurde bei Tagesschau.de über Studien berichtet, die festgestellt haben, daß Vitamin D recht wirksam vor Atemwegserkrankungen und auch vor Corona schützt, nachdem dies vorher mehrfach verneint wurde. Und das nach über einem Jahr Pandemie! Alleine das ist schon unglaublich. Aber jetzt wird es noch unglaublicher - dieser Artikel wurde nach einigen Tagen wieder gelöscht und das, obwohl die Studienlage, zumindest was die immunstärkende Wirkung betrifft, eindeutig ist. Der Tagesschau wurde vom Bundesinstitut für Risikobewertung auf die Finger geklopft: "Bisher wurde jedoch nicht gezeigt, dass die Einnahme von Vitamin D über den ernährungsphysiologischen Bedarf hinaus mit zusätzlichen Gesundheitseffekten einhergehe. Daher sehe das BfR auf Basis der gegenwärtigen Studienlage weiterhin keinen Anlass, der gesunden Allgemeinbevölkerung die generelle Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit Vitamin D zu empfehlen." Also bitte, es ist bereits seit Jahren bekannt, daß im Winterhalbjahr ein Großteil der Bevölkerung, ganz besonders auch alte Menschen, unter einem Vitamin-D-Mangel leiden, der ernährungsphysiologische Bedarf also eindeutig unterschritten ist. Wie anders als mit einer zusätzlichen Einnahme sollte das zu verhindern sein? Und wenn keine generelle Einnahme gewünscht ist, wieso bietet man nicht jedem eine kostenlose Bestimmung des Vitamin-D-Spiegels an, so daß dann individuell mit Vitamin D vorgebeugt wird? >>Der Berliner Kurier bringt eine viel sachlichere und ausführlichere Darstellung zu diesem Thema: "Im Zeitraum von Mitte März bis Mitte Juni steckten sich rund 39.000 Menschen aus diesem Kollektiv mit Sars-CoV-2. Dabei fiel auf: In der Gruppe, bei der der Vitamin-D-Level unter 20 Nanogramm pro Milliliter lag, infizierten sich 12,5 Prozent, bei Plasmawerten zwischen 30 und 34 waren es 8,1 Prozent und bei Werten über 55 sogar nur 5,9 Prozent...Es sei aber auch möglich, dass dieser Vitaminmangel eine Folge der schweren Covid-19-Erkrankung ist – nicht aber ursächlich dazu beigetragen hat...Dass Vitamin D jedoch einen Beitrag zur Prävention von Sars-CoV-2-Infektionen leisten kann, hält auch Smollich für plausibel. „Die physiologische Bedeutung von Vitamin D für ein funktionierendes Immunsystem ist gut erforscht und völlig unstrittig“, sagt er." 

Wer medizinisch ein bißchen bewandert ist, wußte das natürlich schon vorher, aber der breiten Masse wurde dieses Wissen von den staatlichen Medien weitgehend vorenthalten und wird es weiterhin. Man könnte natürlich sagen, nun gut, wer keine Lust hat, sich selbst zu informieren und die Verantwortung für seine Gesundheit anderen überläßt, hat es nicht anders gewollt.  Das Problem dabei, welches jetzt gerade bei der Pandemie so stark zu Tage tritt, ist aber, je mehr Menschen es erlauben, daß ihnen ihre Selbstverantwortung und damit auch ihre Selbstwirksamkeit abgenommen wird, um so mehr bekommen jene, die viel Geld daran verdienen, gesellschaftlichen Einfluß und um so mehr können sie auch über die Menschen bestimmen, die das nicht wollen. Und natürlich hat nicht jeder so viele Möglichkeiten, sich zu informieren, gerade unter älteren Menschen, die nichts mit Internet am Hut haben. Sogar meine alte Mutter, die kein Internet hat und sich nur über öffentliches Fernsehen informiert, sagt dauernd: "Ich kann das alles nicht mehr glauben, was da erzählt wird! Ständig wird nur Angst gemacht und dabei widersprechen die sich noch dauernd, was stimmt denn nun eigentlich?" Zum Glück hat sie aber eine naturheilkundliche Zeitschrift abonniert und tut selbst ihr bestes, um ihr Immunsystem zu stärken und sich auch innerlich zu schützen. 

Deutschland, Deutschland - was ist aus dir geworden? Wie konntest du nur so durch und durch korrupt werden? Oder war das früher auch schon so, aber erst jetzt ist es durch die offensichtlich heillose und erpresserische Politik nicht mehr zu übersehen? Ich kenne dich nicht mehr wieder. Es gab Zeiten, lange, lange ist es her (nur bei arte gibt es das noch dann und wann), da haben öffentliche Sender und Medien kritisch über unerhörte politische Vorgänge berichtet und darüber wie Verbraucher von Konzernen geschädigt werden, auch durch die Pharma- und Gesundheitsindustrie. Wann hat das aufgehört und warum haben wir das nicht gemerkt? Es gab damals noch Beiträge wie diese hier im Fernsehen: 

https://youtu.be/QcIVZL9ez_w           https://youtu.be/3CD0D0ACSEI          https://youtu.be/Ph974oETwpc

Heute werden alle, die das korrupte System mit ihren pseudowissenschaftlichen Lügen unterstützen, mit Medaillen behängt, wie diese unselige Mai-T., deren Mann in einem Pharmakonzern arbeitet. Das erklärt natürlich, warum bei ihr in so einer willkürlichen, angeblich "wissenschaftlichen" Weise, Themen unwissenschaftlich dogmatisch dargestellt werden. Die vielen Tricks, um Ergebnisse und Erkenntnisse zu verfälschen und zu verschleiern, kennt man ja bereits vom Umgang mit pharmafinanzierten Studien, inzwischen wird das anscheinend auf das Bildungsfernsehen ausgeweitet. Und dafür bekommt sie dann das Bundesverdienstkreuz und jetzt auch den Grimme-Preis. Eigentlich müßte sich doch jeder entschlafene Bundesverdienstkreuzträger und Grimme-Preisträger dabei im Grabe umdrehen. >>Einige wenige geben ihr Verdienstkreuz sogar zurück, wie dieser ehemalige Richter. Heutzutage scheint man irgendetwas richtig zu machen, wenn man keine Medaillen vom Staat erhält und es ist klar, daß sich die Handlanger dieses Systems nur noch selbst füttern.

Der Ehemann unseres Gesundheitsministers arbeitet dagegen in einem großen Medienkonzern und >>die Medien werden auch in Deutschland inzwischen mit viel Geld von Google subventioniert. >>Google wiederum macht inzwischen in Pharma und straft alle unbequemen Informationen in der Suchmaschine ab und manipuliert die Suchergebnisse. Da schließt sich der Kreis wieder. Das ist wohl dann auch des Rätsels Lösung, warum nicht nur das RKI und die Politik schläft, sondern auch viele Medien, wenn es nicht gar absichtliche Täuschung statt 'Schlafen' ist. Ein Kommentator schrieb mal, um unserer Regierung und der Pharmaindustrie etc... vertrauen zu können, müsste ich vieles von meinem Wissen ignorieren und das ist mir nicht möglich! Und das geht zur Zeit vielen so, die sich in ihrem Leben schon ausgiebig mit Medizin und Gesundheit befasst haben, meist aus persönlichen Gründen heraus. Das alles ist so durchschaubar, daß man sich manchmal wirklich fragt, ob es vielleicht sogar durchschaut werden soll. Nur zu welchem Zweck? Oder ist es einfach die pure Ignoranz eines vermeintlich Stärkeren?

Manchmal denke ich aber auch, daß es ein gutes Zeichen sein könnte, wenn sich die Volksveruntreuer ausschließlich selbst beweihräuchern - vielleicht bemerken sie bereits ebenfalls, daß es noch immer viele ehrliche Persönlichkeiten gibt, die ihre Auszeichnungen gar nicht annehmen wollen würden. 

Warum hat eigentlich Dr. Wodarg nie ein Bundesverdienstkreuz erhalten, >>obwohl er sich während der Schweinegrippe als SPD-Abgeordneter bei der EU dafür stark gemacht hat, die Bevölkerung vor dem übergroßen Einfluß der Pharmaindustrie zu schützen? Damals hat er ja letztendlich sogar recht behalten, leider auch in Bezug auf die erst später aufgetretenen Impfschäden. Mal völlig unabhängig davon, ob seine Ansichten diesmal bei Corona ebenfalls richtig sind, so wäre es alleine schon der frühere Einsatz wert, ihn zu honorieren, aber das ist natürlich gar nicht im Sinne der Lobby-Jünger. Ich finde, es wird heutzutage viel zu wenig geschätzt, daß es noch aufrechte Personen gibt, denen es gerade wegen eines wissenschaftlichen oder hoch gebildeten Hintergrunds, Empathie und viel Praxiswissen um das Wohlergehen der Menschen geht - und das völlig unabhängig davon, ob man mit ihnen in allem einer Meinung ist oder nicht. Genau davon lebt eine wirklich soziale und pluralistische Gesellschaft. Wenn man diesen Artikel aus der taz liest, ist auch auffällig, wie ähnlich es während der Schweinegrippe alles abgelaufen ist, sogar in Hinblick der Funktion der WHO dabei. Ich bin gespannt, ob wir jetzt alle zehn Jahre mit so einer Pandemie "gesegnet" werden - und jedesmal wird die Propaganda und die psychologische Erpressung wahrscheinlich perfekter ablaufen. Das mit den Medien hatte ja während der Schweinegrippe noch nicht so gut geklappt, aber jetzt, wo sie subventioniert werden....

Unsere Justizministerin wiederum möchte das Fälschen von Impfpässen härter bestrafen und erklärt: „Wenn Menschen mit der Gesundheit anderer spielen oder damit sogar Geschäfte machen, ist dies moralisch verwerflich und muss hart bestraft werden“! Dem kann ich nur zustimmen, aber fangen Sie bitte ganz oben an, denn im Kleinen spiegelt sich nur, was im Großen, in der Politik, verkehrt läuft!

Nachfolgender Text stammt übrigens von K.O. Schmidt - der wurde 1972 ebenfalls mit dem Verdienstkreuz geehrt (das waren noch Zeiten):

"Sie spüren nicht, wie die Massensuggestionen durch Wort und Schrift, Presse, Rundfunk und Fernsehen, durch wirtschaftliche und politische, weltanschauliche und konfessionelle Werbung der verschiedensten Art und Form unablässig in sie hineinsickern, vom Wachbewußtsein kaum beachtet werden, aber im Unbewußten im Maße der Wiederholung und Variierung dieser ständigen Berieselung mit Propagandaimpulsen den Drang zur Ausführung, als ob man selbst es wolle, wecken und verstärken.....Der von Fremdsuggestionen Hin- und Hergerissene lebt nicht aus sich selbst, sondern wird gelebt - und zwar im Maße seiner unkritischen Hingabe an fremde Impulse, die er für eigene hält, wie ja alle Suggestionen die Tendenz haben, sich in Autosuggestionen zu verwandeln. Der planmäßige Mißbrauch seiner natürlichen Neigung zu Kommunikation und Information, Wachstum und Mehrsein erhöht die Zahl der wesensfremden Bedürfnisse und damit seine Bedürftigkeit und Abhängigkeit von der Umwelt, seine Hilflosigkeit und Unsicherheit - bis er zum denk- und willensgeschwächten Massenmenschen geworden ist, zum mißbrauchten Verbraucher, dem man auch die größten Illusionen und die wertlosesten Dinge als begehrenswerte Notwendigkeiten glaubhaft machen kann, obwohl deren Erreichung und Besitz ihn nicht glücklicher, sondern nur begieriger und besessener, unzufriedener und abhängiger macht und unfähiger zu wirklichkeitsbewußter Lebenskunst und Schicksalsmeisterung aus eigener Kraft."

Und hier noch ein sehr interessantes Radiointerview über Mentalitätsprobleme, Testirrsinn (obwohl er Leiter von zwei Testzentren ist), genetische, sich selbstausbreitende Impfungen (>>die bereits erfolgreich bei Tieren eingesetzt wurden - allerdings bezweifle ich, daß dies im Interesse der Pharma wäre, denn dann könnte ja nicht mehr viel Geld verdient werden, im Sinne der Verantwortlichen wäre es nur dann, wenn einige Verschwörungstheorien recht behalten) und andere Obzönitäten mit einem Arzt. Gut zu wissen, daß es noch Ärzte gibt, die nicht völlig ihren Verstand abgeschaltet haben. 

Montag, 17. Mai 2021

The Vaccination Dances II

Ab nächsten Mittwoch soll es in Berlin Lockerungen geben, allerdings nur für Geimpfte oder Getestete. Na dann - also doch nicht. Interessanterweise fühlt sich jetzt auf einmal gerade die Justizministerin bemüßigt zu versprechen, daß bald alle Bürger ihre Grundrechte zurückbekommen. Ich schätze mal, die Gerichte sind gerade kurz vor dem Kollabieren. 

Ich kann aber gerne noch ein Jahr, oder zwei Jahre oder drei Jahre zu Hause durchtanzen. Friseur, Nagelstudio, Reisen, Shopping, ungesundes Restaurant-Essen brauche ich zum Glück alles nicht dringend - Picknick ist auch ganz nett. Danach bin ich allerdings wirklich fit für einen Weltraumflug.

Oder wie der alte Schopenhauer schon weise sprach:

"Ein geistreicher Mensch hat in gänzlicher Einsamkeit an seinen eigenen Gedanken und Phantasien vortreffliche Unterhaltung, während von einem Stumpfen die fortwährende Abwechslung von Gesellschaften, Schauspielen, Ausfahrten und Lustbarkeiten die marternde Langeweile nicht abzuwehren vermag."

The Vaccination Dances II

Verirrungen der Phantasie

"Auch ist der Schwung der Fantasie vom Verlangen nach dem beflügelt, was wir nicht haben können, noch nicht durch ein vollkommenes Erfassen der Wirklichkeit eingeengt, wenn es sich um solche Begegnungen handelt, bei denen denn auch die Reize der Vorübergehenden im allgemeinen im direkten Verhältnis zu der Schnelligkeit ihres Entschwindens stehen. Wenn es dunkelt und der Wagen fährt rasch, gibt es in Land und Stadt keinen weiblichen Torso, verstümmelt wie ein antikes Marmorbild durch unser rasches Vorüberfahren und die ihn im Nu verschlingende Dämmerung, der nicht an jedem Kreuzweg im Feld oder aus der Tiefe eines kleinen Ladens Pfeile der Schönheit in unser Herz entsendet. Jener Schönheit um derentwillen man manchmal versucht ist sich zu fragen, ob sie in dieser Welt überhaupt etwas anderes ist als das Komplement, das einer fragmentarisch geschauten flüchtig Vorübereilenden durch unsere von unerfüllter Sehnsucht überreizte Fantasie jeweils hinzugesetzt wird. Hätte ich aussteigen und mit dem Mädchen sprechen können, das unseren Weg kreuzte, so hätte mir vielleicht eine kleine Unschönheit ihrer Haut, die ich vom Wagen aus nicht hatte sehen können, alle Illusionen geraubt und dann wäre tatsächlich jedes Bemühen in ihr Leben einzudringen, plötzlich vereitelt gewesen. Denn die Schönheit besteht in einer Folge von Hypothesen, welche durch die Hässlichkeit so stark verengt werden, dass damit der schon sichtbar gewordene Weg ins Unbekannte versperrt wird. Vielleicht hätten mir ein einziges Wort, das die Jugendliche gesprochen, ein Lächeln von ihr, das Kennwort im Schlüssel zur Entzifferung des Ausdrucks in ihrem Gesicht oder ihrer Bewegung gegeben, und diese wären damit vielleicht auf der Stelle alltäglich geworden. Es mag sein, denn ich bin niemals im Leben so begehrenswerten Frauen begegnet wie an den Tagen, da ich mich in Gesellschaft irgendeiner gewichtigen Persönlichkeit befand, die ich trotz aller Vorwände, welche ich ersann, nicht verlassen konnte. Ein paar Jahre nach diesem ersten Sommer in Balbec machte ich in Paris eine Wagenfahrt mit einem Freunde meines Vaters und als ich eine Frau bemerkte, die mit eiligen Schritten durch die Dunkelheit ging, dachte ich, wie sinnlos es doch sei, aus bloßen Schicklichkeitsgründen meinen Teil am Glück in dem einzigen Leben, das uns zweifellos beschieden war, einfach daran zu geben, und ohne ein Wort der Entschuldigung abspringend, machte ich mich auf die Suche nach der Unbekannten, verlor sie an der Kreuzung zweier Straßen, fand sie in einer dritten wieder und stand endlich völlig außer Atem vor der alten Frau Berdurand (?), der ich überall aus dem Wege ging und die freudig überrascht in die Worte ausbrach: "Oh wie liebenswürdig von Ihnen, dass Sie so gelaufen sind nur um mir guten Tag zu sagen!" "

(aus "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" von Marcel Proust)

Sonntag, 16. Mai 2021

Lösung gegen Impfnebenwirkungen?

Ein interessantes Video (zweites verlinktes), welches eine aktuelle Studie analysiert, hat herausgefunden, daß in dieser Studie vermutlich ein Lösungsansatz zur Verhinderung der gefäßschädigenden Wirkung der Spike-Proteine zu finden ist. Es wundert aber kaum, daß niemand von denen darauf eingeht, die ein Interesse an der Pandemie haben, denn wenn man zugeben würde, daß es eine Möglichkeit gibt, Impfschäden durch das produzierte Spike-Protein zu verhindern, dann müßte man auch zugeben, daß es Möglichkeiten gibt, die schweren Verläufe durch die gefäßschädigende Wirkung des Covid-19-Virus zu verhindern. Wer will das schon? Deshalb werden ja anscheinend auch die bereits vorhandenen Medikamente verschwiegen und unterdrückt. "Allein das müßte in die Tagesschau" - aber weder von der Tagesschau noch vom RKI hört man darüber etwas, warum wohl? Ist halt die Frage, ob das RKI schläft und die Politiker davon nichts mitbekommen, oder ob das RKI schläft, weil die Politik es so will und warum die öffentlichen Medien ebenfalls schlafen - soviel wieder zum Thema 'Systemversagen' (darüber habe ich schon einen langen Beitrag verfasst, den ich bisher nicht veröffentlichte, aber vielleicht tue ich das doch noch).